Edge 149: Microsoft macht Copilot zum autonomen Web-Agenten
01.07.2026 - 12:37:42 | boerse-global.de
Der Fokus liegt auf künstlicher Intelligenz und Sicherheit – während altbekannte Funktionen verschwinden.
KI-Assistent wird zum eigenständigen Agenten
Die aktuellen Versionen 148 und 149, die seit dem späten Frühjahr 2024 ausgerollt werden, revolutionieren die Copilot-Integration. Der KI-Assistent kann nun komplexe, mehrstufige Aufgaben im Web eigenständig erledigen. Statt den Nutzer durch einzelne Schritte zu führen, navigiert Copilot selbstständig durch verschiedene Webseiten und Workflows.
Das dürfte besonders für Berufstätige interessant sein, die regelmäßig Recherchen über mehrere Plattformen hinweg durchführen. Statt selbst zwischen Tabs zu springen, genügt künftig eine einzige Anweisung.
Collections ade – Sicherheit bekommt Vorrang
Ein überraschender Schritt: Microsoft stellt die beliebte Collections-Funktion ein. Das Tool, mit dem Nutzer Webinhalte sammeln und organisieren konnten, fällt dem neuen Kurs zum Opfer. Offenbar setzt der Konzern auf schlankere Strukturen.
Auf der Sicherheitsseite gibt es dagegen deutliche Fortschritte. Version 148 führt ein gehärtetes Passwort-Management ein. Kennwörter liegen nicht länger im Klartext im Arbeitsspeicher – ein wichtiger Schutz gegen Memory-basierte Angriffe, die in der Branche zunehmend zum Problem werden.
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Für Unternehmen bringt das Update Passkey-Synchronisation und erweiterte Verwaltungsoptionen. Auch Microsoft Intune wurde im Juni 2024 aktualisiert: Auto-Updates für Enterprise App Management und neue Berechtigungssteuerungen für gemeinsam genutzte Geräte sind jetzt allgemein verfügbar.
119 schädliche Erweiterungen entfernt
Die Veröffentlichung kommt nicht von ungefähr. Erst am 30. Juni 2024 räumte Microsoft im Edge-Add-on-Store gründlich auf: 119 bösartige Erweiterungen wurden entfernt, die insgesamt rund 2,6 Millionen Nutzer erreicht hatten.
Die Schadsoftware stahl sensible Daten – darunter Anmeldedaten und Zwei-Faktor-Authentifizierungscodes. In einigen Fällen dienten die Erweiterungen als Hintertür für die Fernausführung von Code. Microsoft sperrte umgehend 90 verdächtige Entwicklerkonten.
Chromium-Bug: Microsoft hilft Google
Microsoft-Ingenieure arbeiten auch an der Stabilität der Chromium-Plattform, die Edge und Chrome zugrunde liegt. Der Entwickler Ting Shao identifizierte kürzlich einen Fehler in der Verwaltung der Local-State-Datei, der zum Verlust von Nutzerprofilen führte.
Betroffen waren rund 100.000 Edge-Nutzer – etwa 0,016 Prozent der Anwenderbasis. Ein erster Backup-Fix kam bereits im März 2024. Nun arbeitet Microsoft mit Google an einer dauerhaften Lösung, die Dateiersetzungen bei Fehlern automatisch wiederholt.
Windows 11 und Outlook: Das große Ganze
Die Browser-Updates sind Teil einer größeren Offensive. Ende Juni 2024 veröffentlichte Microsoft drei optionale Windows-11-Updates (KB5095186, KB5095615, KB5102558). Sie verbessern die Windows-Wiederherstellungsumgebung und Setup-Dateien – ohne Neustart.
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Auch der neue Outlook-Client macht Fortschritte. Der PST-Support für Kalender und Kontakte ist seit dem Frühsommer 2024 verfügbar. Weitere Funktionen wie schreibgeschützter Zugriff und E-Mail-Anhänge folgen bis Ende 2025. Erste Tester sehen zudem Anzeichen für Windows 11 Version 26H2 mit Updates für Taskleiste und Datenschutzeinstellungen.
