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Exchange Online: Microsoft verschiebt Legacy-Login-Abschaltung auf Dezember

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 20:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft gewährt Admins Aufschub: Der alte Login für Exchange Online PowerShell bleibt bis Dezember 2026 aktiv.

Microsoft verschiebt Abschaltung alter Exchange Online Anmeldung
Nahaufnahme eines Computerbildschirms mit PowerShell-Code in einer modernen Rechenzentrumsumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Exchange Online Administratoren bekommen mehr Zeit für die Umstellung auf moderne Authentifizierung.

Microsoft hat den geplanten Rückzug eines zentralen Authentifizierungsbausteins in Exchange Online PowerShell verschoben. Die Entfernung des -Credential-Parameters, ursprünglich für Juli 2026 vorgesehen, erfolgt nun erst im Dezember 2026.

Warum der alte Login weg muss

Der Parameter basiert auf dem veralteten ROPC-Verfahren (Resource Owner Password Credentials). Dieses unterstützt keine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) – ein wachsendes Sicherheitsrisiko. Microsoft will Admins damit zu zeitgemäßen Schutzstandards zwingen.

Betroffen sind die Cmdlets Connect-ExchangeOnline und Connect-IppsSession. Ab Dezember 2026 entfernt Microsoft den Parameter aus neuen Modulversionen. Ältere Versionen bleiben zunächst funktionsfähig, doch die serverseitige Abschaltung des Legacy-Verfahrens ist nur eine Frage der Zeit.

Drei Wege aus der Legacy-Falle

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IT-Profis sollten ihre Skripte und Automatisierungen jetzt umstellen. Microsoft empfiehlt:

  • Moderne Authentifizierung: Interaktive Logins mit MFA-Unterstützung
  • App-Only-Authentifizierung: Zertifikatsbasierte Verfahren für automatisierte Aufgaben
  • Managed Identities: Azure-Identitäten für sichere Cloud-Workloads

Besonders Administratoren mit Azure-basierten Umgebungen sollten auf Managed Identities setzen.

Weitere Microsoft-Deadlines im Blick

Die Verschiebung fällt mit mehreren wichtigen Terminen zusammen. Ab dem 1. Oktober 2026 blockiert Microsoft schrittweise Exchange Web Services (EWS)-Anfragen. Der Abschluss ist für April 2027 geplant. Im September 2026 will Microsoft die EWSAllowedAppIDs-Liste für Mandanten befüllen, um bewährte Abhängigkeiten zu schützen.

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Erst Mitte Juli 2026 endete der Support für SharePoint Server 2016, SharePoint Server 2019 und SQL Server 2016. Zeitgleich schloss Microsoft 722 Sicherheitslücken, darunter zwei Zero-Day-Schwachstellen in SharePoint und Active Directory Federation Services (ADFS).

Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hatte für Bundesbehörden eine Frist bis zum 19. Juli 2026 zur Behebung einer kritischen SharePoint-Lücke gesetzt. Die anhaltende Bedrohung durch Schadsoftware wie HOLLOWGRAPH, die Microsoft-365-Kalender für Spionagezwecke nutzt, zeigt: Der Umstieg auf sichere Authentifizierung bleibt alternativlos.

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