Excel-Copilot, Clean-data-Skill

Excel-Copilot: Clean-data-Skill erkennt fünf Arten von Datenfehlern

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 05:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Excel ergänzt Copilot um Datenprüfung, natürlichsprachlichen Import und Werkzeuge zur Wiederverwendung aufgezeichneter Arbeitsschritte.
Minimalistischer, aufgeräumter Arbeitsplatz mit natürlichem Licht und geometrischen Schatten auf einer Holzoberfläche. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat seinen monatlichen Rückblick für Excel für Oktober 2026 vorgelegt und damit eine Reihe neuer Funktionen für Windows, Mac und das Web vorgestellt. Im Mittelpunkt der Neuerungen steht der sogenannte Clean-data-Skill, der Anwendern dabei helfen soll, Formatierungsfehler und Dateninkonsistenzen automatisiert zu identifizieren und schrittweise zu korrigieren, wie unter anderem Neowin am 27. Oktober 2026 berichtete.

Die Bereinigung von Rohdaten gehört zu den zeitaufwendigsten Schritten in der Tabellenkalkulation. Der neue Assistent setzt an typischen Fehlerquellen an und lässt sich direkt über den Befehl @clean-data oder über das Menü für Copilot-Skills im Bereich Daten und Analyse aufrufen, wo er standardmäßig aktiviert ist.

Gezielte Erkennung von Inkonsistenzen und Duplikaten

Laut Berichten vom 28. Oktober 2026 analysiert der Clean-data-Skill Arbeitsblätter auf fünf spezifische Fehlerkategorien: überzählige Leerzeichen, uneinheitliche Text- oder Zahlenformate, abweichende Schreibweisen bei Datumsangaben, doppelte Werte sowie fehlerhafte Datentypen, beispielsweise als Text formatierte Zahlen.

Das System arbeitet dabei nicht vollautomatisch, sondern erläutert gefundene Unstimmigkeiten vorab. Anwender erhalten konkrete Vorschläge zur Korrektur – etwa wenn Ländernamen innerhalb einer Spalte gemischt als „USA“, „US“ oder „United States“ eingetragen sind – und können Änderungen einzeln auswählen und bestätigen, bevor diese in das Blatt übernommen werden.

Die Einführung erfolgt seit Oktober 2026 schrittweise für Nutzer von Copilot in Excel unter Windows, macOS und in der Web-Oberfläche. Als Voraussetzung nennt Microsoft Abonnements wie Microsoft 365 Single oder Family mit entsprechendem KI-Guthaben, Microsoft 365 Premium sowie Business- und Enterprise-Pläne mit Zugriff auf Copilot Chat. Die Nutzungsgrenzen hängen dabei von den jeweiligen Serverkapazitäten ab.

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Datenimport per natürlicher Sprache und Workflow-Automatisierung

Neben der Fehlerbereinigung baut Microsoft die Datenintegration weiter aus. Für Excel im Web startete im Oktober die allgemeine Verfügbarkeit der Get-data-Funktion. Anwender können dabei in natürlicher Sprache beschreiben, welche Daten benötigt werden, aus welcher Quelle sie stammen und wie diese transformiert werden sollen.

Copilot setzt die Anweisung anschließend über Power Query um und generiert ein editierbares Skript. Die Webumgebung unterstützt hierbei lokale Excel-Arbeitsmappen, Text- und CSV-Dateien, XML, JSON, SQL-Server-Datenbanken sowie SharePoint-Online-Listen.

Zusätzlich erhalten Web-Nutzer Zugriff auf den Skill Builder, mit dem sich auf Basis früherer Arbeitsschritte wiederverwendbare Funktionen erstellen lassen, sowie auf den Skill Recorder, der Arbeitsabläufe direkt als Skill aufzeichnet.

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Beide Werkzeuge stehen unter Windows und Mac vorerst nur Teilnehmenden des Insider-Programms zur Verfügung. Exklusiv für Windows-Insider führt Microsoft zudem ein interaktives Canvas ein, das Daten in dynamische Berichte transformiert, während das Benennen von Tabellen direkt bei der Erstellung allen Nutzern bereitgestellt wird.

Klassische Werkzeuge zur Datenbereinigung bleiben relevant

Die Neuerungen ergänzen bestehende manuelle und formelbasierte Methoden der Datenaufbereitung. Für die Deduplizierung greifen Anwender traditionell auf die integrierte Funktion zur Duplikatentfernung im Daten-Menü zurück, die Zeilen anhand ausgewählter Spaltenkombinationen abgleicht.

Da dieser Vorgang die Ausgangsdaten unmittelbar überschreibt und sich nach dem Speichern nicht rückgängig machen lässt, raten IT-Experten vorab zu Backups oder zur Sichtprüfung über bedingte Formatierungen.

Alternativ bieten dynamische Formeln wie UNIQUE oder die ZÄHLENWENN-Funktion nicht-destruktive Wege, um doppelte Datensätze zu isolieren oder zwei Tabellenblätter miteinander zu vergleichen.

Für umfangreichere Datensätze erweist sich Power Query als performante Option: Während klassische Funktionen bei sehr großen Datenmengen an Leistungsgrenzen stoßen können, bewältigt das Abfragewerkzeug hunderttausende Zeilen stabil. Für unsichtbare Steuerzeichen oder Zeilenumbrüche, die Berechnungen stören können, stehen zudem Bereinigungsfunktionen wie CLEAN und Text-in-Spalten-Routinen bereit.

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