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Elternvertreter an Kindertagesstätten vermissen Gesamtkonzept der Bundesregierung zur Kinderbetreuung

10.08.2020 - 11:30:40 | ad-hoc-news.de

Elternvertreter mahnen eine stärkere Berücksichtigung der veränderten Lage in der Kinderbetreuung furch finanzielle Förderprogramme an.

Kita - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Kita - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Mit Ende der Ferienzeit stellt sich die Frage der Organisation der Kinderbetreuung unter den neuen Hygienestandards. Derzeit gibt es kein übergreifendes Konzept, wie der veränderte personelle Schlüssel in der Betreuung und die Raumanforderungen infolge der Gruppentrennungen umgesetzt werden sollen. Es fehlt überall an qualifizierten Erziehern und Erzieherinnen und an geeigneten Gruppenräumen, stellt Ulrike Grosse-Röthig, Vorsitzende der Elternvertretungen an Kindertageseinrichtungen (Bevik) gegenüber der Funke-Mediengruppe fest. Vieles wird nur mit Improvisation realisierbar sein, aber es darf jetzt nicht an finanziellen Erwägungen scheitern.
Die Einrichtungen und das Fachpersonal unternehmen alles, um den Kindern ein entsprechendes Umfeld zu bieten, aber es fehlt einfach an dem Geld, das notwendig ist neue Räumlichkeiten anzumieten oder zum Beispiel Stellen aufzustocken, warnt die Elternvertreterin. In den letzten Monaten wurden hunderte von Milliarden Euro in die Hand genommen, um die wirtschaftlichen Konsequenzen der Pandemie abzumildern. Wenn dies möglich ist, darf jetzt bei der Kinderbetreuung nicht gespart werden. Derzeit gibt es viele Initiativen auf Länderebene. Die Eltern und die Einrichtungen bräuchten jetzt aber konkrete Ansprechpartner auf Ministerialebene und verlässliche Gesamtkonzepte.
Aussagen zur Kinderbetreuung in der anstehenden Erkältungszeit vermisst Grosse-Röthig ganz. Es gibt anscheinend keine Vorstellungen, wie es gehandhabt werden soll, wenn Kindergartenkinder mit Erkältungssymptomen kommen. Das ist im Herbst der Normalfall und nicht die Ausnahme. Die Eltern sind nicht mehr in der Lage, eventuelle Fehlzeiten aufgrund von Kinderbetreuung zu verkraften. Es ist völlig ungeklärt, wer sich in solchen Fällen, um die Kinder kümmern soll. Hier sieht Grosse-Röthig auch den Gesetzgeber in der Pflicht. Eltern brauchen in der Pandemie einen deutlich erhöhten Anspruch auf Kinderkrankentage. Wenn dies nicht funktioniert, werden wir in wenigen Wochen den erneuten massiven Shut-Down von Kindertageseinrichtungen erleben. Daran können weder Einrichtungen, noch Eltern oder Die Politiker und Unternehmen interessiert sein, warnt die Elternvertreterin gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix

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