Edge-Browser, Microsoft

Edge-Browser: Microsoft erlaubt Google-Konten ab Juli 2026

25.06.2026 - 00:13:30 | boerse-global.de

Microsoft erlaubt künftig die Anmeldung mit Google-Konto im Edge-Browser. Unternehmen erhalten parallele Kontrollmöglichkeiten.

Microsoft Edge öffnet sich für Google-Konten ab Juli 2026
Edge-Browser - Ein stilisiertes, blau leuchtendes 'G'-Logo verschmilzt subtil mit einem grünen 'E'-Logo vor einem verschwommenen Rechenzentrum. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Microsoft öffnet seinen Browser Edge für Google-Konten – ein Novum.

Der Schritt ist Teil einer überraschenden Flexibilisierungsstrategie. Nutzer von Windows und macOS sollen sich künftig mit ihrem Google-Konto im Edge-Browser anmelden können. Das geht aus dem Microsoft 365 Roadmap hervor. Der Start ist für Juli 2026 geplant.

Mehr Freiheit für Nutzer, Kontrolle für Unternehmen

Bislang war für die Synchronisation von Lesezeichen, Passwörtern und Einstellungen zwingend ein Microsoft-Konto nötig. Das ändert sich nun. Die neue Funktion erlaubt die Nutzung von Google-Anmeldedaten als vollwertige Alternative.

Für Unternehmen führt Microsoft parallel eine administrative Richtlinie namens NonMicrosoftAccountSignInEnabled ein. IT-Verantwortliche können damit steuern, ob Drittanbieter-Konten in der Firmenumgebung zugelassen werden. Ein kluger Schachzug: Microsoft wahrt die unternehmerische Kontrolle, ohne die neue Freiheit für Privatanwender einzuschränken.

Die Ankündigung fällt mit einem besonderen Jubiläum zusammen: Windows 11 feiert im Juni 2026 seinen fünften Geburtstag. Seit dem Start hat sich das Betriebssystem massiv verändert – nicht immer zur Freude der Nutzer. Die ursprüngliche Teams-Integration wurde längst entfernt. Dass Microsoft nun ausgerechnet den Google-Login erlaubt, zeigt: Der Konzern setzt auf Pragmatismus statt Abschottung.

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Sicherheitswarnung: Schädliche Erweiterung entdeckt

Doch nicht alle Neuigkeiten sind positiv. Erst am 24. Juni wurden Sicherheitslücken im Edge-Erweiterungssystem bekannt. Forscher entdeckten eine bösartige Extension, die die Native Messaging-Funktion missbraucht. Über diese Schnittstelle schleust die Erweiterung Schadsoftware auf den Rechner ein.

Die Angreifer nutzen das Vertrauensverhältnis zwischen Browser und lokalen Anwendungen aus. Sie umgehen damit klassische Sicherheitshürden. Microsoft hat reagiert und unter anderem ein obligatorisches Update für Secure-Boot-Zertifikate veröffentlicht. Das soll Angriffe auf Systemebene verhindern.

Nutzer sollten dennoch ihre installierten Erweiterungen kritisch prüfen. Wer Zweifel hat, entfernt nicht benötigte Extensions besser ganz.

Edge optimieren: Tipps für den Alltag

Microsoft arbeitet parallel an der Benutzerfreundlichkeit. Aktuelle Anleitungen zeigen, wie sich Edge unter Windows 11 als Standardbrowser festlegen lässt. Der Weg führt über die Systemeinstellungen unter „Standard-Apps". Dort lassen sich Einstellungen pro Anwendung oder Dateityp vornehmen.

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Wer unter ständigen Benachrichtigungen leidet, kann Abhilfe schaffen: In den Edge-Einstellungen unter „Cookies und Site-Berechtigungen" lässt sich der Benachrichtigungs-Prompt komplett deaktivieren. Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung für die Konzentration.

Auch die Lesezeichen-Verwaltung wurde überarbeitet. Neue Tastenkombinationen und ein verbessertes Favoriten-Panel erleichtern die Organisation. Der klassische Favoriten-Button lässt sich bei Bedarf ein- und ausblenden.

Diese Verbesserungen fallen mit dem aktuellen Windows-11-Update KB5095093 zusammen, das seit dem 24. Juni als Vorabversion verfügbar ist. Es bringt unter anderem leisere Taskbar-Widgets und ein besseres Speichermanagement.

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