Entscheidungs-Tracker, Google

Entscheidungs-Tracker in Google Meet: KI kategorisiert Besprechungen

06.06.2026 - 06:21:40 | boerse-global.de

Google, Zoom und Asana präsentieren KI-Features zur automatischen Dokumentation und Entscheidungsverfolgung in Meetings.

KI-Assistenten: Google, Zoom und Asana mit neuen Dokumentations-Tools
Entscheidungs-Tracker - A glowing neural network graphic overlays a modern conference room table with a laptop and digital tablet, symbolizing AI in meetings. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die großen Softwareanbieter setzen im KI-Wettbewerb auf eine neue Strategie: Statt bloßer Transkription sollen ihre Assistenten eigenständig Entscheidungen dokumentieren und daraus professionelle Dokumente erstellen. Google, Zoom und Asana haben diese Woche entsprechende Neuerungen vorgestellt.

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Google Meet: Entscheidungen im Blick

Google hat am 5. Juni 2026 seine Notizfunktion „Take notes for me" in Google Meet grundlegend überarbeitet. Nutzer können jetzt während eines Calls selbst bestimmen, welche Abschnitte dokumentiert werden – Zusammenfassungen, nächste Schritte oder Detailinformationen lassen sich einzeln zu- oder abschalten.

Das Herzstück der Neuerung ist ein Entscheidungs-Tracker. Er kategorisiert Besprechungsergebnisse mit präzisen Statuslabels wie „Einigung erzielt", „Weiterer Gesprächsbedarf", „Uneinigkeit" oder „Zurückgestellt". Die Entscheidungsverfolgung läuft zunächst nur auf Englisch. Die erweiterten Notizfunktionen stehen Abonnenten von Google Workspace Enterprise, Business, Frontline Plus sowie verschiedenen Bildungstarifen zur Verfügung.

Zoom: Von der Besprechung zur Präsentation

Zoom zog am 4. Juni mit der Einführung seiner AI Productivity Suite nach. Das Paket umfasst Zoom Canvas (ehemals Zoom Docs), Slides, Sheets und Paper. Die Suite nutzt den Kontext aus Meetings, um automatisch Präsentationen, Berichte und Tabellen zu generieren. Die Dateien sind mit Microsoft Office und Google Workspace kompatibel.

Einen Tag später folgte die Nordamerika-Einführung von ZoomMate, einem KI-Assistenten für 20 Euro pro Nutzer und Monat. ZoomMate durchsucht nicht nur Zoom-Daten, sondern auch Drittsysteme wie Salesforce, ServiceNow und Workday. Der Assistent orchestriert Workflows – etwa das Anlegen von Kalendereinträgen oder Jira-Aufgaben – basierend auf Gesprächsverläufen. Die Einführung in Europa und Asien ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

Asana und Atlassian: Agenten im Arbeitsalltag

Asana präsentierte am 4. Juni seine „Agentic Work Management"-Plattform mit dem persönlichen KI-Assistenten Dash. Die bereits im März 2026 veröffentlichten „AI Teammates" verfügen über eine Skills-Bibliothek und Schnittstellen zu Slack, HubSpot, Figma und Canva. Bis zum Sommer will Asana eine vollständige Suite branchenspezifischer Agenten für Fertigung und Einzelhandel ausliefern.

Atlassian meldet derweil starkes Wachstum für seinen Rovo-Agenten. Nach Angaben vom 5. Juni nutzen rund 75 Prozent der Fortune-500-Unternehmen die Automatisierungslösung. Rovo-Agenten in Jira sind jetzt allgemein verfügbar, unterstützt durch einen neuen „Max Mode" für Chat und die Plattform Rovo Studio.

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Spezialisierte KI für die Buchhaltung

Der Trend zur automatisierten Dokumentation erreicht auch Nischenbranchen. Die Buchhaltungsplattform Karbon brachte am 5. Juni „Kai" in den Early Access – einen KI-Kollegen, der E-Mails sortiert und Abschlussprüfungen automatisiert. Kai greift dabei auf Daten aus über 80 Integrationen zurück.

Parallel dazu erweiterte Google am 4. Juni sein Workspace-Ökosystem: „Ask Gemini" durchsucht jetzt sowohl Gmail als auch Google Drive. Eine neue KI-gesteuerte Dateiorganisation analysiert Dokumente und schlägt passende Ordner vor – ein Schritt hin zu intelligentem Dateimanagement, der an die Abläufe in deutschen Unternehmen mit ihren oft strengen Dokumentationsvorgaben anknüpft.

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