Exchange Online Writeback: Microsoft verdreifacht Skalierung auf 600.000 Postfächer
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 20:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat die allgemeine Verfügbarkeit von Exchange Online Writeback angekündigt. Das Tool synchronisiert Cloud-Postfachdaten zurück in lokale Active-Directory-Umgebungen – ein wichtiger Schritt für Unternehmen mit hybrider IT-Infrastruktur.
Deutlich größere Skalierung für Großkonzerne
Ein zentrales Upgrade der neuen Version: Die Unterstützung wächst von 200.000 auf 600.000 Cloud-Postfächer pro Mandant. Damit adressiert Microsoft vor allem Großkunden mit umfangreichen Remote-Postfachbeständen. Die Writeback-Funktion deckt aktuell 24 Exchange-Attribute ab – darunter das „mail"-Attribut, das die Synchronisierung primärer E-Mail-Adressen über die gesamte Hybrid-Infrastruktur sicherstellt.
Verfügbarkeit und Konfigurationshinweis
Der Dienst steht nun in Standard-Worldwide-Regionen, in GCC-High- und DoD-Umgebungen sowie bei 21Vianet zur Verfügung. Bestandskunden der Preview-Version müssen ihre Konfiguration anpassen: Wer seine Einstellungen vor dem 3. August 2026 vorgenommen hat, sollte die Attribute überprüfen, damit das „mail"-Writeback unter dem neuen Framework korrekt funktioniert.
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Abschied von Exchange Web Services
Parallel treibt Microsoft die Neuausrichtung seiner Messaging-Strategie voran. Der Ablösungsprozess für Exchange Web Services (EWS) beginnt am 1. Oktober 2026 und soll bis zum 1. April 2027 abgeschlossen sein. Als Brücke führt Microsoft „EWSAllowedAppIDs" ein – eine Mandanten-weite Zulassungsliste für Anwendungen. Ab Oktober 2026 wird der Datenverkehr von Apps blockiert, die nicht auf dieser Liste stehen, selbst wenn der allgemeine EWS-Zugriff aktiviert ist.
Strengere Sende-Limits gegen Spam
Zudem stehen bereits angekündigte Änderungen bei den Sende-Limits bevor: Neue Mandanten sind ab Anfang 2025 auf 2.000 externe Empfänger pro Tag begrenzt. Die Ausweitung auf alle bestehenden Mandanten folgt in der zweiten Jahreshälfte 2025. Damit will Microsoft Massen-E-Mail-Missbrauch eindämmen und Volumenverkehr gezielt auf spezialisierte Dienste wie Azure Communication Services umleiten.
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