Einbruchswelle, Deutschland

Einbruchswelle in Deutschland und der Schweiz: Laptops und Handys im Visier

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 05:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mehrere Polizeidienststellen melden gestohlene Laptops, Tablets und Smartphones. Behörden verstärken Ermittlungen und empfehlen besseren Geräteschutz.

Einbrüche und Raubüberfälle: Polizei warnt vor Technikdiebstahl
Eine menschenleere, nächtliche Bushaltestelle bei künstlicher Beleuchtung mit Betonboden und leeren Wartebänken. Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle Berichte verschiedener Polizeidienststellen über eine Häufung von Einbrüchen und den Verlust mobiler Endgeräte wie Laptops, Tablets und Smartphones führen derzeit zu verstärkten Sicherheitsvorkehrungen und zahlreichen Zeugenaufrufen.

Die Vorfälle, die sich über mehrere Bundesländer sowie die Schweiz erstrecken, verdeutlichen eine anhaltende Gefährdungslage für die physische Sicherheit geschäftlicher und privater IT-Hardware im öffentlichen Raum sowie in Gebäuden.

Gezielte Angriffe im öffentlichen Raum und in Verkehrsmitteln

In den vergangenen Tagen registrierten die Behörden mehrere teils gewaltsame Übergriffe auf Besitzer mobiler Technik. Am frühen Freitagmorgen gegen 00:05 Uhr wurde ein 20-Jähriger an einer Bushaltestelle in Trittau (Kreis Stormarn) von zwei maskierten Männern unter Vorhalt einer Waffe zur Herausgabe seines Smartphones gezwungen.

Die Täter, die als etwa 20 bis 30 Jahre alt und schlank beschrieben werden, flüchteten unerkannt. Ähnlich brutal verlief ein Vorfall am Donnerstag gegen 13:30 Uhr in Karlsruhe. Dort wurde ein 38-jähriger Mann in einer Unterführung an der Kriegsstraße von hinten zu Boden gestoßen. Der Täter entwendete die Laptoptasche des Opfers und flüchtete zu Fuß.

Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln und Wartebereichen bleibt das Risiko hoch. In einem ICE kam es am Mittwochmorgen zu einem Diebstahl, bei dem einem 32-jährigen Fahrgast die Aktentasche entwendet wurde, während dieser aus dem Fenster blickte. In der Tasche befanden sich neben Ausweisen auch ein Laptop, ein Tablet und Kopfhörer.

Durch die Ortung der Kopfhörer in Halle (Saale) und den Einsatz von Videoüberwachung konnte die Bundespolizei später einen Tatverdächtigen identifizieren und das Diebesgut in einer Wohnung sicherstellen. In Weilerbach (Kreis Kaiserslautern) meldete ein 92-jähriger Senior den Verlust seines iPads, das bereits am Montag im Wartebereich einer Bankfiliale in der Hauptstraße entwendet worden war.

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Einbruchsserien in Geschäfts- und Privaträume

Neben dem Diebstahl durch direktes Entwenden verzeichnen Polizeipräsidien eine Welle von Einbrüchen, bei denen es die Täter gezielt auf hochwertige Elektronik abgesehen haben. In Stuttgart-Süd drangen Unbekannte am Donnerstagvormittag über eine Terrassentür in eine Wohnung ein und stahlen mehrere Smartphones sowie ein Tablet.

Umfangreiche Einbruchsserien wurden zudem aus dem Raum Oldenburg und Edewecht gemeldet. Zwischen Mittwoch und Donnerstag drangen Täter gewaltsam in Büroräume in Oldenburg ein und entwendeten einen Tresor mit Bargeld. In Edewecht wurden Fenster von Fabrikhallen aufgehebelt. In einem Einkaufszentrum in Oldenburg scheiterten Einbruchsversuche in einen Friseursalon, während eine Reinigung und eine Schneiderei erfolgreich aufgebrochen wurden.

In Laupheim wurde am frühen Donnerstagmorgen ein Bio-Markt zum Ziel. Mindestens zwei maskierte Täter hebelten die Eingangstür auf und transportierten einen mehrere hundert Kilogramm schweren Tresor mit einem Hubwagen ab. Auch Tabakgeschäfte in Kleve und Kranenburg waren betroffen, wobei in einem Fall eine installierte Vernebelungsanlage den Diebstahl verhindern konnte.

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Präventionsmaßnahmen und polizeiliche Empfehlungen

Die Häufung der Vorfälle spiegelt eine Entwicklung wider, die sich bereits im Sommer im Schweizer Marzilibad in Bern abzeichnete. Dort kam es laut Berichten der Badleitung zu einer extremen Lage, in der Handys und Laptops teils mehrfach täglich verschwanden. Die Kantonspolizei Bern reagierte dort mit Zivilpatrouillen und Hausverboten.

Sicherheitsexperten und Polizeibehörden raten angesichts der aktuellen Lage dringend dazu, Wertsachen und mobile Endgeräte niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Im öffentlichen Raum sollte die Hardware möglichst körpernah getragen werden.

In öffentlichen Einrichtungen wird die Nutzung vorhandener Schließfächer empfohlen. Die Ermittlungsbehörden bitten in allen genannten Fällen um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung, um die Täterstrukturen aufdecken zu können.

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