ELSTER-Phishing: Frist bis 4. August – Verbraucherzentrale warnt
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 16:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sicherheitsbehörden warnen vor einer neuen Welle professioneller Betrugsversuche. Kriminelle nutzen SMS, E-Mails und gefälschte Behördenpost, um Bankkonten zu plündern. Besonders betroffen: Kunden der Sparkassen und der Bank Knab.
SMS-Betrug: Falsche Login-Warnungen der Bank Knab
Eine aktuelle Masche zielt auf Kunden der Bank Knab. Betrüger verschicken SMS mit der Behauptung, es habe einen Login von einem Standort in Deutschland gegeben. Die Absender-Rufnummer lässt sich jedoch keiner Bank zuordnen.
Das Ziel: Empfänger sollen Bankdaten preisgeben oder mit falschen Bankmitarbeitern telefonieren. Experten raten: Keine Links anklicken, nicht auf Anrufe reagieren. Der Kontozugriff läuft ausschließlich über offizielle Apps oder Webseiten.
Auch Sparkassen-Kunden stehen im Visier. Hier täuschen E-Mails eine notwendige Aktivierung der Banking-App vor. Die Drohung mit der Sperrung des Online-Bankings soll Zeitdruck erzeugen. Die Absenderadressen und Links führen auf gefälschte Login-Seiten ohne Bezug zu den offiziellen Systemen.
Gefälschte ELSTER-Mails: Frist bis zum 4. August
Die Verbraucherzentrale warnt vor Phishing im Namen des Steuerportals „Mein ELSTER“. Unter dem Vorwand einer Datensynchronisierung sollen Nutzer eine PDF-Datei namens „Verwaltungsmitteilung ELSTER“ herunterladen. Die Frist dafür läuft bis zum 4. August 2026.
Behörden betonen: Solche Aufforderungen kommen niemals als unpersönliche E-Mail mit Dateianhang. Wer unsicher ist, sollte das Portal direkt über den Browser aufrufen.
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Reisesektor: Angriffszahl steigt um 24 Prozent
Die Bedrohungslage hat sich deutlich verschärft. Check Point Research registrierte im Mai 2026 durchschnittlich 2.291 Angriffe pro Woche im Reisesektor – ein Anstieg von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich wurden zehntausende neue Reise-Domains registriert, viele davon als bösartig eingestuft.
Besonders im Fokus der Angreifer: Cloud-Authentifizierungsverfahren wie Microsoft OAuth. Damit umgehen sie die Multi-Faktor-Authentifizierung, die eigentlich als sicherer Schutz gilt.
Prävention: Passkeys als Alternative zu MFA
Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein startete gemeinsam mit dem Weissen Ring eine Kampagne gegen Identitätsdiebstahl. Gestohlene Daten werden im Darknet gehandelt – für Kontoübernahmen oder Einkäufe in Fake-Shops. Die Folgen: finanzielle Verluste, langwierige Rechtsstreitigkeiten und psychische Belastungen.
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Als wirksamer Schutz gelten zunehmend Passkeys. Anders als klassische MFA sind sie fest mit einer Internetadresse verknüpft und funktionieren auf gefälschten Seiten nicht. IT-Systemhäuser sehen darin ein wachsendes Geschäftsfeld für den Schutz vor Echtzeit-Phishing.
Die BaFin warnt außerdem vor betrügerischen Tages- und Festgeldangeboten auf Plattformen wie bestzins.net und nabab.de. Die Anbieter agieren ohne Erlaubnis, locken mit unrealistisch hohen Zinsen und verweigern Auszahlungen. Vor jeder Geldanlage gilt: Prüfen, ob eine Genehmigung der Aufsichtsbehörde vorliegt.
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