Eierkonsum, Regelmäßiges

Eierkonsum: Regelmäßiges Essen senkt Alzheimer-Risiko um 27%

15.06.2026 - 13:21:49 | boerse-global.de

Eine Langzeitstudie zeigt: Regelmäßiger Eierkonsum kann das Alzheimer-Risiko um bis zu 27 Prozent senken. Zudem belegt eine Leipziger Studie frühe Risikofaktoren.

Eierkonsum senkt Alzheimer-Risiko: Neue Langzeitstudie mit 40.000 Teilnehmern
Eierkonsum - Ein perfekt gekochtes Ei, halbiert, mit leuchtend orangefarbenem Eigelb auf einer weißen Oberfläche. Im Hintergrund verschwommen Forschungspapiere. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das zeigt eine Langzeitstudie mit 40.000 Teilnehmern.

Forscher der Adventist Health Study-2 veröffentlichten die Ergebnisse im Journal of Nutrition. Über 15 Jahre sammelten sie Daten zum Essverhalten der Probanden. Das Ergebnis: Je mehr Eier, desto geringer das Risiko.

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Der Schutzfaktor steigt mit der Menge

Schon ein bis drei Eier pro Monat senken das Alzheimer-Risiko um 17 Prozent. Bei zwei bis vier Eiern pro Woche sind es 20 Prozent. Wer mehr als fünf Eier pro Woche isst, profitiert mit 27 Prozent am stärksten.

Die Wissenschaftler führen den Effekt auf Cholin, Omega-3-Fettsäuren und Lutein zurück. Diese Inhaltsstoffe schützen offenbar die Nervenzellen. Die Studie wurde vom American Egg Board finanziert – der Geldgeber hatte aber keinen Einfluss auf das Design.

Risikofaktoren zeigen sich früh

Doch nicht nur die Ernährung zählt. Eine Leipziger Studie aus dem Mai 2026 belegt: Demenz-Risiken wirken bereits im jungen Erwachsenenalter.

Die Forscher analysierten Daten von knapp 150.000 Menschen zwischen 20 und 75 Jahren aus der NAKO-Gesundheitsstudie. Veröffentlicht wurde die Arbeit in Alzheimer's & Dementia.

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Bei den 20- bis 39-Jährigen schlagen vor allem Rauchen, Bewegungsmangel und Depressionen negativ zu Buche. Bei den über 60-Jährigen rücken Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte in den Fokus. Männer und Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status sind besonders gefährdet.

Prävention beginnt früh

Die Zahlen sind alarmierend: Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Demenz. Bis 2050 könnten es 2,7 Millionen sein. Dabei wären etwa 36 Prozent der Fälle vermeidbar.

Professor Riedel-Heller von der Universität Leipzig fordert deshalb: „Maßnahmen zur Risikoreduktion müssen bereits im jungen Erwachsenenalter ansetzen." Eine frühzeitige Sensibilisierung für gesunde Lebensgewohnheiten könnte die kognitive Leistungsfähigkeit langfristig erhalten – und das Gesundheitssystem entlasten.

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