Kriminelle, ZKB-Mails

eBanking-Betrug: Kriminelle kopieren ZKB-Mails und Access-Briefe

Veröffentlicht am: 01.07.2026 um 20:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kriminelle täuschen ZKB-Kunden mit Phishing-Mails und erbeuten eBanking-Zugänge. Die Betrugswelle betrifft auch andere Institute.

ZKB-Kunden im Visier: Neue Betrugswelle mit gefälschten Aktivierungsbriefen
Eine gefälschte E-Mail der Zürcher Kantonalbank auf einem Laptop-Bildschirm, die zu einer Phishing-Website führt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Visier: der sogenannte Access-Aktivierungsbrief.

So läuft der Betrug ab

Die Angriffe starten mit einer E-Mail im Namen der ZKB. Darin werden Empfänger aufgefordert, ihre Telefonnummer zu bestätigen. Ein Link führt auf eine täuschend echte Nachbauseite.

Dort sollen Opfer ihre Vertragsnummer, das eBanking-Passwort sowie persönliche Daten wie Name und Geburtsdatum eingeben. Besonders perfide: Die Betrüger verlangen auch die Daten aus dem Access-Aktivierungsbrief. Dieses Dokument ist ein zentrales Sicherheitselement – damit können Kriminelle ein neues Gerät fürs eBanking registrieren. Haben sie diesen Zugriff, kontrollieren sie das Konto vollständig und können Transaktionen freigeben.

Angriffswelle trifft viele Institute

Die Warnung kommt nicht zufällig. Anfang Juli häufen sich Cyberangriffe auf den Finanzsektor. Ähnliche Kampagnen richten sich gegen Kunden der Volksbanken Raiffeisenbanken. Dort drohen die Täter mit einer angeblichen Unstimmigkeit in den Stammdaten oder einer Kontosperrung binnen 24 Stunden.

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Auch andere Branchen sind betroffen. Gefälschte Swisscom-Mitteilungen locken über angebliche Sprachnachrichten auf schadhafte Seiten. Selbst SMS und Messenger werden für Betrug genutzt – etwa mit falschen Gewinnspielversprechen im Namen des ÖAMTC.

Das raten Experten

Der aktuelle BSI Cybersicherheitsmonitor 2026 zeigt: Jeder Zehnte in Deutschland wurde bereits Opfer von Cyberkriminalität. Beim Online-Shopping ist sogar jeder Vierte von Zahlungsbetrug betroffen.

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Banken fordern niemals Passwörter oder Aktivierungsdokumente per E-Mail oder über verlinkte Webseiten an. Wer eine solche Nachricht erhält, sollte sie ignorieren und löschen. Für eBanking-Geschäfte gilt: Nur die offizielle App nutzen oder die Adresse manuell eingeben. Wer bereits Daten auf einer verdächtigen Seite eingegeben hat, sollte sofort die Bank kontaktieren und Konten sowie Karten sperren lassen.

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