Elster-Phishing: Betrüger fordern 729 Euro bis 7. September
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 20:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Anfang September hat eine neue Welle von Phishing-Angriffen begonnen, die gezielt Steuerpflichtige in Deutschland ins Visier nimmt. Dabei nutzen Kriminelle die Identität des offiziellen Steuerportals Elster, um Empfänger zur Zahlung von vermeintlichen Steuerschulden zu drängen.
Die betrügerischen E-Mails, die seit dem heutigen Dienstag vermehrt im Umlauf sind, suggerieren dem Empfänger eine ausstehende Forderung aus der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2025. Konkret fordern die Absender eine Summe von 729 Euro. Um den Druck auf die Angeschriebenen zu erhöhen, setzen die Täter eine knappe Zahlungsfrist bis zum 7. September 2026.
Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass die Qualität solcher Phishing-Mails stetig zunimmt, um die Empfänger zur Preisgabe sensibler Daten oder zur direkten Überweisung von Geldbeträgen zu bewegen. Im aktuellen Fall steht der unmittelbare finanzielle Schaden im Vordergrund, der durch die geforderte Nachzahlung entstehen soll.
Empfehlungen der Verbraucherschützer
Die Verbraucherzentrale hat bereits auf die laufende Kampagne reagiert und rät betroffenen Bürgern zur äußersten Vorsicht. Es werde dringend empfohlen, keinesfalls auf die entsprechenden Nachrichten zu antworten.
Zudem sollten in der E-Mail enthaltene Links ignoriert und unter keinen Umständen angeklickt werden. Solche Verweise führen häufig auf präparierte Websites, die zur Erfassung von Bank- oder Kreditkartendaten dienen oder Schadsoftware verbreiten können.
Wer sich vor betrügerischen Nachrichten und den psychologischen Tricks der Angreifer schützen möchte, findet in diesem kostenlosen Paket effektive Abwehrstrategien.
In 4 Schritten zum Schutz vor Phishing-Angriffen
Ein wesentliches Merkmal für die Identifizierung solcher Betrugsversuche ist das offizielle Vorgehen der Finanzbehörden. Diese fordern Steuernachzahlungen grundsätzlich per Post durch einen schriftlichen Steuerbescheid an.
Zudem enthalten echte Benachrichtigungen von Elster in der Regel lediglich den Hinweis, dass eine neue Nachricht im gesicherten Postfach des Portals zur Abholung bereitsteht. Direkte Zahlungsaufforderungen inklusive konkreter Beträge und Fristen innerhalb einer unverschlüsselten E-Mail entsprechen nicht der gängigen Praxis der Finanzverwaltung.
Schutzmaßnahmen für Steuerpflichtige
Dass die Betrüger explizit das Steuerjahr 2025 als Aufhänger nutzen, ist für die aktuelle Jahreszeit kalkuliert, da viele Bürger in diesem Zeitraum ihre steuerlichen Angelegenheiten bearbeiten oder auf Bescheide warten.
Da Cyberkriminelle immer raffiniertere Methoden nutzen, um an sensible Daten zu gelangen, ist eine proaktive Absicherung der eigenen digitalen Identität unerlässlich. Dieser Gratis-Report enthüllt die aktuellen Taktiken und zeigt, wie man sie rechtzeitig entlarvt.
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Sollten Nutzer unsicher bezüglich der Echtheit einer Nachricht sein, raten Experten zu einem manuellen Login über die offizielle Website des Portals Elster, ohne den Links in einer verdächtigen E-Mail zu folgen. Im persönlichen Benutzerkonto lassen sich alle rechtmäßigen Mitteilungen der Finanzbehörden sicher einsehen.
Wer bereits auf einen Link geklickt oder sensible Informationen eingegeben hat, sollte umgehend sein Kreditinstitut informieren, um mögliche Transaktionen zu stoppen, und den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige bringen.
