EasyPark-Betrug: Kriminelle fordern 11,93 Euro per SMS
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 08:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Parkdienstleister EasyPark hat eine Warnung vor einer aktuellen Betrugsserie herausgegeben, bei der Kriminelle versuchen, Nutzer über Kurzmitteilungen zur Zahlung angeblich offener Rechnungen zu bewegen. Die Phishing-Welle zielt darauf ab, sensible Zahlungsdaten abzugreifen und die Empfänger durch Drohgebaren unter Druck zu setzen.
Manipulative Drohungen und konkrete Geldforderungen
Die Vorgehensweise der Betrüger folgt einem bekannten Muster, bei dem über SMS-Nachrichten eine dringende Handlungssperre oder eine offene Forderung suggeriert wird.
In den versendeten Nachrichten fordern die Absender im Namen von EasyPark die Begleichung eines vermeintlich ausstehenden Betrags in Höhe von 11,93 Euro. Um die Dringlichkeit zu erhöhen, wird für den Fall einer Nichtzahlung mit einer deutlichen Erhöhung der Kosten auf 87,23 Euro gedroht.
Nach Berichten von Automobilclubs und Sicherheitsexperten gehen die Drohungen in einigen Fällen noch weiter. So werde den Empfängern mit einer Gesamtforderung von 100 Euro gedroht, sollte die Zahlung ausbleiben.
Zudem würden die Betrüger behaupten, dass bei weiterer Verzögerung behördliche Maßnahmen eingeleitet werden könnten. Ziel dieser Taktik ist es, die Nutzer zu einer unüberlegten Handlung und dem Klick auf einen in der SMS enthaltenen Link zu bewegen.
EasyPark verweist auf offizielle Zahlungswege
Das Unternehmen EasyPark betonte im Zusammenhang mit der aktuellen Warnung, dass es grundsätzlich keine SMS-Nachrichten von unbekannten Telefonnummern an seine Nutzer versende. Der Anbieter rät Kunden dringend dazu, sämtliche Zahlungen ausschließlich über die offizielle EasyPark-App durchzuführen.
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Nur so könne sichergestellt werden, dass die Transaktionen über die gesicherten Systeme des Unternehmens abgewickelt werden und keine Daten in die Hände unbefugter Dritter gelangen.
Handlungsempfehlungen für betroffene Verbraucher
Sicherheitsexperten und Verbraucherschützer haben klare Leitlinien für den Umgang mit derartigen Nachrichten veröffentlicht. Die Verbraucherzentrale rät Empfängern solcher Kurznachrichten, grundsätzlich keine darin enthaltenen Links zu öffnen.
Auch die Installation von Apps, die über solche Wege beworben werden, sollte unterbleiben. Ein wichtiger Basisschutz sei zudem die Durchführung regelmäßiger Software-Updates auf den Endgeräten, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.
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Für den Fall, dass Nutzer bereits auf die Masche hereingefallen sind und persönliche Informationen oder Bankdaten auf einer gefälschten Website eingegeben haben, werden umgehende Sicherheitsmaßnahmen empfohlen.
Juristen und Experten des ADAC raten in solchen Fällen dazu, unverzüglich Kontakt mit dem eigenen Kreditinstitut aufzunehmen. Betroffene sollten ihre Zahlungskarten sperren lassen, um weiteren finanziellen Schaden abzuwenden. Darüber hinaus wird empfohlen, den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige zu bringen.
Die aktuelle Phishing-Welle verdeutlicht erneut die Notwendigkeit einer erhöhten Aufmerksamkeit bei unaufgeforderten Zahlungsaufforderungen per Textnachricht, insbesondere wenn diese mit hohen Strafgebühren oder rechtlichen Konsequenzen drohen.
