EUDI-Wallet ab Januar 2027: EU startet digitale Brieftasche
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 17:54 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der US-Konzern führt neue Sicherheitsfunktionen und eine überarbeitete Benutzeroberfläche ein. Im Fokus stehen bessere Verifizierungsprozesse für mobile Zahlungen und eine engere Integration digitaler Belege.
Neue Sicherheitsfunktionen für Google Pay
Das Redesign zielt auf die Anforderungen der starken Kundenauthentifizierung (SCA) ab. Kernstück ist die geräteübergreifende Zahlungsverifizierung (Cross-Device Payment Verification). Sie stellt sicher, dass Transaktionen über Google Pay nahtlos zwischen verschiedenen Endgeräten autorisiert werden.
Google integriert zudem eine neue API für digitale Quittungen. Händler können damit detaillierte Kaufbelege direkt in der Wallet-App hinterlegen. Weitere Neuerungen: Live-Updates für Reisebuchungen und Veranstaltungen sowie ein vereinfachtes Verfahren zur Registrierung für Treueprogramme. Die Benutzeroberfläche erhielt ein neues Navigationselement für schnelleren Zugriff auf Karten und Dokumente.
Akzeptanz im Handel wächst
Die Infrastruktur für mobiles Bezahlen wird hardwareseitig ausgebaut. Anbieter wie Worldline bringen in Deutschland und der Schweiz vermehrt Android-basierte Zahlterminal-Modelle auf den Markt. Sie unterstützen EMV-Chip-Technologie und NFC-Schnittstellen für kontaktloses Bezahlen. Die Geräte kommen im Detailhandel, der Gastronomie und bei Großveranstaltungen zum Einsatz.
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Auch im E-Commerce bleibt Google Pay ein Standard. Reiseportale wie Trip.com akzeptieren die Zahlungsmethode für Buchungen in Deutschland. Dienstleister wie doctorSIM nutzen das System für weltweite Telekommunikationsaufladungen in Echtzeit.
Wettbewerb durch europäische Bezahllösungen
Trotz der Dominanz internationaler Anbieter formiert sich in Europa Konkurrenz. Das System Wero, getragen von über 15 Banken, verzeichnete im ersten Jahr ein Transaktionsvolumen von rund 7,5 Milliarden Euro bei 43 Millionen Nutzern. Seit Herbst 2025 ist Wero im E-Commerce aktiv. Für 2026 plant das System die Unterstützung von Abonnement-Zahlungen.
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Parallel treibt die Europäische Zentralbank den digitalen Euro voran. Nach der Zustimmung des EU-Parlaments am 9. Juli beginnen nun die Trilogverhandlungen. Sie sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Eine Pilotphase ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen, die breite Einführung für 2029. Der digitale Euro soll online und offline funktionieren und die europäische Souveränität im Zahlungsverkehr stärken.
Ab Januar 2027 kommt mit der EUDI-Wallet eine EU-weite digitale Brieftasche. Sie bildet neben Bankkonten auch Personalausweise und Führerscheine ab. Irland hat bereits öffentliche Testphasen für nationale digitale Wallets gestartet. Deutsche Institute bereiten sich auf den Wandel vor: Die Sparkassen-Finanzgruppe integriert die Zahlungsfreigabe bis Ende 2026 vollständig in ihre Push-TAN-Systeme.
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