Entwicklungstraumata, NARM-Modell

Entwicklungstraumata: NARM-Modell hilft gegen Scham und Selbstablehnung

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 10:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue Fachbücher und Forschung zeigen Wege zu mehr psychischer Stabilität – von Angstbewältigung und Trauma bis zu Burnout und Narzissmus.

Psychische Widerstandskraft stärken: Bücher und Methoden im Überblick
Eine minimalistische Steintreppe führt in einem modernen Gebäude nach oben in helles, diffuses Tageslicht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ratgeber, Fachbücher und neue Forschungsergebnisse zeigen: Psychische Widerstandsfähigkeit lässt sich trainieren. Im Fokus stehen der Umgang mit Ängsten, traumatischen Erfahrungen und digitalem Dauerstress.

Mut als Schlüssel zur Angstbewältigung

Oshos Buch „Mut“ (Innenwelt Verlag, 224 Seiten, 20 Euro) zählt zu den gefragtesten Ratgebern zum Thema Angstbewältigung. Der spirituelle Lehrer vertritt darin eine klare These: Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern konstruktiv mit ihr umzugehen. Leser bewerten das Taschenbuch im Schnitt mit 4 von 5 Sternen, in der Schweiz kostet es 30 Franken.

Einen anderen Ansatz verfolgt Anne-Laure Le Cunff in „Tiny Experiments“ (Redline, 304 Seiten, 22 Euro). Die Autorin plädiert für kleine, kontrollierte Experimente statt starrer Zielvorgaben. Das reduziert den Druck vor Fehlentscheidungen und fördert die Anpassungsfähigkeit – ein Konzept, das in der Arbeitswelt zunehmend Anklang findet.

Wenn Bindungsangst die Entwicklung blockiert

Emotionale Distanz kann ebenfalls zum Hindernis werden. Miranda Frei widmet sich in ihrem Hörbuch „Warum meldet er sich nicht? Funkstille“ (AudioEmpire, 2 Stunden 42 Minuten) genau diesem Thema.

Deutlich tiefer geht die Fachliteratur: Das Buch „Chronische und therapieresistente Depression“ von Schramm, Brakemeier und Hautzinger (Hogrefe, 2. Auflage, 20,95 Euro) erklärt das CBASP-Modell zur Behandlung langwieriger depressiver Phasen.

Trauma über Generationen hinweg

Kinder, die unter Dauerstress aufwachsen, tragen oft jahrelang daran – Experten sprechen von „Eierschalen-Eltern“. Das kann das Selbstwertgefühl dauerhaft prägen. Laurence Heller und Stephan Konrad Niederwieser greifen das in „Wer wir wirklich sind jenseits von Scham und Selbstablehnung“ (Kösel-Verlag, Juni 2026, 304 Seiten) auf. Ihr NARM-Modell zielt darauf ab, Entwicklungstraumata und damit verbundene Schamgefühle aufzuarbeiten.

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Burnout: Warnsignale früh erkennen

Die WHO stuft Burnout im ICD-11 als rein arbeitsbezogenes Phänomen ein. Fachleute raten, bei ersten Anzeichen sofort die Belastung zu reduzieren. Eine einfache Methode: die eigene Anspannung dreimal täglich auf einer Skala von 0 bis 10 dokumentieren. So lässt sich der Verlauf der Erschöpfung in vier Phasen – vom Überengagement bis zum Zusammenbruch – rechtzeitig erkennen.

In sozialen Medien kursiert derweil der Trend „Cortisolmaxxing“: Nutzer mischen Kokoswasser, Orangensaft und Mineralstoffe, um ihren Stresshormonspiegel zu regulieren. Mediziner mahnen zur Vorsicht. Zwar schadet dauerhaft hohes Cortisol, lebensnotwendig ist das Hormon aber trotzdem.

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Narzissmus: Die vier E’s erkennen

Auch der Umgang mit schwierigen Persönlichkeiten beschäftigt Psychologen. Narzissmus lässt sich demnach über vier Merkmale definieren: Egozentrik, Empfindlichkeit, Empathiemangel und Entwertung.

Die Empfehlung von Fachleuten: konkretes Verhalten ansprechen statt die Person kritisieren, Vorfälle dokumentieren. Bei geringem Selbstwert im privaten Umfeld hilft die Validierung von Mikro-Erfolgen – auch wenn professionelle Hilfe letztlich ihre Grenzen hat.

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