Endometriose, Frauen

Endometriose: 40.000 Frauen jährlich neu diagnostiziert – Osteopathie hilft

28.05.2026 - 18:39:38 | boerse-global.de

Moderne Robotik und Lasertechnik revolutionieren urologische Eingriffe. Weltweit erste VEIL-OP mit Hugo-RAS in Chennai markiert Meilenstein.

Endometriose: 40.000 Frauen jährlich neu diagnostiziert – Osteopathie hilft - Foto: über boerse-global.de
Endometriose: 40.000 Frauen jährlich neu diagnostiziert – Osteopathie hilft - Foto: über boerse-global.de

Das Ziel: Organe erhalten, Komplikationen vermeiden und Patienten schneller entlassen.

Robotik erobert die Operationssäle

Die Integration von Robotersystemen in der urologischen Versorgung schreitet international rasant voran. In Niederösterreich etwa wurden bereits rund 5.000 roboterassistierte Eingriffe durchgeführt. Das Universitätsklinikum Krems hat kürzlich einen neuen Operationsroboter in Betrieb genommen, weitere Standorte wie Mistelbach, Horn und Baden-Mödling sollen folgen. Die Erfahrung zeigt: Die Systeme verursachen weniger Komplikationen, reduzieren Schmerzen und verkürzen den Krankenhausaufenthalt.

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Ende Mai 2026 meldeten die Apollo Hospitals in Chennai einen weltweiten Meilenstein. Chirurgen führten dort mit der Hugo-RAS-Plattform eine video-endoskopische Leistenlymphknotenentfernung (VEIL) bei einem Patienten mit Peniskrebs durch. Der Eingriff gelang über einen lateralen Zugang – ein Novum in der robotischen Uro-Onkologie. Das Verfahren belegt, dass moderne Roboterplattformen das gesamte Spektrum der urologischen Onkologie abdecken können. Besonders bei komplexen Beckeneingriffen, die Blase und Harnkontrolle betreffen, bietet die Technik entscheidende Vorteile.

Spezialisierte Hilfe bei Inkontinenz

Die Diagnose und Behandlung von Harninkontinenz bleibt ein Schwerpunkt der Urogynäkologie. Am Maria-Josef-Hospital Greven setzt man auf eine Kombination moderner Diagnostik. Dazu gehören Beckenbodenultraschall und Blasendruckmessung. Für den Herbst 2026 plant die Klinik Informationsveranstaltungen zu Behandlungsoptionen – von konservativen Methoden über Elektrostimulation bis hin zu minimalinvasiven Eingriffen.

Ein weiteres Thema: die Auswirkungen chronischer Erkrankungen auf die Frauengesundheit. Nach Angaben des Verbandes der Osteopathen Deutschland werden jährlich mehr als 40.000 Frauen neu mit Endometriose diagnostiziert. Insgesamt sind über zwei Millionen Frauen in Deutschland betroffen. Die aktuellen Leitlinien empfehlen Osteopathie nun als ergänzende Behandlungsoption. Studien von Almut Boltz deuten auf positive Effekte bei Schmerzmanagement und emotionaler Belastung hin.

Laser: Schonend, schnell, effektiv

Neue Lasertechniken zeigen hohe Erfolgsraten bei Erkrankungen, die indirekt die Blase betreffen – etwa der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH). Das Hospital Beneficente Unimar führte kürzlich die erste transperineale Prostataablation (TPLA) mit EchoLaser-Technologie durch. Der minimalinvasive Eingriff dauert rund 30 Minuten. Dabei wird eine Laserfaser durch die Dammhaut eingeführt.

Der entscheidende Vorteil: Die Harnröhre bleibt unberührt. Klinische Daten zeigen, dass 90 Prozent der Patienten keine typischen Nebenwirkungen wie Blutungen oder Inkontinenz erleiden. Zudem können die Patienten noch am selben Tag entlassen werden.

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Auch bei der Behandlung von Harnsteinen gibt es Fortschritte. Auf großen urologischen Kongressen Anfang 2026 präsentierte Dr. Wen Chen-yueh die Integration der Apple Vision Pro in Operationen. Chirurgen können sich dabei 3D-Bilddaten direkt ins Sichtfeld einblenden lassen – während sie den Eingriff durchführen.

Smarte OP-Säle: Sensoren und KI im Einsatz

Die Digitalisierung des Operationssaals soll minimalinvasive Eingriffe noch effizienter machen. Das Forschungsprojekt „ForNeRo" der Technischen Universität München (TUM) und des TUM-Klinikums untersucht, wie sich Robotersysteme besser in den OP-Ablauf integrieren lassen.

Das Projekt läuft bis Ende November 2026. Ein Sensorsystem aus Tiefenkameras, Infrarot-Tracking und Mikrofonen erfasst Bewegungen und Kommunikation im OP. Die Bayerische Transformations- und Forschungsförderung unterstützt die Initiative mit knapp zwei Millionen Euro. Ziel ist es, das medizinische Personal bei komplexen Eingriffen zu entlasten.

Neben der OP-Hardware gewinnen digitale Plattformen für die Langzeitversorgung an Bedeutung. Auf dem ERA-Kongress im Juni 2026 will Fresenius Medical Care die Plattform „kinexus" vorstellen. Sie ist für die Heimdialyse konzipiert und enthält KI-basierte Modelle zur Vorhersage von Behandlungsergebnissen. Ein weiterer Schritt in Richtung datengesteuerte Patientenversorgung.

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