Edge 149: Microsoft entfernt Seitenleiste und setzt auf KI
07.06.2026 - 11:45:06 | boerse-global.de
Microsoft hat Version 149.0.4022.52 seines Browsers ausgerollt – und damit einige altbekannte Features kassiert. Die Seitenleiste und die Sammlungen-Funktion fallen weg, während der KI-Assistent Copilot weiter ausgebaut wird. Das Update erschien am 6. Juni 2026 und soll den Browser schlanker machen.
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Seitenleiste und Sammlungen gestrichen
Nach der Installation berichten Nutzer vom Verschwinden der Edge-Seitenleiste. Die App-Liste am Fensterrand wird eingestellt – nur das Copilot-Interface und einige Seitenpanel-Elemente bleiben erhalten. Microsoft will den Browser verschlanken und opfert dafür Produktivitätstools, die zuvor das Anheften verschiedener Anwendungen erlaubten.
Auch die Sammlungen-Funktion ist Geschichte. Sie ermöglichte es, Webseiten, Bilder und Notizen auf visuellen Boards für Recherchezwecke zu speichern. Branchenbeobachter sehen darin eine klare Verschiebung hin zu KI-gestützten Fähigkeiten, insbesondere Microsoft Copilot. Eine offizielle Option zur Wiederherstellung der entfernten Funktionen gibt es nicht. Microsoft bittet Nutzer, Feedback über die integrierten Meldewerkzeuge des Browsers zu geben.
Biometrie ersetzt Master-Passwort
Bereits am 4. Juni 2026 änderte Microsoft die Sicherheitsarchitektur des Browsers grundlegend. Die Funktion „Benutzerdefiniertes Hauptpasswort“ (Master-Passwort) wurde entfernt. Der Zugriff auf gespeicherte Passwörter erfolgt jetzt ausschließlich über gerätebasierte Authentifizierung wie Windows Hello.
Nutzer müssen sich künftig per PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung identifizieren. Microsoft begründet den Schritt mit den höheren Sicherheitsstandards hardwarebasierter Biometrie. Wer kein Gerät mit Infrarotsensor für die Gesichtserkennung besitzt oder in schlecht beleuchteten Umgebungen arbeitet, soll auf PIN oder Fingerabdruck ausweichen.
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Sicherheitspaket und erste Probleme
Der Sprung auf Version 149 bringt ein massives Sicherheitsupdate mit sich. Die Aktualisierung behebt Hunderte von Schwachstellen, darunter über 420 Fehler in der zugrunde liegenden Chromium-Engine. Eine besonders kritische Lücke trug die Kennung CVE-2026-10881 und erhielt eine hohe Schweregrad-Einstufung.
Doch die Freigabe verlief nicht reibungslos. In Foreneinträgen vom 7. Juni 2026 berichten Nutzer von optischen Fehlern: weiße Ränder um das Browserfenster und fehlende Favicons. Andere klagen über Leistungseinbrüche, langsamere Ladezeiten und Schwierigkeiten mit der Passkey-Verwaltung nach dem Update.
Für verwaltete Geräte in Unternehmen bleibt ein Hintertürchen: Administratoren können über Gruppenrichtlinien wie die HubsSidebarEnabled-Direktive bestimmte Seitenleisten-Einstellungen umschalten. Die Standard-Konsumentenversion schaltet diese Features jedoch standardmäßig ab.
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