EWatch: Open-Source-Smartwatch setzt auf ESP32-S3 und volle Anpassbarkeit
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 21:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Entwickler Ewan Wills hat seine Open-Source-Smartwatch EWatch vorgestellt, die auf einem ESP32-S3-Chip basiert und Wi-Fi sowie Bluetooth Low Energy unterstützt. Laut einem Bericht von hackster.io wird das Projekt seit über fünf Jahren entwickelt und richtet sich an Bastler und Entwickler, die eine vollständig anpassbare Alternative zu kommerziellen Wearables suchen.
Technische Ausstattung
Die EWatch verfügt über ein 1,69-Zoll-Farb-Touchscreen-Display, einen 350-mAh-Akku, einen Vibrationsmotor sowie eine inertiale Messeinheit (IMU). Für Erweiterungen stehen I2C- und UART-Schnittstellen bereit, geladen und verbunden wird die Uhr über USB-C. Die Platine misst nach Angaben von hackster.io lediglich 34 mal 28 Millimeter, ist zweilagig aufgebaut und mit einer ENIG-Oberflächenveredelung versehen. Für den Tragekomfort setzt Wills auf ein 20-Millimeter-Wechselarmband, das einen unkomplizierten Austausch ermöglicht.
Softwareseitig bietet das Projekt bereits eine breite Basis: Treiber existieren unter anderem für Display, Touch-Eingabe, IMU, Bluetooth Low Energy, Ladefunktionen und Schlafmodi.
Entwickler können wahlweise mit der Arduino IDE, PlatformIO oder ESP-IDF arbeiten, unterstützt werden zudem die Programmiersprachen C, C++, MicroPython und Rust. Diese Offenheit soll es ermöglichen, dass Nutzer eigene Anwendungen und Watchfaces entwickeln, ohne an ein geschlossenes Ökosystem gebunden zu sein.
Preismodelle und Verfügbarkeit
Wer die EWatch selbst zusammenbauen möchte, kann laut hackster.io zwischen drei Optionen wählen: Die Platine samt Display kostet 78 US-Dollar, ein vollständiges Bausatz-Kit 131 US-Dollar. Wer keine eigene Lötarbeit leisten möchte, kann die montierte und vorinstallierte Uhr für 171 US-Dollar erwerben.
Diese Uhr lässt sich vollständig selbst programmieren: ESP32-S3, 1,69-Zoll-Touchscreen, I2C und UART, offene Treiber für Display, Touch, IMU und BLE. Wer statt zuzukaufen lieber selbst baut, findet hier die passenden Schritte. Kostenlosen Bau-Guide für ESP32-S3-Wearables anfordern
Ein Bericht von linuxgizmos.com nennt für den britischen Markt abweichende Preise in Pfund: 59 Pfund für Platine mit Display, 99 Pfund für das Kit sowie 129 Pfund für die fertig montierte Version.
Geplante Cloud-Anbindung
Nach Angaben von linuxgizmos.com plant Wills zusätzlich ein browserbasiertes Cloud-Tool namens EE=Watch, das einen KI-Assistenten enthalten und das Teilen von Apps sowie Watchfaces zwischen Nutzern ermöglichen soll. Details zum Funktionsumfang oder einem Veröffentlichungstermin nannte der Bericht nicht.
Offene Baustellen
Sowohl hackster.io als auch linuxgizmos.com verweisen auf noch bestehende Schwachstellen, die in Beta-Tests zutage getreten seien. Dazu zählen Probleme mit dem Displayanschluss, Toleranzen beim Gehäuse sowie Lücken in der Dokumentation des Projekts.
Bevor Sie ein Board bestellen: In Beta-Tests zeigten sich noch Probleme mit dem Displayanschluss, Toleranzen beim Gehäuse und Lücken in der Dokumentation. Wer das vorher weiß, plant den Aufbau realistisch und spart Fehlkäufe. Checkliste vor dem Platinekauf jetzt sichern
Solche Kinderkrankheiten sind bei Open-Source-Hardware-Projekten dieser Größenordnung nicht unüblich und dürften sich mit wachsender Nutzerbasis und weiterem Feedback aus der Community sukzessive schließen lassen.
Für Interessenten, die Wert auf Anpassbarkeit und Quelloffenheit legen, positioniert sich die EWatch damit als Nischenangebot innerhalb des wachsenden Marktes programmierbarer ESP32-S3-Wearables, zu dem in den vergangenen Wochen auch mehrere andere Projekte und Produkte vorgestellt wurden.
