Excel-Umbruch, Microsoft

Excel-Umbruch: Microsoft stellt KI-Prompt-Werkzeug zum 14. September ein

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 23:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Generative KI kann laut McKinsey bis zu 70 Prozent der Arbeitszeit automatisieren. Unternehmen wie IOI und PLDT setzen bereits auf neue Technologien.

KI-Transformation: Generative Intelligenz revolutioniert globale Arbeitsabläufe und ERP-Systeme
Eine Person arbeitet an einem Laptop in einem modernen, hellen Bürogebäude. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Marktanalysen deuten auf einen tiefgreifenden Wandel in der globalen Arbeitswelt hin. Laut Untersuchungen von McKinsey besitzt generative Künstliche Intelligenz (KI) das Potenzial, zwischen 60 und 70 Prozent der derzeitigen Arbeitszeit durch Automatisierung zu übernehmen. Diese Entwicklung markiert eine Zäsur für die betriebliche Effizienz und die Gestaltung von Geschäftsprozessen.

Strategischer Wandel in der Unternehmensführung

Die Integration von KI-Lösungen verschiebt den Fokus im Business Process Management (BPM) zunehmend von reiner Effizienzsteigerung hin zu Fragen der Governance.

Während Marktforscher von Gartner prognostizieren, dass KI-Agenten bis Ende 2026 in etwa 40 Prozent aller Unternehmensanwendungen integriert sein werden – ein signifikanter Anstieg im Vergleich zu weniger als 5 Prozent im Jahr 2025 –, hinkt die operative Umsetzung teilweise hinterher.

Experten von Deloitte beobachten, dass viele Organisationen ihre Arbeitsabläufe noch nicht grundlegend auf die neuen technologischen Möglichkeiten hin umgestaltet haben.

In der Praxis zeigen sich jedoch bereits messbare Erfolge. Die IOI Corporation wurde Anfang August 2026 in Singapur für ihre digitale Transformation ausgezeichnet. Durch eine integrierte Plattform, die über 100 Geschäftsbereiche verbindet, konnte das Unternehmen die manuelle Dateneingabe um 60 Prozent reduzieren und die Genauigkeit von Finanzprognosen um 30 Prozent steigern.

Auch bei den philippinischen Telekommunikationsanbietern PLDT und Smart Communications kommt KI zum Einsatz: Rund 1.000 Lizenzen von Microsoft 365 Copilot unterstützen dort die Teams in der Finanzabteilung und im Kundendienst, um Antwortzeiten zu verkürzen und Analysen zu beschleunigen.

Integration in bestehende Software-Ökosysteme

Der Softwaremarkt reagiert mit einer beschleunigten Veröffentlichung spezialisierter Werkzeuge. Anthropic erweiterte sein Portfolio um Plugins für gängige Office-Suiten und SaaS-Plattformen. Neue Finanz-Plugins ermöglichen dabei die Verknüpfung von Daten aus Quellen wie S&P Global oder MSCI direkt in Anwendungen wie Excel oder PowerPoint.

Parallel dazu vollziehen etablierte Anbieter Anpassungen an ihren bestehenden Tools. Microsoft plant beispielsweise, ein spezifisches Eingabe-Werkzeug für KI-Prompts direkt in Excel-Zellen zum 14. September 2026 einzustellen.

Anzeige

Wer im Berufsalltag KI-gestützte Tools und Software effizient einsetzen möchte, profitiert massiv von einer strukturierten Arbeitsweise. Dieses kostenlose Starterpaket zeigt Ihnen, wie Sie mit einfachen Tricks wertvolle Zeit sparen und Ihre Datenverarbeitung deutlich beschleunigen. Excel-Starterpaket jetzt kostenlos herunterladen

Als Gründe werden unter anderem Herausforderungen bei der mathematischen Zuverlässigkeit und Compliance-Fragen angeführt. Stattdessen setzt das Unternehmen auf eine zentrale Copilot-Seitenleiste und eine vereinheitlichte App-Struktur.

Im Bereich der Unternehmenssoftware (ERP) fordern KI-gestützte Cloud-Lösungen zunehmend traditionelle Systeme heraus. Das Unternehmen Rillet, das kürzlich eine Finanzierungsrunde über 100 Millionen US-Dollar unter Führung von ICONIQ abschloss, verzeichnet ein monatliches Wachstum der KI-Agenten-Nutzung von 70 Prozent. Solche Systeme zielen darauf ab, etablierte Lösungen von Anbietern wie Oracle oder SAP in bestimmten Segmenten zu ersetzen.

Fachliche Anforderungen und regulatorische Hürden

Trotz der Automatisierungspotenziale bleibt der Bedarf an Fachwissen hoch. Eine Untersuchung kleinerer Hersteller ergab, dass über 70 Prozent der Betriebe vor der Einführung moderner ERP-Systeme mit mangelnder Transparenz in ihren Abläufen kämpfen.

Anzeige

Mit der zunehmenden Digitalisierung steigen auch die Anforderungen an den rechtssicheren Umgang mit neuen Technologien in Unternehmen. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet einen kompakten Überblick über Pflichten und Fristen, um regulatorische Hürden sicher zu meistern. Kostenlosen Leitfaden zur KI-Verordnung sichern

Nach der Implementierung berichten über 80 Prozent der Unternehmen von einer deutlichen Reduzierung des Verwaltungsaufwands. Nicolas Kopp, CEO von Rillet, betont in diesem Zusammenhang, dass Beratungsunternehmen künftig verstärkt technische Spezialisten statt Generalisten benötigen werden, um die Implementierungszeiten komplexer Systeme zu verkürzen.

Zusätzlich zu technologischen Umstellungen müssen Unternehmen globale regulatorische und finanztechnische Fristen beachten. In den Vereinigten Arabischen Emiraten endet im Oktober 2026 die Frist zur Ernennung von Dienstleistern für die E-Rechnungsstellung. In Südafrika steht zudem der Übergang vom Referenzzinssatz Jibar zu Zaronia bevor, wobei Jibar zum Ende des Jahres 2026 vollständig eingestellt werden soll.

Um die Belegschaft auf diese Veränderungen vorzubereiten, rücken Weiterbildungsangebote in den Fokus. So startet beispielsweise auf der Plattform Coursera Ende August 2026 ein spezialisierter Kurs für Datenanalyse in Excel und Google Sheets, der sich an Einsteiger richtet und grundlegende Fähigkeiten im Umgang mit modernen Datenwerkzeugen vermittelt.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69996039 |