Essora Linux: Schlanke Devuan-Alternative läuft bereits mit 3 GB RAM
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 01:35 Uhr | Redaktion boerse-global.deFür Nutzer, die ein Linux-Betriebssystem ohne das weit verbreitete Init-System systemd bevorzugen, steht mit Essora Linux eine schlanke Alternative zur Verfügung. Das Betriebssystem setzt auf der Distribution Devuan Excalibur auf und wurde in einem Praxistest auf einem Computer mit lediglich 3 GB Arbeitsspeicher erprobt, wie das Fachportal zdnet.com am 06.11.2026 berichtete.
Die Distribution zielt darauf ab, auch auf älteren oder leistungsschwächeren Rechnern eine flüssige Bedienung bei gleichzeitig geringer Hardwarebelastung zu ermöglichen.
Vielfältige Desktop-Umgebungen und eigene Oberfläche SonicDE
Ein zentraler Bestandteil von Essora Linux ist die breite Auswahl an vorinstallierten Arbeitsumgebungen. Anwender können zwischen mehreren Desktop-Umgebungen wählen, darunter die etablierten und leichtgewichtigen Systeme Fluxbox, LXDE und Openbox sowie die funktionsreiche Umgebung KDE Plasma.
Darüber hinaus bietet die Distribution mit SonicDE eine spezialisierte Desktop-Variante. Diese Eigenentwicklung basiert auf KDE Plasma 6, setzt technisch jedoch auf andere Schwerpunkte als das Original.
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SonicDE behält die Unterstützung für das bewährte Anzeigesystem X11 bei und ist so konstruiert, dass es vollständig unabhängig vom genutzten Init-System arbeitet. Damit richtet sich die Oberfläche an Anwender, die moderne Funktionen eines aktuellen Desktops nutzen möchten, ohne zwingend auf neuere Display-Server-Technologien oder das Init-System systemd angewiesen zu sein.
Namensgebung und Ausstattung für den Alltagseinsatz
Der Name Essora ist dem Bericht zufolge eine Zusammensetzung aus dem englischen Wort für Wesen oder Kern, Essence, sowie dem lateinischen Begriff Ora. Dieses Konzept der Konzentration auf das Wesentliche spiegelt sich in den Leistungsversprechen des Projekts wider: Essora Linux verspricht flexibel anpassbare Arbeitsumgebungen, kurze Startzeiten und einen dauerhaft niedrigen Ressourcenverbrauch im laufenden Betrieb.
Zur Ausstattung gehören unter anderem gebrauchsfertig vorkonfigurierte Oberflächen für Openbox und den Fenstermanager JWM. Um direkt nach der Installation einsetzbar zu sein, liefert das Betriebssystem eine Auswahl an Standardwerkzeugen mit.
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Dazu zählen grundlegende Dienstprogramme wie ein Dateimanager, ein Terminal, ein Bildbetrachter und ein Musikplayer. Für den weltweiten Einsatz ist das Betriebssystem bereits ab Werk für mehr als zwölf Sprachen vorbereitet.
Mit seiner Devuan-Basis bedient das Projekt den Bedarf von Anwendern, die gezielt nach Linux-Umgebungen außerhalb des systemd-Standards suchen. Der erfolgreiche Einsatz auf Test-Hardware mit nur 3 GB RAM zeigt, dass das Betriebssystem speziell dafür ausgelegt ist, bestehende Computerressourcen effizient zu nutzen.
Mehr zum Thema bei ZDNET: „?Essora Linux?????--???3GB?RAM?PC???????“
