Excel-Automatisierung, Microsoft

Excel-Automatisierung: Microsoft startet Skills for Copilot ab sofort

29.06.2026 - 09:08:07 | boerse-global.de

Microsofts Copilot erhält Skills-Funktion für Excel. Wiederkehrende Aufgaben wie Datenbereinigung lassen sich nun per Sprachbefehl automatisieren.

Microsoft Excel: Neue KI-Funktion automatisiert Finanzprozesse
Excel-Automatisierung - Futuristische Hand interagiert mit holografischer Excel-Oberfläche, zeigt Finanzdaten und KI-Automatisierungssymbole. 29.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Softwarekonzern stattet seine Tabellenkalkulation mit neuen Automatisierungsfunktionen aus, die Finanzprozesse grundlegend verändern sollen.

Seit dem 25. Juni 2026 rollt Microsoft die Funktion "Skills for Copilot" für Excel aus. Die neuen KI-Fähigkeiten erlauben es Nutzern, wiederkehrende Aufgaben wie Datenbereinigung oder Berichtserstellung per Sprachbefehl zu automatisieren. Statt monatlich dieselben Eingaben manuell zu tätigen, lassen sich nun feste Abläufe definieren, die der KI-Assistent selbstständig ausführt.

Automatisierung statt Routinearbeit

Die Neuerung zielt vor allem auf Finanzexperten ab, die täglich mit komplexen Tabellen arbeiten. „Skills for Copilot" ermöglicht es, ganze Workflows in natürlicher Sprache zu beschreiben – der Rest erledigt die KI. Branchenbeobachter sehen darin einen weiteren Schritt in Richtung vollautomatisierter Buchhaltungs- und Controlling-Prozesse.

Parallel zu Microsofts Vorstoß arbeitet auch OpenAI an erweiterten Office-Steuerungsmöglichkeiten für sein Codex-Modell. Spezielle Add-ins sollen präzisere Befehle in PowerPoint und Excel ermöglichen. Die Funktionen befinden sich derzeit in der Testphase.

Konkurrenz zieht nach

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Microsoft ist nicht allein auf diesem Feld. Das Fintech-Unternehmen Nomentia plant für den 1. Juli 2026 ein Update, das automatisierte Devisen- und Zinsswap-Bewertungen ermöglicht. Auch Sage hat KI-Tools für die Buchhaltung vorgestellt, die Rechnungsverarbeitung und Ausreißererkennung in Millionen von Transaktionen automatisieren.

Hintergrund: KI als Treiber für Stellenabbau

Die neuen Excel-Funktionen sind Teil einer umfassenderen KI-Strategie bei Microsoft. Bereits am 23. April 2026 hatte der Konzern den Abbau von rund 8.750 Stellen angekündigt – größtenteils über ein freiwilliges Abfindungsprogramm. Zeitgleich strich auch Meta etwa 8.000 Positionen. Beide Unternehmen begründeten die Maßnahmen mit Produktivitätssteigerungen durch Künstliche Intelligenz. Die spezialisierten KI-Entwicklungsteams blieben von den Kürzungen ausdrücklich verschont.

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Wie groß das Potenzial solcher Werkzeuge ist, zeigen aktuelle Einzelhandelsdaten: In der vergangenen Weihnachtssaison beeinflussten KI-gesteuerte Agenten 20 Prozent aller weltweiten Online-Verkäufe – ein Volumen von umgerechnet rund 240 Milliarden Euro. Händler mit spezialisierten Shopping-Assistenten verzeichneten ein um 59 Prozent höheres Wachstum als ihre Wettbewerber.

Microsoft selbst investiert parallel in die Sicherheitsforschung: Gemeinsam mit OpenAI trat der Konzern dem britischen KI-Sicherheitsinstitut (AISI) bei und steuerte umgerechnet rund 6,5 Millionen Euro zum sogenannten Alignment Project bei. Die Initiative betreut über 60 Projekte, die sicherstellen sollen, dass KI-Systeme mit menschlichen Sicherheitsstandards vereinbar bleiben.

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