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Entra ID: Microsoft aktiviert Passkeys automatisch ab September

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 04:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft stellt Entra ID bis September 2026 automatisch auf Passkeys um und blockiert ab Februar 2027 SMS- und Sprach-MFA, um KI-Phishing zu bekämpfen.

Microsoft Entra ID: Automatische Passkey-Aktivierung ab September 2026
Eine Person nutzt ein Smartphone zur biometrischen Authentifizierung an einem Laptop in einer modernen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Rahmen einer umfassenden Modernisierung seiner Sicherheitsstandards bereitet Microsoft die automatische Aktivierung von Passkeys für Nutzer von Entra ID vor.

Diese Umstellung, die für den 1. September 2026 geplant ist, markiert einen entscheidenden Schritt bei der Abkehr von herkömmlichen Authentifizierungsmethoden wie SMS und Sprachanrufen. Das Unternehmen reagiert damit auf die wachsende Bedrohung durch technologisch hochentwickelte Angriffsvektoren.

Automatisierung der Passkey-Aktivierung gegen KI-Phishing

Die Entscheidung für die automatische Aktivierung von Passkeys zum 1. September 2026 ist eine direkte Reaktion auf die Evolution der Cyberkriminalität. Microsoft zielt mit dieser Maßnahme insbesondere auf die Bekämpfung von Phishing-Angriffen ab, die zunehmend durch Künstliche Intelligenz unterstützt werden.

Herkömmliche Multi-Faktor-Authentifizierungen (MFA), die auf Einmal-Codes per SMS oder Sprachnachricht basieren, gelten in Sicherheitskreisen zunehmend als anfällig für moderne Interzeptions- und Social-Engineering-Techniken.

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Passkeys bieten hier einen robusteren Schutz, da sie auf kryptografischen Verfahren basieren, die deutlich schwerer zu kompromittieren sind als klassische Passwörter oder mobilfunkbasierte Codes. Durch die Integration in Entra ID sollen Unternehmen und deren Mitarbeiter standardmäßig auf diesen höheren Sicherheitsstandard gehoben werden.

Fristen für die Abschaltung herkömmlicher MFA-Methoden

Parallel zur Einführung der Passkeys leitet Microsoft das Ende der Unterstützung für native Telekommunikations-Methoden ein. Nach aktuellen Planungen werden SMS- und sprachbasierte Authentifizierungen ab dem 1. Februar 2027 für Mandanten in Entra ID blockiert, sofern diese bis zu diesem Zeitpunkt keine entsprechende Konfiguration vorgenommen haben.

Diese Frist gibt Organisationen Zeit, ihre internen Prozesse und die Endgeräte ihrer Mitarbeiter auf modernere Verfahren wie die Microsoft Authenticator App oder eben Passkeys umzustellen. Die Abschaffung dieser klassischen MFA-Wege wird als notwendiger Schritt erachtet, um die Angriffsfläche für KI-gestütztes Phishing zu minimieren, wie Branchenberichte bereits Mitte August 2026 verdeutlichten.

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Ausnahmeregelungen für Azure AD B2C und regulierte Branchen

Trotz der strengen Umstellungspläne sieht Microsoft spezifische Ausnahmen vor, um unterschiedlichen betrieblichen Anforderungen gerecht zu werden. Wie Mitte August 2026 bekannt wurde, ist der Dienst Azure AD B2C explizit von der Abschaffung der SMS- und Sprachauthentifizierung ausgenommen. Dies berücksichtigt die oft komplexeren Anforderungen im Bereich der Kundenauthentifizierung, wo ein nahtloser Zugang über verschiedene Endgeräte hinweg priorisiert wird.

Zudem gibt es für Organisationen in stark regulierten Sektoren eine gesonderte Option. Ab dem 18. August 2026 können kundenspezifisch verwaltete Telekommunikations-Anbieter über den Microsoft Security Store eingebunden werden.

Diese Ausnahme ermöglicht es Unternehmen, die aufgrund gesetzlicher oder regulatorischer Vorgaben auf bestimmte Telekommunikations-Schnittstellen angewiesen sind, diese weiterhin kontrolliert zu nutzen, während sie gleichzeitig die allgemeinen Sicherheitsvorgaben von Entra ID erfüllen.

Die kommenden Monate markieren somit eine signifikante Phase der digitalen Transformation in der Identitätsverwaltung, in der kryptografische Verfahren den Mobilfunk als Standard für die Identitätssicherung ablösen.

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