Element Pro: EU-Kommission richtet selbst gehostete Teams-Reserve ein
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 18:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Europäische Kommission setzt künftig auf die Plattform Element Pro als selbst gehostete Ausweichlösung für Microsoft Teams. Mit diesem Schritt will die Brüsseler Behörde das Risiko betrieblicher Unterbrechungen durch US-amerikanische Cloud-Anbieter abfedern. Wie aus Berichten hervorgeht, betreibt die Kommission die Anwendung auf ihrer eigenen Infrastruktur, um die Kommunikation auch im Krisenfall aufrechtzuerhalten.
Teams bleibt Hauptplattform im Arbeitsalltag
Trotz der Einführung von Element Pro bleibt Microsoft Teams die primäre Kommunikationsplattform für die Mitarbeiter der Kommission. Ein vollständiger Wechsel zu der quelloffenen Alternative ist derzeit nicht geplant. Stattdessen dient Element Pro als reiner Reservekanal für den internen Gebrauch.
Sollte der Zugang zum gewohnten System gestört sein, ermöglicht die Ausweichlösung weiterhin den Austausch von internen Nachrichten, Dateiübertragungen sowie Audio- und Videoanrufe. Zudem stehen den Beschäftigten gesonderte Projekträume für die fortlaufende Zusammenarbeit zur Verfügung.
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Anlass für die Bereitstellung des Notfallsystems ist die Sorge vor möglichen Dienstunterbrechungen durch US-Anbieter. Die Europäische Kommission begann mit der Einführung von Element Pro, um für ein Szenario gewappnet zu sein, in dem der Zugriff auf Microsoft Teams infolge einer politischen oder kommerziellen Entscheidung in den Vereinigten Staaten blockiert wird.
Ein internes Memorandum der EU-Kommission hebt hervor, dass die Behörde durch diese Vorkehrung handlungsfähig bleiben und ihre Abhängigkeit von externen Dienstleistern verringern will. Die Initiative zielt darauf ab, die digitale Souveränität sowie die allgemeine Betriebskontinuität der Institution nachhaltig zu stärken.
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Matrix-Technologie für unabhängigen Betrieb
Technologisch setzt Element auf dem dezentralen, quelloffenen Matrix-Protokoll auf. Die Software ermöglicht den Betrieb auf institutseigenen Servern und bietet standardmäßig eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für vertrauliche Inhalte. Durch das Selbsthosting behält die Kommission die vollständige Kontrolle über die Datenströme und die zugrundeliegende Infrastruktur.
Gleichwohl bleiben bei der praktischen Umsetzung noch Fragen offen. Nähere Details zur genauen Einbindung von Element Pro in die bestehende IT-Landschaft der Behörde sowie zum Umgang mit möglicher Kritik seitens der Nutzer sind bislang nicht bekannt.

