Deutschland, Spanien

Telekom möchte letzte Funklöcher mit Starlink schließen

02.03.2026 - 16:02:39 | dpa.de

Echte Funklöcher gibt es nur wenige in Deutschland. Dumm gelaufen, wenn man trotzdem in einem landet. Damit das nicht mehr passiert, richten die Handynetzbetreiber ihren Blick nach oben.

  • Ein Starlink-Marketingpavillon beim Mobile World Congress 2024. - Foto: Wolf von Dewitz/dpa-Zentralbild/dpa
    Ein Starlink-Marketingpavillon beim Mobile World Congress 2024. - Foto: Wolf von Dewitz/dpa-Zentralbild/dpa
  • Starlink-Vertriebsmanagerin Stephanie Bednarek auf der Bühne des Telekom-Messestandes beim MWC.  - Foto: Wolf von Dewitz/dpa
    Starlink-Vertriebsmanagerin Stephanie Bednarek auf der Bühne des Telekom-Messestandes beim MWC. - Foto: Wolf von Dewitz/dpa
  • Telekom-Technologievorstand Abdu Mudesir (Mitte) bei einem Messerundgang mit Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (links).  - Foto: Wolf von Dewitz/dpa
    Telekom-Technologievorstand Abdu Mudesir (Mitte) bei einem Messerundgang mit Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (links). - Foto: Wolf von Dewitz/dpa
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Damit ihre Funklöcher verschwinden, setzt die Deutsche Telekom auf den Satelliten-Internetanbieter Starlink vom US-Unternehmer Elon Musk. Der Bonner Konzern verkündete auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona, dass er eine Partnerschaft mit dem amerikanischen Unternehmen geschlossen habe und ab 2028 Handynutzer in bisherigen Funklöchern mit Satelliten im Weltall verbunden werde. 

Laut Bundesnetzagentur umfassten die Telekom-Funklöcher im vergangenen Herbst 1,2 Prozent der Landesfläche, bei Vodafone und O2 waren es jeweils 1,7 Prozent - das heißt, dass da nicht mal 2G-Verbindungen möglich waren. 

Mit dem Einkauf von Satellitenverbindungen verbessert die Telekom die Lage für ihre Kunden. Allerdings hat die Sache einen Haken: Bislang sind kaum Smartphones am Markt, die die dafür nötige Technik (Direct to Device) haben. Die Telekom ist aber überzeugt, dass sich das in den kommenden Jahren ändert und entsprechend viele Kunden ab 2028 überall in Deutschland Netz bekommen. Hierfür ist es allerdings nötig, dass der Smartphone-Nutzer freie Sicht zum Himmel hat - er darf also nicht in einem Haus sitzen oder unter Bäumen im tiefen Wald sein. 

Satellitenverbindungen sind nur ein Notnagel

Der Telekom-Technologievorstand Abdu Mudesir sagte, dass seine FIrma zwar weiterhin stark in den Netzausbau investiere. Es gebe aber noch immer Regionen, in denen der Ausbau wegen der Topografie oder Naturschutzauflagen besonders komplex sei. «Auch dort wollen wir zuverlässige Konnektivität für unsere Kunden sicherstellen, deshalb ergänzen wir unser Netz strategisch um Satellite-to-Mobile-Konnektivität.»

Die Starlink-Vertriebsmanagerin Stephanie Bednarek trat auf die Bühne des MWC-Messestandes der Telekom und zeigte sich zufrieden über die neue Vereinbarung der beiden Firmen. Man werde «zuverlässige Satellite-to-Mobile-Konnektivität in zehn Ländern für Millionen von Menschen bereitstellen», sagte Bednarek. 

Unter den Ländern sind Deutschland und Österreich. Die Vereinbarung sei die erste, die auf eine besondere Technologie zurückgreife, die «V2 next-generation Technology». «Sie bringt Daten, Sprache und Messaging direkt auf das Mobiltelefon», so Bednarek.

Wettbewerber suchen Schulterschluss mit anderer US-Firma

Die Konkurrenten setzen ebenfalls auf Satellitenverbindungen, aber nicht Starlink. Vodafone hat dazu das Gemeinschaftsunternehmen Satellite Connect Europe mit dem US-Satellitenbetreiber AST gegründet, das schon im Verlauf dieses Jahres in Europa erste Angebote auf den Markt bringen soll - in welchem Umfang das sein wird, ist noch unklar. Der französische Netzbetreiber Orange und der spanische Anbieter Telefónica wollen das Angebot des Unternehmens ebenfalls nutzen, wie beide Firmen bekanntgaben.

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