EU-Schulprogramm: 485.000 Kinder erhalten Obst, Gemüse und Milch
22.06.2026 - 19:34:01 | boerse-global.de
300 Einrichtungen mit rund 485.000 Kindern mit Obst, Gemüse und Milch. Seit dem Schuljahr 2017/18 läuft die Initiative bundesweit.
Aktionstage mit Ministerin
Am heutigen Montag markierten landesweite Aktionstage einen Höhepunkt der Öffentlichkeitsarbeit. In Wolfach besuchte Ministerin Marion Gentges die Herlinsbachschule, um die praktische Umsetzung zu begutachten. Im Fokus standen regionale Erzeugnisse wie Erdbeeren – ein direkter Bezug zur heimischen Landwirtschaft.
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Das Programm integriert frische Lebensmittel nicht nur in die Verteilung, sondern auch in den pädagogischen Alltag. Spielerisches Lernen über Landwirtschaft und die Herkunft von Lebensmitteln steht im Vordergrund.
Mobile Küche und Biohof-Projekte
Schulen setzen zunehmend auf Praxisnähe. In Bremen nutzt die Grundschule Delmestraße als erste Einrichtung einen mobilen Küchenwagen – finanziert durch die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft. Das Angebot bringt Ernährungsbildung direkt in den Schulalltag.
In Brandenburg startet morgen an der Gesamtschule Campus Werder ein dreitägiges Biohofprojekt für Siebtklässler. Die Jugendlichen ernten Obst und Gemüse, versorgen Tiere und kochen gemeinsam. Ziel: ökologische Zusammenhänge und nachhaltige Produktion verstehen.
Kommunen am Limit
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Trotz des Ausbaus von Förderprogrammen stehen viele Kommunen unter massivem Finanzdruck. Unter dem Motto „Kommunen am Limit“ machten Städte und Gemeinden heute auf ihre prekäre Haushaltslage aufmerksam. Das kommunale Defizit für 2026 wird bundesweit auf rund 29,7 Milliarden Euro geschätzt.
In Bayern stiegen die Sozialausgaben von 5,7 Milliarden Euro (2014) auf prognostizierte 11,15 Milliarden Euro (2025). In Baden-Württemberg können 84,7 Prozent der Gemeinden keinen ausgeglichenen Haushalt mehr vorlegen. In über 90 Prozent der Fälle führt das zur Verschiebung von Investitionen.
Städtetag-Präsident Burkhard Jung warnte: „Kommunen müssen teils Kredite für laufende Kosten aufnehmen.“ Die Finanznot beeinflusst indirekt auch Bildungs- und Verpflegungsangebote. Die hohen Teilnahmezahlen am EU-Schulprogramm zeigen jedoch: Ernährungsbildung bleibt eine Priorität.
