Edge, Microsoft

Edge 149: Microsoft streicht Drop und schließt 28 Chromium-Lücken

22.06.2026 - 08:16:01 | boerse-global.de

Microsoft entfernt die Drop-Funktion aus Edge und fokussiert den Browser auf die KI-Plattform Copilot. Ein Update schließt zudem 28 Chromium-Lücken.

Microsoft Edge: Drop-Funktion weicht KI-Copilot-Integration
Edge - A stylized web browser interface with AI symbols and security icons, representing technological advancement and data protection. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mit Version 149 verschwindet das Feature endgültig – der Konzern setzt stattdessen voll auf Künstliche Intelligenz und die Copilot-Plattform.

Der Schritt ist Teil einer grundlegenden Neuausrichtung. Microsoft hat Edge inzwischen der KI-Abteilung unterstellt und räumt Copilot höchste Priorität ein. Bereits zuvor waren die Sidebar und die Collections-Funktion entfernt worden. Nun trifft es auch „Drop", das bislang das schnelle Teilen von Dateien zwischen Geräten ermöglichte.

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Was mit den gespeicherten Daten passiert

Dateien, die über Drop in OneDrive abgelegt wurden, bleiben erhalten. Anders sieht es bei Textnotizen aus: Diese werden unwiderruflich gelöscht. Microsoft rät Nutzern, ihre Notizen vor dem endgültigen Wechsel herunterzuladen. Auch das visuelle Design des Browsers soll sich verändern – es wird sich stärker an der eigenständigen Copilot-Anwendung orientieren.

Sicherheitsupdate mit 28 Chromium-Lücken

Parallel zum Feature-Wandel hat Microsoft am 18. Juni 2026 die Version 149.0.4022.80 veröffentlicht. Sie schließt Dutzende Sicherheitslücken, darunter 28 Schwachstellen in der Chromium-Engine. Fünf davon stuft die Industrie als kritisch ein – sie betreffen „Use-after-free"-Fehler in WebShare, Digital Credentials, File Input und Web Authentication. Die restlichen 23 gelten als hohes Risiko. Aktuell ausgenutzte Zero-Day-Lücken seien nicht betroffen, so Microsoft.

Patchday mit Nebenwirkungen

Die Edge-Updates kommen in einer turbulenten Wartungsphase. Der Juni-Patchday (KB5094126) vom 9. Juni 2026 schloss zwar über 200 Sicherheitslücken, brachte aber auch neue Probleme mit sich. Nutzer berichten von kryptischen Dateinamen im Papierkorb, OneDrive-Ausfällen auf Domänen-PCs und BitLocker-Sperren auf Enterprise-Hardware von Herstellern wie HP und Dell.

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Microsoft hat einen Anzeigefehler im Papierkorb für verschiedene Windows-10- und Windows-11-Versionen bestätigt. Datenverlust sei jedoch ausgeschlossen. Ein endgültiger Fix ist für den 14. Juli 2026 angekündigt.

Frist für Secure-Boot-Zertifikate läuft ab

Eine weitere Deadline rückt näher: Am 24. Juni 2026 laufen drei Microsoft-Signaturzertifikate für Secure Boot ab. Systeme ohne aktuelles Update bleiben anfällig für UEFI-Bootkits – ein Risiko, das auf die „LogoFail"-Sicherheitslücke aus dem Jahr 2023 zurückgeht. Microsoft empfiehlt, den Zertifikatsstatus in den Systemsicherheitseinstellungen zu prüfen, um sich vor Angriffen auf niedriger Systemebene zu schützen.

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