Ernährung, Griechenland

Ernährung in Griechenland: Olivenölkäufe sinken binnen zehn Jahren um 40,2 Prozent

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 04:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine ?????-Auswertung zeigt veränderte Lebensmittelkäufe, weniger Kalorien und wachsende Ausgaben für Ernährung in Griechenland.

Griechenlands Einkaufskorb im Wandel: Weniger Olivenöl, mehr Fertiggerichte
Eine Nahaufnahme von Grundnahrungsmitteln wie Eiern und Hülsenfrüchten auf einem rustikalen Holztisch bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Eine Untersuchung des Forschungsinstituts ????? auf Basis von Daten der nationalen Statistikbehörde ?????? verdeutlicht tiefgreifende strukturelle Verschiebungen im Ernährungsverhalten griechischer Verbraucher.

Wie aus einem Bericht vom 13. Oktober 2026 hervorgeht, haben sich die Einkaufsgewohnheiten über die vergangenen Jahre und Jahrzehnte hinweg spürbar verändert. Hohe Kosten und veränderte Konsummuster führen dazu, dass traditionelle Grundnahrungsmittel sowie teurere Fleisch- und Fettquellen seltener im Einkaufskorb landen, während günstigere Alternativen und verarbeitete Produkte zulegen.

Deutlicher Rückgang bei Rindfleisch und Olivenöl

Besonders ausgeprägt zeigt sich der Wandel bei klassischen Bestandteilen der mediterranen Küche. Die Einkäufe von Rindfleisch gingen im Vergleich zum Jahr 2008 um 29,2 Prozent zurück. Lag der Pro-Kopf-Verbrauch 2008 noch bei 17,36 Kilogramm, sank dieser Wert bis 2025 auf 12,29 Kilogramm.

Bei anderen tierischen Erzeugnissen setzt sich dieser Trend fort: Der Erwerb von Fleischprodukten ging um 35,4 Prozent zurück, während die Käufe von Fisch um 14,6 Prozent und von Meeresfrüchten um 37,2 Prozent nachließen.

Ebenfalls stark betroffen ist der Konsum von Olivenöl. Zwischen 2015 und 2025 brachen die Pro-Kopf-Käufe um 40,2 Prozent ein und fielen von 14,95 auf 8,94 Liter je Person. Im Vergleich zum Basisjahr 2008 entspricht dies einem Minus von 34,8 Prozent.

Verbraucher reagieren auf veränderte Preisstrukturen mit einer Verlagerung hin zu preiswerteren Proteinquellen. So stieg der Einkauf von Geflügel um 31,9 Prozent von 12,79 auf 16,87 Kilogramm je Person, während die erworbenen Mengen an Eiern ein Plus von 66,6 Prozent verzeichneten.

Wandel bei Milchprodukten und pflanzlichen Grundnahrungsmitteln

Auch im Bereich der Molkereiprodukte und Grundnahrungsmittel dokumentiert die Auswertung der Statistikdaten deutliche Umschichtungen. Die Nachfrage nach frischer Vollmilch sank um 42,5 Prozent, H-Milch verzeichnete sogar ein Minus von 60 Prozent. Dagegen legten fettarme Milchsorten um 38 Prozent und Joghurt um 31 Prozent zu.

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Bei stärkehaltigen Lebensmitteln und pflanzlichen Proteinträgern zeigt sich ein gemischtes Bild. Während Brot und Backwaren einen Rückgang um 12,3 Prozent verbuchten, stiegen die Einkäufe von Teigwaren um 10,3 Prozent. Hülsenfrüchte legten um 23,5 Prozent zu.

Zunahme von Fertiggerichten und sinkende Kalorienmenge

Neben Verschiebungen zwischen einzelnen Produktgruppen offenbart die Erhebung eine deutliche Veränderung beim Zubereitungsaufwand. Fertiggerichte gewannen massiv an Bedeutung: Während der Pro-Kopf-Kauf 2015 lediglich bei 0,24 Kilogramm lag, stieg dieser Wert bis 2025 auf 3,34 Kilogramm je Person.

Zugleich sank das gesamte Kalorienäquivalent der erworbenen Lebensmittelprodukte; es lag zuletzt um 13,3 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2008. Dies deutet darauf hin, dass Haushalte ihre Einkaufsmenge insgesamt reduziert haben.

Steigender Druck auf das private Haushaltsbudget

Die veränderten Einkaufsmuster spiegeln die angespannte finanzielle Lage vieler Haushalte wider. Im Jahr 2025 machten Ausgaben für Lebensmittel rund 20,4 Prozent der gesamten privaten Konsumausgaben aus.

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Fertiggerichte statt frischer Zutaten: In Griechenland stieg der Pro-Kopf-Kauf von Convenience-Produkten zwischen 2015 und 2025 von 0,24 auf 3,34 Kilogramm — ein Warnsignal dafür, wie Preisstress die Küche verändert. Wer nicht in dieselbe Falle laufen will, braucht einen Plan, der frisch, günstig und alltagstauglich verbindet. Unser kostenloser Leitfaden liefert Ihnen die Schritt-für-Schritt-Einkaufsstrategie für genau diesen Spagat. Jetzt Einkaufsstrategie herunterladen

Von den gesamten Konsumgüterausgaben in Höhe von rund 25,7 Milliarden Euro entfielen etwa 18,1 Milliarden Euro auf Lebensmittel. Zudem konkurrieren Ernährungsausgaben mit anderen steigenden Fixkosten: Während die Ausgaben für Lebensmittel um 4,1 Prozent stiegen, legten die Ausgaben für Wohnungsmieten um 14,4 Prozent zu.

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