Ebola-Kongo, Kontakte

Ebola-Kongo: Nur 20% der Kontakte nachverfolgt – Impfstoff fehlt

02.06.2026 - 05:30:14 | boerse-global.de

Entwicklungsministerin Alabali-Radovan sagt Libanon-Besuch wegen Sicherheitsbedenken ab. Neue Reisewarnungen für Iran und Palästinensergebiete.

Ebola-Kongo: Nur 20% der Kontakte nachverfolgt – Impfstoff fehlt - Bild: über boerse-global.de
Ebola-Kongo: Nur 20% der Kontakte nachverfolgt – Impfstoff fehlt - Bild: über boerse-global.de

Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabali-Radovan, musste ihre geplante Reise in den Libanon am 1. Juni aus Sicherheitsgründen abbrechen. Die Entscheidung fiel während des Anflugs auf Beirut. Hintergrund ist die zunehmende Zuspitzung des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah – trotz einer bestehenden Waffenruhe.

Ursprünglich waren Gespräche mit hochrangigen Regierungsvertretern und dem Militär geplant. Das Auswärtige Amt hat parallel die Reisewarnungen für den Iran und die palästinensischen Gebiete bekräftigt. Für deutsche Staatsangehörige im Iran gibt es eine Ausreiseaufforderung. Die Gefahr willkürlicher Verhaftungen, besonders für Doppelstaater, gilt als hoch.

Ebola-Ausbruch im Kongo – Behörden warnen

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Das International Rescue Committee (IRC) warnte am 1. Juni vor einem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo. Die tatsächlichen Fallzahlen könnten deutlich über den gemeldeten Werten liegen, denn derzeit werden nur rund 20 Prozent der Kontaktpersonen nachverfolgt. Das Virus verbreitet sich vermutlich seit dem Frühjahr unkontrolliert. Ein zugelassener Impfstoff für den aktuellen Stamm fehlt.

Thailands Regierung dementierte unterdessen Berichte über Ebola-Fälle im eigenen Land und spricht von Falschinformationen. Eingereiste Personen aus betroffenen Gebieten seien nach Untersuchungen als unbedenklich eingestuft worden.

Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff – Wiederaufnahme geplant

Das Kreuzfahrtschiff „Hondius“ soll am 6. Juni wieder in See stechen. Nach einem Hantavirus-Ausbruch mit drei Todesfällen wurde das Schiff desinfiziert. Laut Weltgesundheitsorganisation besteht keine Pandemiegefahr.

Drohnen-Einschlag in Rumänien – Russischer Konsul ausgewiesen

In Europa meldete Rumänien am 1. Juni den Einschlag einer Drohne russischen Ursprungs nahe der Stadt Galati. Präsident Nicu?or Dan bestätigte den Fund von Wrackteilen mit kyrillischen Schriftzeichen. Zwei Personen wurden verletzt. Die Folge: Rumänien wies den russischen Generalkonsul aus.

In Deutschland will das Verteidigungsministerium die Meldepflicht für Männer im wehrfähigen Alter bei Auslandsreisen neu regeln. Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages hatte die bisherige Aussetzung der Meldepflicht als rechtswidrig eingestuft. Der Referentenentwurf vom 1. Juni sieht vor, die Abmeldepflicht künftig nur noch für den Spannungs- und Verteidigungsfall vorzuschreiben.

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Reisehinweise für andere Länder

Für weitere Reiseziele wurden die Sicherheitshinweise aktualisiert:

  • Singapur: Kein Visum für Aufenthalte bis 90 Tagen, aber elektronische Ankunftskarte nötig. Es gelten extrem strenge Drogengesetze und ein Einfuhrverbot für Kaugummi.
  • Pakistan: Für Grenzregionen wie Belutschischtan gilt die höchste Sicherheitsstufe und eine Reisewarnung.
  • Frankreich: Höchste Terrorwarnstufe des nationalen Sicherheitssystems. Zudem wird vor erhöhter Waldbrandgefahr im Sommer gewarnt.
  • Angola: Trotz stabiler innenpolitischer Lage wird vor hoher Kriminalität gewarnt. Von Reisen in die Provinzen Cabinda, Lunda Norte und Lunda Sul wird abgeraten.

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