Ernährung, Krankenhausaufenthalte

Ernährung: 31% weniger Krankenhausaufenthalte durch Personalisierung

Veröffentlicht am: 11.07.2026 um 14:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine neue EPIC-Studie zeigt, wie hochverarbeitete Lebensmittel die Fettsignatur im Blut verändern und personalisierte Ernährung Krankenhausaufenthalte senkt.

Ernährungsstudie: So beeinflusst Essen unsere Gesundheit
Ein rustikaler Holztisch mit einer Fülle von frischem, saisonalem Sommergemüse und -obst in leuchtenden Farben. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine neue Studie zeigt, wie Ernährung unsere Gesundheit beeinflusst.

Erdbeersaison endet – diese Früchte sind jetzt reif

Der Hochsommer beschert uns volle Obst- und Gemüseregal. Die Erdbeersaison neigt sich dem Ende zu, dafür sind Beeren, Aprikosen, Tomaten, Paprika, Gurken, Brokkoli und Fenchel jetzt besonders frisch verfügbar.

Besonders Spreewälder Gurken laufen zur Hochform auf. Ihre Erntesaison läuft von Mitte Juni bis Oktober. Im Jahr 2025 wuchs die Anbaufläche auf 580 Hektar – ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Erntemenge lag bei 39.400 Tonnen. Streng kontrolliert wird das Ganze durch das EU-Siegel der geschützten geografischen Angabe (g.g.A.).

Nicht überall läuft es rund. In Bayern zeichnet sich eine unterdurchschnittliche Getreideernte ab. Während die Wintergerste stabil blieb, sorgten Hitzewellen während der Kornfüllung bei Weizen, Roggen und Triticale für Einbußen.

Studie enthüllt: Hochverarbeitete Lebensmittel hinterlassen Spuren im Blut

Eine aktuelle Auswertung der EPIC-Studie mit rund 15.200 Teilnehmern liefert neue Erkenntnisse. Wer viele industriell gefertigte Produkte isst, zeigt eine charakteristische „Fettsignatur“ im Blut.

Die Werte der Omega-3-Fettsäure DHA sind niedriger, dafür steigen Anteile industrieller Transfettsäuren und gesättigter Fettsäuren. Studienautorin Dr. Jessica Blanco-López fand Zusammenhänge mit 22 Stoffwechselprodukten und acht spezifischen Fettsäuren. Die Empfehlung: Schrittweise auf vollwertige Ernährung umstellen, um die biologischen Marker zu verbessern.

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Personalisierte Ernährung senkt Krankenhausaufenthalte

Pflanzliche Kost kann mehr als nur satt machen. Eine Untersuchung mit über 4.600 Erwachsenen zeigt: Personalisierte Ernährungsstrategien reduzieren die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) um 31 Prozent.

Experten raten zu mindestens 30 verschiedenen pflanzlichen Lebensmitteln pro Woche. Das unterstützt das Mikrobiom. Entscheidend ist das biologische Milieu im Darm – es bestimmt, wie Bakterien wirken. Bei der Erkrankung SIBO (Small Intestinal Bacterial Overgrowth) zeigten pflanzliche Wirkstoffe und Probiotika eine um 12 Prozent höhere Wirksamkeit als herkömmliche Antibiotika.

Deutsche trinken zu wenig – trotz Gesundheits-Trends

Trotz aller Gesundheitsbewusstheit: Viele Deutsche vernachlässigen das Trinken. Eine Umfrage der Plattform ZAVA ergab, dass rund 61,38 Prozent der Befragten ihren täglichen Flüssigkeitsbedarf nicht decken.

Besonders kritisch ist die Lage in Baden-Württemberg. Nur 29,1 Prozent der Befragten trinken ausreichend. Spitzenreiter sind Schleswig-Holstein und Hamburg mit immerhin 50 Prozent.

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Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnt zudem vor übermäßigem Konsum von „High-Protein“-Produkten. Bei ausgewogener Ernährung sind sie meist überflüssig – der Bedarf wird durch herkömmliche Lebensmittel gedeckt. Im Trend liegen Fleischalternativen auf Basis von Mykoprotein, Tofu oder Seitan. Stark verarbeitete Fleischimitate verlieren dagegen an Beliebtheit.

Vorsicht bei frischem Obst und Gemüse

Die US-Gesundheitsbehörde CDC meldete im Sommer 2026 über 700 Infektionen mit dem Parasiten Cyclospora. Auslöser: kontaminiertes Obst und Gemüse. Betroffen waren Kräuter wie Minze und Petersilie sowie Beerenfrüchte.

Die Botschaft der Experten: Frische Produkte gründlich waschen oder kochen. Das minimiert das Risiko einer Erkrankung erheblich.

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