Elektronische, Heilberufsausweise

Elektronische Heilberufsausweise: Deadline 30. Juni rückt näher

15.06.2026 - 19:24:39 | boerse-global.de

Nächtliche Wartung der BundID betrifft EU-Ausweise. Parallel schreitet die EU-Digital-Wallet voran und neue Grenzkontrollsysteme starten.

BundID-Wartung: EU-Digital-Wallet und neue Grenzkontroll-Tools
Elektronische - A glowing digital fingerprint merges with circuit board patterns, symbolizing secure digital identity and European integration. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die deutsche Identitätsplattform BundID wird am heutigen Montag gewartet – betroffen sind vor allem Nutzer europäischer Ausweise. Der Zugang über europäische ID-Dokumente fällt zwischen 22:00 Uhr und 2:00 Uhr morgen früh aus. Grund sind externe technische Updates.

EU-Digital-Wallet nimmt Gestalt an

Die Wartung fällt in eine Phase intensiver Arbeit am europäischen Digital-Identitätsrahmen. Das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) hat kürzlich die ersten 24 technischen Spezifikationen für die European Digital Identity Wallet (EUDIW) veröffentlicht.

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Das System soll Bürgern künftig ermöglichen, ihre Identität sicher nachzuweisen und gezielt Daten freizugeben – etwa das Alter, akademische Abschlüsse oder Gesundheitsinformationen. Einsatzbereiche sind Bankgeschäfte, Reisen und die öffentliche Verwaltung.

Jeder EU-Mitgliedstaat ist verpflichtet, mindestens eine digitale Brieftasche für seine Bürger bereitzustellen. Ein gemeinsamer Workshop von ETSI und CEN zum EU-Digital-Identity-Framework ist für Ende September bis Anfang Oktober geplant.

Düsseldorf treibt Digitalisierung voran

Die Zuverlässigkeit von Systemen wie der BundID ist entscheidend für kommunale Digitalisierungsprojekte. Das Düsseldorfer Standesamt hat sein Online-Angebot erweitert: Bürger können nun Ehefähigkeitszeugnisse beantragen und im Ausland geschlossene Ehen digital registrieren lassen.

Voraussetzung sind ein BundID-Konto und ein Personalausweis mit aktivierter Online-Funktion. Die Stadt hat elektronische Zahlungssysteme integriert – ein Erfolgsmodell, das bereits im Frühjahr 2025 mit der digitalen Eheschließung und Terminbuchung startete.

Frist für elektronische Heilberufsausweise läuft ab

Während die Wartung der BundID nur Stunden dauert, droht im Gesundheitswesen ein dauerhafter Ausfall. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) warnt: Bestimmte Generationen des elektronischen Heilberufsausweises (eHBA) werden zum 30. Juni 2026 deaktiviert.

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Betroffen sind Karten von SHC (ausgegeben bis Mitte November 2025), D-Trust (bis Januar 2025) sowie medisign-Karten mit dem G2-Kennzeichen. Wer sie nicht rechtzeitig ersetzt, verliert die Möglichkeit für elektronische Signaturen bei E-Rezepten, elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU) und zahnärztlichen Befunden.

Neue EU-Werkzeuge für Grenzkontrollen

Erst vor wenigen Tagen, am 12. Juni, hat die EU zwei wichtige Interoperabilitäts-Tools in Betrieb genommen. Das European Search Portal erlaubt nun einheitliche Abfragen über mehrere Datenbanken – darunter das Schengener Informationssystem (SIS) und das Visa-Informationssystem (VIS).

Zusätzlich wurde das Common Identity Repository gestartet, das die Identitätsprüfung verbessern soll. Die neuen Systeme sollen effizientere Grenzkontrollen ermöglichen und den Datenaustausch zwischen Mitgliedstaaten beschleunigen. Erste Berichte deuten allerdings auf längere Bearbeitungszeiten bei der Einführung der biometrischen Ein- und Ausreisesysteme hin.

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