Excel-Update, Copilot

Excel-Update Mai: Copilot lädt doppelt so schnell

29.05.2026 - 03:29:05 | boerse-global.de

Microsofts Copilot für Excel erhält ein neues Design und eine doppelt so schnelle Leistung. Die KI-Integration soll Arbeitsabläufe effizienter gestalten.

Excel-Update Mai: Copilot lädt doppelt so schnell - Foto: über boerse-global.de
Excel-Update Mai: Copilot lädt doppelt so schnell - Foto: über boerse-global.de

Microsoft hat seine KI-Assistenten für Excel und die Microsoft-365-Welt grundlegend überarbeitet. Die Neuerungen sollen Arbeitsabläufe beschleunigen und das Tool intuitiver machen.

Im Mittelpunkt der Mai-Updates steht ein neues „Copilot Design System". Es ersetzt die bisherigen, oft als störend empfundenen schwebenden Schaltflächen. Stattdessen setzt Microsoft nun auf einen dynamischen Aktionsbutton für Excel unter Windows und Mac. Dieser erscheint nur dann, wenn er wirklich gebraucht wird, und bietet kontextabhängige Hilfe, ohne den Arbeitsbereich zu blockieren.

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Wer lieber auf altbewährte Navigation setzt, kann den Copilot wieder direkt im Menüband verankern. Das neue System folgt einem „Throw & Catch"-Modell: Aufgaben lassen sich nahtlos zwischen verschiedenen KI-Funktionen hin- und herreichen.

KI doppelt so schnell, klarer in der Darstellung

Die Leistung des Microsoft-365-Copiloten hat sich deutlich verbessert. Das System lädt laut Microsoft doppelt so schnell wie die Vorgängerversion. Eine neue „progressive disclosure"-Funktion blendet Werkzeuge erst dann ein, wenn der Nutzer sie anfordert. Das Ergebnis: ein aufgeräumteres Design und strukturiertere Antworten – sowohl auf dem Desktop als auch auf mobilen Geräten.

Hintergrund der Umstellungen: Laut unternehmenseigenen Daten sind organisatorische Faktoren für rund 67 Prozent der Gesamtwirkung verantwortlich, die KI-Integration am Arbeitsplatz entfaltet. Microsoft reagiert damit auf Nutzerfeedback, das sich an überladenen Oberflächen störte.

Neue Formel: =COPILOT sucht direkt aus der Zelle

Eine der praktischsten Neuerungen ist die =COPILOT-Funktion. Sie steht derzeit Excel-Insidern unter Windows und Mac zur Verfügung. Damit lassen sich Websuchen direkt aus einer Zelle heraus durchführen – ohne lästiges Hin- und Herspringen zwischen Tabellenblatt und Browser. Besonders bei der Datenrecherche oder Plausibilitätsprüfung dürfte das Zeit sparen.

In der Webversion von Excel verbessert die Karte „Änderungen anzeigen" die Nachvollziehbarkeit. Sie hebt explizit hervor, welche Anpassungen der Copilot vorgenommen hat – ein wichtiger Schritt für die Prüfbarkeit automatisierter Eingriffe.

Parallel dazu brachte ein Windows-11-Update vom 27. Mai systemweite Produktivitätsverbesserungen. Ein neues „Low Latency Profile" nutzt CPU-Bursts, um App-Starts und Suchfunktionen zu beschleunigen. Die Windows-Suche unterstützt nun auch Zwei-Zeichen-Abfragen, was die lokale Datei- und Datensuche spürbar schneller macht.

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Massenoperationen und SAP-Integration

Für Administratoren und Datenmanager gibt es ebenfalls Neues. Die Plattform OpenSparrow v2.6 führte Ende Mai Retrieval-Augmented Generation (RAG) für Dokumentenabfragen ein – kombiniert mit Massenbearbeitungsfunktionen für große Datensätze in 20 Sprachen.

Noch einen Schritt weiter geht Automate Studio. Seit dem 27. Mai unterstützt es SAP-integrierte Workflows direkt in cloudbasierten Tabellen. Das bedeutet: Massenaktualisierungen und Datenvalidierung ohne eine einzige Zeile Code, direkt aus der Tabellenkalkulation heraus. Die Entwickler versprechen, dass solche Integrationen manuelle Dateneingaben für SAP-Systeme um bis zu 90 Prozent reduzieren können – bei gleichzeitiger Wahrung aller erforderlichen Prüfpfade.

Auch die Backend-Infrastruktur wurde gestärkt. Der April-Report für Microsoft Fabric, das die Verbindung von Excel mit größeren Datenseen steuert, meldete die allgemeine Verfügbarheit von Verknüpfungstransformationen und verbesserten Datenqualitätsregeln. Diese Updates ermöglichen zuverlässigere „In-Place"-Aktualisierungen und Ersetzungsfunktionen bei komplexen Datenstrukturen.

Rekordjagd: 12,4 Sekunden pro Blatt

Dass sich all diese Optimierungen auch in atemberaubender Geschwindigkeit niederschlagen können, zeigte sich beim Amsterdam Qualifier der Excel-Weltmeisterschaft. Am 27. Mai sicherte sich Champion Diarmuid Early den Sieg mit einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von 12,4 Sekunden pro Tabellenblatt – ein neuer Rekord.

Early gewann drei Titel, darunter das Hauptevent und die Team-Staffel, und kassierte dafür 12.500 Euro Preisgeld. Im kommenden Finale in Las Vegas wird er zeigen müssen, ob sich die neuen KI-Features auch unter Wettkampfbedingungen bewähren.

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