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Endpoint Management: 94% der Firmen verlieren KI-Apps aus dem Blick

06.06.2026 - 10:43:05 | boerse-global.de

Neue Studien zeigen KI-Einsatz in IT-Workflows bei 56 Prozent der Firmen, doch viele haben keine Kontrolle über ihre KI-Anwendungen.

KI-Integration in der IT: Fortschritte und Sicherheitsrisiken im Fokus
Endpoint - A stylized image showing various digital devices interconnected by glowing lines, representing unified endpoint management and AI security. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Immer mehr Unternehmen setzen auf künstliche Intelligenz, um ihre wachsende Zahl an Endgeräten zu verwalten und vor Cyberangriffen zu schützen. Gleichzeitig warnen Experten vor gravierenden Sicherheitslücken.

Neue Studien zeigen: KI-Integration in der IT kommt voran – aber mit Risiken

Die erste Juniwoche 2024 hat eine Welle neuer Produkte und Studien im Bereich des Unified Endpoint Management (UEM) gebracht. Der Trend ist klar: Autonome Sicherheit und plattformübergreifende Automatisierung stehen im Fokus.

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Eine am 4. Juni veröffentlichte Studie von Ivanti mit dem Titel „Scaling AI in IT Operations" zeigt, dass 56 Prozent der Unternehmen KI in ihren IT-Workflows effektiv einsetzen. Besonders bemerkenswert: 72 Prozent der befragten Firmen haben bereits spezielle KI-Teams aufgebaut, und 46 Prozent automatisieren ihre Patch-Prozesse.

Doch es gibt einen Haken. Zwar haben 85 Prozent der Organisationen KI-Richtlinien verabschiedet, aber nur 42 Prozent haben die Verantwortlichkeiten für diese Systeme klar definiert. Das könnte sich als gefährliche Lücke erweisen.

Netskope warnt: Die meisten Firmen haben ihre KI-Apps nicht im Blick

Noch am selben Tag brachte Netskope sein One AI Command Center auf den Markt. Der Grund: eklatante Transparenzprobleme. Laut Netskope nutzen Unternehmen heute durchschnittlich fünfmal mehr KI-Anwendungen als noch vor einem Jahr und verwalten rund 37 KI-Agenten.

Das Problem: 94 Prozent der Organisationen haben keinen Überblick über diese Tools. Die neuen Komponenten wie Endpoint AI Discovery und der AgentSkope AI Risk AISecOps Agent sollen Abhilfe schaffen. Sie ermöglichen eine autonome Analyse und Reaktion auf die durchschnittlich 223 KI-bezogenen Datenrichtlinienverstöße, die jeden Monat auftreten.

Neue Plattformen für mehr Sicherheit und Compliance

Mehrere Anbieter haben diese Woche neue Tools vorgestellt, die das Management über verschiedene Betriebssysteme hinweg vereinfachen sollen. EasyControl launchte am 4. Juni seine Advanced Unified Endpoint Management-Plattform. Das cloudbasierte System bietet ein zentrales Dashboard für Android, iOS, macOS und Windows – mit Funktionen für Richtliniendurchsetzung, Kiosk-Management und Remote-Datenlöschung.

Tanium zog am selben Tag nach und aktualisierte seine Produktsuite mit KI-gesteuerter Bedrohungsjagd und Anomalieerkennung. Das Unternehmen erweiterte zudem seine FedRAMP-zertifizierten Cloud-Dienste um Endpunkt-Management für mobile und operative Technologie (OT). Ein Connector für Microsoft Intune und die automatisierte Richtliniendurchsetzung durch Tanium Enforce runden das Update ab.

Die Sicherheit dieser Endgeräte bleibt ein kritisches Thema. Ein am 5. Juni veröffentlichter Cybersicherheitsbericht zeigt eine Zunahme der Bedrohungen: 500 schädliche KI-Modelle wurden identifiziert, und die Zahl der verdeckten Logins in Microsoft-365-Umgebungen stieg um 25 Prozent. Hexnode betonte am 4. Juni die Notwendigkeit der automatischen Geräteisolierung – also der Quarantäne nicht konformer oder kompromittierter Geräte, bis sie bereinigt sind.

Konvergenz der Management-Disziplinen zeichnet sich ab

Branchenanalysten beobachten eine Verschmelzung verschiedener Managementbereiche. Gartner prognostiziert, dass bis 2029 rund 30 Prozent der mittelgroßen Unternehmen ihr Endpunkt-, Daten- und Identitätssicherheitsmanagement auf einer einzigen Workspace-Plattform zusammenführen werden. WithSecure verwies am 4. Juni auf diesen Trend, nachdem das Unternehmen im Gartner Magic Quadrant für Endpunktschutz ausgezeichnet wurde.

BCS365 veröffentlichte am 5. Juni einen Leitfaden zum Endpoint Application Management (EAM) . Im Gegensatz zum allgemeinen UEM konzentriert sich EAM speziell auf den Software-Lebenszyklus. Durch Anwendungs-Allowlisting und automatisierte Patches sollen Compliance-Risiken reduziert werden.

Auch die Infrastruktur-Partnerschaften entwickeln sich weiter. Am 4. Juni gaben 10ZiG und Liquidware eine erweiterte Partnerschaft bekannt, um 10ZiG OS mit Liquidware FlexApp zu integrieren. Ziel ist die dynamische Anwendungsbereitstellung in virtuellen Desktop-Umgebungen. Accops stellte am selben Tag sein Photon-Display-Protokoll vor, das leistungsstarke Multimedia-Funktionen für hybride Teams mit verschiedenen Betriebssystemen bieten soll.

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Praxisbeispiel: Industrieunternehmen spart durch KI-Überwachung

Ein konkretes Beispiel für die praktische Anwendung liefert ein Fallbeispiel vom 4. Juni. Der chinesische Hersteller Zhejiang Hongye Electronic Precision Machinery hat in seinem 38.000 Quadratmeter großen Werk eine umfassende Netzwerk- und Management-Modernisierung durchgeführt. Mit über 40 UniFi-Zugangspunkten und einem Enterprise Fortress Gateway mit KI-gestützter Überwachung erwartet das Unternehmen jährliche Einsparungen von rund 28.000 US-Dollar – vor allem durch den Wegfall von Lizenzgebühren.

Die Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften in diesem Bereich steigt ebenfalls. Diverse Lynx suchte am 4. Juni einen Active Directory Consultant, der UEM-Implementierungen mit Plattformen wie Microsoft Intune und SCCM leiten soll. Ein klares Zeichen dafür, dass skalierbare Client-Device-Architekturen im Unternehmenssektor weiterhin dringend benötigt werden.

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