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Epic Games Store startet auf dem iPhone in Japan

01.05.2026 - 14:54:42 | boerse-global.de

Der Epic Games Store ist in Japan auf iPhones live, doch komplexe Installation und neue Gebühren trüben den Start.

Epic Games Store startet auf dem iPhone in Japan - Foto: über boerse-global.de
Epic Games Store startet auf dem iPhone in Japan - Foto: über boerse-global.de

Der Epic Games Store ist heute offiziell auf iPhones in Japan gestartet – ein historischer Schritt für den umkämpften Mobilfunkmarkt. Mit dem Launch am 1. Mai 2026 kehrt der Hit Fortnite auf iOS-Geräte im Inselstaat zurück, begleitet von weiteren Epic-Titeln wie Fall Guys und Rocket League Sideswipe. Möglich gemacht hat dies das neue japanische Smartphone-Software-Wettbewerbsförderungsgesetz, das das jahrelange Duopol von Apple und Google aufbrechen soll.

Doch der Start verläuft nicht reibungslos. Zwischen Epic Games und Apple knirscht es weiterhin gewaltig. Zwar zwingt das Gesetz die Plattformbetreiber, Drittanbieter-Stores und alternative Bezahlsysteme zuzulassen. Die tatsächliche Umsetzung aber sorgt für Kritik: Der Installationsprozess ist kompliziert, neue Gebührenstrukturen belasten Entwickler. Branchenbeobachter sehen in Japan einen der ersten echten Härtetests für eine aggressive Digitalregulierung.

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Das neue Gesetz: Scharfes Schwert gegen Plattform-Macht

Der Epic Games Store ist die direkte Folge des Smartphone Software Competition Promotion Act. Das Gesetz trat am 12. Juni 2024 in Kraft und ist seit dem 18. Dezember 2025 vollständig durchsetzbar. Die japanische Wettbewerbsbehörde (JFTC) überwacht die Einhaltung. Am Stichtag reichten die betroffenen Unternehmen – darunter Apple, iTunes K.K. und Google LLC – ihre Pflichtberichte ein. Diese wurden im Februar 2026 veröffentlicht.

Die Sanktionen sind hart: Bei Verstößen drohen Strafzahlungen von zunächst 20 Prozent der relevanten Inlandsumsätze, bei Wiederholungstätern sogar 30 Prozent. Das Gesetz zielt gezielt auf Betriebssysteme, App-Stores, Browser und Suchmaschinen – Komponenten, mit denen die Konzerne laut Regulierern den Markt unfair kontrollieren.

Start mit angezogener Handbremse

Der Store ist live, doch sein Katalog beschränkt sich zunächst auf Epics eigene Spiele. Kein einziges japanisches Entwicklerstudio hatte sich zum Start für eine Listung entschieden. Das wirft Fragen auf. Epics Führung vermutet, dass viele japanische Firmen Vergeltungsmaßnahmen oder Benachteiligungen im offiziellen Apple App Store fürchten.

Epic lockt mit einer Provision von nur 12 Prozent – deutlich unter den üblichen Sätzen. Doch die Ersparnis schmilzt dahin. CEO Tim Sweeney wettert öffentlich gegen eine angebliche „wettbewerbszerstörende" Gebühr von 21 Prozent auf Drittanbieter-In-App-Zahlungen sowie eine 5-Prozent-Kerntechnologie-Kommission. Unterm Srich landen Entwickler laut Epic bei effektiv rund 17 Prozent – der Wettbewerbsvorteil verpufft.

Neun Klicks bis zum Store: Technische Hürden

Der Streit geht über Geld hinaus. Epic kritisiert einen neunschrittigen Installationsprozess für den Store auf japanischen iPhones. Die Prozedur umfasst mehrere Systemeinstellungen und Warnhinweise – aus Epics Sicht eine bewusste Abschreckung. Die Sicherheitsmeldungen, so der Vorwurf, suggerierten Verbrauchern, Drittanbieter-Stores seien grundsätzlich unsicher.

Das Muster ist bekannt: In der EU führte ähnlicher Druck zu einer Reduzierung von anfangs 15 auf sechs Schritte. Epic kündigte bereits eine formelle Beschwerde bei der JFTC an. Die Behörde erklärte, sie stehe im Dialog mit Apple, um den Geist des Gesetzes zu wahren.

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Das Muster ist bekannt: In der EU führte ähnlicher Druck zu einer Reduzierung von anfangs 15 auf sechs Schritte. Epic kündigte bereits eine formelle Beschwerde bei der JFTC an. Die Behörde erklärte, sie stehe im Dialog mit Apple, um den Geist des Gesetzes zu wahren.

Japans Milliarden-Markt im Visier

Der Japan-Start ist Teil einer globalen Epic-Strategie. Bereits im Mai 2025 ging der Store in der EU an den Start, in den USA folgte er nach Gerichtsurteilen. Japan ist der entscheidende Markt: Der mobile Spielemarkt war 2025 rund 8,3 Milliarden Dollar schwer. Fast 44,3 Prozent der japanischen Smartphone-Nutzer haben ein iPhone – für große Publisher geht es um enorme Summen.

Auch andere Akteure drängen in die Lücke. SoftBank unterstützt Berichten zufolge einen alternativen Marktplatz namens App Arena. Die Branche erwartet weitere Leitlinien der JFTC, die den Zugang für Drittanbieter-Stores erleichtern könnten.

Ausblick: Der Kampf um die offene Plattform

Der Erfolg des Epic Games Store in Japan hängt maßgeblich davon ab, ob die JFTC die technischen und finanziellen Hürden beseitigt. Das Gesetz hat die Tür geöffnet – doch die fehlende Beteiligung japanischer Entwickler am Starttag zeigt: Der „walled garden" wirkt psychologisch und wirtschaftlich weiter.

In den kommenden Monaten wird sich entscheiden, ob die Behörde die Zahl der Installationsschritte reduziert oder die neuen Gebühren für illegal erklärt. Der japanische Mobile-Gaming-Markt könnte bis 2034 auf fast 20 Milliarden Dollar wachsen. Ob dieser Zuwachs auf viele Anbieter verteilt wird oder bei den etablierten Plattformen konzentriert bleibt, hängt vom Ausgang dieser Regulierungsschlacht ab. Epic hat bereits angekündigt, als nächstes Brasilien ins Visier zu nehmen – der globale Feldzug für alternative mobile Stores geht weiter.

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