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Europäische Woche des Sports: Tausende Fitnessstudios öffnen kostenlos

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 14:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die EU-Umfrage zeigt mehr regelmäßige Bewegung und weniger Sportverzicht. Zugleich öffnen Tausende Anlagen in Deutschland und Österreich kostenlos für Gäste.

Europäische Sportwoche 2026: Gratis-Training und neue EU-Daten
Ein leerer Laufweg in einem herbstlichen Park bei natürlichem Morgenlicht. Illustration mit AI erstellt.

Die Europäische Woche des Sports findet seit ihrer Einführung durch die EU-Kommission im Jahr 2015 jährlich in der letzten Septemberwoche statt. Für den Zeitraum vom 23. bis 30. September 2026 wurde die Kampagne unter dem Motto „#BeActive Your Way“ angesetzt, um in 42 teilnehmenden Ländern das Bewusstsein für einen aktiven Lebensstil zu stärken. Die diesjährige Eröffnung der Kampagne wurde für den 23. September in Dublin terminiert.

Institutionelle Koordination und nationale Förderstrukturen in Deutschland

In Deutschland obliegt die Koordination der Kampagne im Jahr 2026 zum zehnten Mal dem Deutschen Turner-Bund (DTB). Die Umsetzung wird in diesem Jahr zusätzlich durch das Bundeskanzleramt gefördert. Ziel des Verbandes ist es, durch niederschwellige Angebote in Sporthallen, Parks, Schulen und Unternehmen sowie im öffentlichen Raum eine breite Zielgruppe für Sport zu begeistern.

Dr. Michaela Werkmann, Vorständin des DTB, erklärte hierzu, dass die Initiative darauf abzielt, aus einer einwöchigen Aktion eine langfristige Bewegungsroutine bei den Teilnehmern zu etablieren. Zur Unterstützung der bundesweiten Aktivitäten bietet eine digitale Karte Übersicht über lokale Veranstaltungen, ergänzt durch Formate wie eine Team-Challenge und digitale Bewegungsangebote.

Brancheninitiativen im Fitnesssektor: Das Projekt „United let’s move.“

Parallel zu den Verbandsaktivitäten startete der Deutsche Sportstudio-Verband (DSSV) die Initiative „United let’s move.“. Den Auftakt bildete ein parlamentarisches Workout am 23. September 2026 am Spreeufer des Berliner Reichstags.

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Aydan Özoguz, der Vorsitzenden des Ausschusses für Sport und Ehrenamt im Deutschen Bundestag. Ein Grußwort wurde durch den Staatsminister für Sport und Ehrenamt, Ronald Rauhe, übermittelt.

Im Rahmen dieser Initiative öffnen mehrere Tausend Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland und Österreich für acht Tage ihre Türen kostenlos für Nicht-Mitglieder. Unter der Schirmherrschaft von Fitness First beteiligen sich unter anderem Ketten wie McFit, XTRAFIT, Basic-Fit und Kieser Training.

Die Bedeutung dieser Aktion unterstreichen Branchendaten aus dem Vorjahr: Im Jahr 2025 nutzten rund 120.000 Nicht-Mitglieder das Angebot, was zu etwa 2,7 Millionen Trainingsbesuchen führte.

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Vom 23. bis 30. September öffnen mehrere Tausend Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland und Österreich acht Tage lang kostenlos ihre Türen für Nicht-Mitglieder — 2025 nutzten das rund 120.000 Menschen für etwa 2,7 Millionen Trainingsbesuche. Wer den Wiedereinstieg sucht, bekommt hier einen 8-Tage-Plan, der aus einer Aktionswoche eine echte Routine macht. Kostenlosen 8-Tage-Einstiegsplan anfordern

Aktuelle Daten zur sportlichen Aktivität in der Europäischen Union

Begleitend zur Aktionswoche veröffentlichte die EU-Kommission die Ergebnisse der sechsten Eurobarometer-Sonderumfrage zum Thema Sport. Der Vergleich mit Daten aus dem Jahr 2022 zeigt eine positive Tendenz: Demnach treiben 38 % der Befragten mehrmals pro Woche Sport, was einer Steigerung um 6 Prozentpunkte entspricht. Rund 9 % der Europäer sind fast täglich aktiv. Der Anteil derer, die nie Sport treiben, sank von 45 % im Jahr 2022 auf nun 39 %.

Als Hauptmotive für körperliche Aktivität nannten die Befragten die körperliche Gesundheit (44 %) sowie Entspannung (39 %). Parks und öffentliche Freiflächen bleiben mit 47 % die am häufigsten genutzten Orte für Sport, gefolgt von Fitnesseinrichtungen mit 39 %.

Den größten Zuwachs verzeichnete das aktive Pendeln, dessen Anteil von 24 % im Jahr 2022 auf 37 % stieg. Die Umfrage verdeutlicht zudem sozioökonomische Unterschiede: Jüngere und finanziell bessergestellte Personen sind tendenziell aktiver als ältere Menschen oder Rentner.

Regionale Umsetzung und internationale Perspektiven

Auf regionaler Ebene zeigt das Beispiel Frankfurt/Rhein-Main eine hohe Dichte an Aktivitäten. Der Sportkreis Frankfurt e.V., der 416 Vereine mit über 356.000 Mitgliedern vertritt, koordiniert in der Region rund 350 Angebote. Ein zentraler Programmpunkt ist das FamilienSportFest am 27. September 2026 in der Frankfurter Niddahalle, bei dem rund 20 verschiedene Sportarten von Rugby bis Judo präsentiert werden.

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Viele wollen wieder in Bewegung kommen, scheitern aber an den monatlichen Studio-Beiträgen — dabei zeigt die EU-Umfrage 2026: Parks und öffentliche Freiflächen sind mit 47 % der beliebteste Sportort, noch vor Fitnesseinrichtungen. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie kostenlose Angebote in Ihrer Region finden und Bewegung ohne Vertragsbindung in Ihren Alltag einbauen. Leitfaden für Bewegung ohne Mitgliedschaft sichern

International verzeichneten Länder wie Ungarn neue Rekorde bei der Beteiligung. Über 600 Gemeinden stellten mehr als 1860 kostenlose Programme zur Verfügung. In Kroatien wurden über 100 Veranstaltungen unter der Leitung des Ministeriums für Tourismus und Sport organisiert, darunter eine „BeActive Night“ in Zadar.

Auch in Polen lag der Fokus auf Diversität: In Warschau wurden etwa 135 Aktivitäten an 23 Standorten gemeldet, die von Inklusionsangeboten für Jugendliche bis hin zu nächtlichen Schwimmveranstaltungen reichten.

Mehr zum Thema bei FAZ: „Europäische Woche des Sports in Frankfurt: Sportfest in der Stadt“

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