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Entra ID: Microsoft erzwingt Passkeys ab Februar 2027

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 21:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft ersetzt SMS-Login bei Entra ID bis Februar 2027 vollständig durch Passkeys. Das Update MC1450134 vereinfacht zudem die Anmeldung für Windows- und macOS-Nutzer.

Microsoft Entra ID: Pflicht zu Passkeys und Abschied von SMS-MFA bis 2027
Person an einem Laptop mit integriertem biometrischem Fingerabdruckscanner zur Authentifizierung in einer Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Technologiekonzern Microsoft hat eine tiefgreifende Umgestaltung des Anmeldevorgangs für seinen Identitätsdienst Entra ID angekündigt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Sicherheit für Millionen von Enterprise-Nutzern weltweit zu erhöhen, indem veraltete Authentifizierungsmethoden durch modernere Standards ersetzt werden. Im Zentrum der Strategie steht die verpflichtende Einführung von Passkeys und die gleichzeitige Abkehr von der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) via SMS oder Sprachanruf.

Strenger Zeitplan für den Verzicht auf SMS-Authentifizierung

Die angekündigten Änderungen folgen einem fest definierten Zeitplan, der Unternehmen eine begrenzte Übergangsfrist einräumt. Ab dem 1. September 2026 wird Microsoft offiziell mit der Übergangsphase beginnen. Das erklärte Ziel ist die vollständige Ausmusterung der SMS- und Sprach-Authentifizierung innerhalb von Entra ID bis zum 1. Februar 2027. Ab diesem Datum wird die Nutzung von Passkeys für den Zugriff auf Unternehmensressourcen verpflichtend.

Für Organisationen, die auf spezifische Lösungen von Drittanbieter-Telekommunikationsanbietern angewiesen sind, sollen entsprechende Optionen nach dem 30. Oktober 2026 zur Verfügung stehen. Die Dringlichkeit des Umstiegs wird durch die enorme Reichweite der Plattform unterstrichen: Aktuell nutzen über 720.000 Unternehmen weltweit Entra ID für ihr Identitätsmanagement. Parallel dazu gewinnt die Passkey-Technologie insgesamt an Bedeutung. Nach Angaben der FIDO Alliance befinden sich bereits weltweit rund 5 Milliarden Passkeys im Einsatz.

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Vereinfachungen durch das Update MC1450134

Ein wesentlicher Bestandteil der Umstellung ist das Entra-ID-Update mit der Kennung MC1450134. Diese Aktualisierung sieht vor, Windows Hello for Business sowie das macOS Platform Single Sign-On (PSSO) zu eigenständigen MFA-Faktoren aufzuwerten. Der Rollout für diese Funktionsänderung ist für den Zeitraum von Anfang Oktober bis Ende November 2026 geplant.

Ein wesentlicher Vorteil für die Endnutzer besteht darin, dass zusätzliche Hürden im Anmeldeprozess wegfallen. Wer bereits Windows Hello oder macOS PSSO nutzt, wird künftig nicht mehr mit sekundären Passkey-Aufforderungen konfrontiert. Microsoft betonte in diesem Zusammenhang, dass für diese Umstellung keine manuellen Konfigurationen durch Administratoren erforderlich seien. Die Systeme erkennen die biometrischen oder gerätegebundenen Anmeldedaten automatisch als vollwertigen zweiten Faktor an.

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Risikomanagement und Empfehlungen für portable MFA

Trotz der Sicherheitsvorteile weist Microsoft auf potenzielle Risiken hin, die mit rein gerätegebundenen Anmeldedaten verbunden sind. Sollte ein Gerät verloren gehen oder beschädigt werden, besteht bei ausschließlich lokal gespeicherten Schlüsseln ein erhebliches Sperrrisiko für den Nutzer. Um den dauerhaften Zugriff auf Unternehmenskonten sicherzustellen, rät der Konzern dazu, zusätzlich portable MFA-Lösungen zu registrieren.

Nutzer werden im Zuge der Umstellung verstärkt dazu aufgefordert, einen Passkey einzurichten. Da die Authentifizierung künftig verstärkt an die Hardware gebunden ist, sei die Bereitstellung einer portablen Alternative für den Einsatz auf anderen Geräten oder in Notfallszenarien eine notwendige Vorsichtsmaßnahme für die Betriebskontinuität in Unternehmen.

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