Excel-Beta, Microsoft

Excel-Beta: Microsoft erlaubt Listen und verschachtelte Arrays in einer Zelle

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 17:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Insider können mehrere Werte pro Zelle testen; fehlende Integrationen, offene Speicherfragen und ein Zeichenlimit schränken die Beta ein.

Microsoft testet Excel-Listen in einzelnen Zellen – mit Beta-Limits
Ein minimalistischer, moderner Arbeitsbereich mit geometrischen Linien und natürlichem Licht, der Struktur und Ordnung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft erprobt eine grundlegende Neuerung für Excel: In einer aktuellen Beta-Version können Nutzer künftig Listen, Arrays und sogar verschachtelte Arrays in einer einzelnen Zelle ablegen. Laut einem Bericht von techspot.com vom 28. September 2026 steht die Vorschau Microsoft-365-Insidern im Beta-Kanal für Windows und Mac zur Verfügung.

So funktioniert die neue Listenfunktion

Nutzer erstellen die neuen Listen über den Menüpunkt Einfügen > Liste oder per Tastenkombination Strg+J. Einzelne Einträge lassen sich dabei durch Kommas oder Semikolons trennen. Begleitend führt Microsoft laut techspot.com neue Funktionen ein, die speziell für den Umgang mit den neuen Zelltypen gedacht sind: FLATTEN, HAS, HASANY und HASALL sollen das Arbeiten mit mehreren Werten pro Zelle erleichtern.

Wichtig für interessierte Tester: Die Funktion ist an bestimmte Build-Stände gebunden. Unter Windows wird Version 2610 mit Build 20520.20000 oder neuer benötigt, auf dem Mac Version 16.114 mit Build 26092111 oder neuer.

Ein Bericht von cashwalklabs.io vom 26. September 2026 ergänzt, dass die einzelnen Werte innerhalb einer Liste weiterhin separat gefiltert und berechnet werden können – die neue Struktur soll die bisherige Zellenlogik also nicht ersetzen, sondern erweitern.

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Grenzen der Beta-Funktion

Noch ist die Funktion nicht in allen Bereichen von Excel nutzbar. Laut techspot.com unterstützen PivotTables, Power Query, Diagramme, die Datenüberprüfung sowie das gezielte Suchen und Ersetzen einzelner Listeneinträge die neuen Zelltypen bislang nicht. Auch ein Bericht von techradar.com vom 28. September 2026 bestätigt, dass bedingte Formatierung, Diagramme und Suchen/Ersetzen die neuen Funktionen noch nicht vollständig abbilden.

Hinzu kommt eine technische Hürde: Verschachtelte Arrays benötigen in den meisten Fällen die Kompatibilitätsversion 3, die laut techspot.com die Ergebnisse bereits bestehender Formeln verändern kann. Wer also ältere Arbeitsmappen mit komplexen Formelstrukturen pflegt, sollte die Umstellung nicht unbedacht vornehmen.

Auch die Speicherung ist noch nicht vollständig geklärt. Microsoft hat bislang nicht erläutert, wie die neuen Listenstrukturen im .xlsx-Format gesichert werden. Entsprechend rät der Konzern davon ab, die Funktion bereits in wichtigen Arbeitsmappen einzusetzen, solange sie nicht allgemein verfügbar ist.

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Praktische Belastungsgrenzen im Test

Ein Bericht von office-watch.com vom 27. September 2026 zeigt zudem eine konkrete Einschränkung auf: Bei Tests erreichte die längste eingegebene Liste das bekannte Excel-Zellenlimit von 32.767 Zeichen. Text, der über dieses Limit hinausging, wurde im Test stillschweigend abgeschnitten, ohne dass eine Wort-Warnung erschien. Nutzer, die umfangreiche Datensätze in einzelnen Zellen unterbringen wollen, sollten dieses Limit im Blick behalten.

Für Microsoft-365-Insider im Beta-Kanal ist die Funktion damit zwar bereits ausprobierbar, doch die zahlreichen noch fehlenden Integrationen mit anderen Excel-Werkzeugen sowie die ungeklärte Speicherfrage deuten darauf hin, dass bis zu einer allgemeinen Verfügbarkeit noch einige Entwicklungsschritte anstehen dürften.

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