Dun & Bradstreet: Geschäftsdaten für KI-Agenten via Microsoft
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 19:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Dun & Bradstreet hat neue Integrationen zwischen seinem D&B Commercial Graph und Microsoft Copilot Studio sowie Dynamics 365 Agents angekündigt, wie kmworld.com berichtete. Die Anbindung erfolgt über das Model Context Protocol (MCP) und soll KI-Agenten in Unternehmen mit verifizierten Geschäftsdaten versorgen.
Verifizierte Daten für Agenten-Workflows
Der D&B Commercial Graph liefert nach Angaben von Dun & Bradstreet verifizierte Informationen zu Business-Identity, Geschäftsbeziehungen und Risiken. Grundlage dieser Daten ist die D-U-N-S Number, mit der Dun & Bradstreet Unternehmen weltweit eindeutig identifiziert. Die neue Integration soll KI-Agenten in vier Anwendungsbereichen unterstützen: Finance/Credit, Compliance, Sales/Marketing sowie Master Data Management.
Elizabeth Barrette, General Manager MDM Solutions bei Dun & Bradstreet, äußerte sich laut kmworld.com zu der Ankündigung. Ziel sei es, KI-Agenten in Microsoft-Umgebungen mit vertrauenswürdigsten, strukturierten Unternehmensdaten zu versorgen, damit diese in Prozessen wie Kreditprüfung, Compliance-Kontrollen oder Vertriebssteuerung verlässlicher agieren können.
Auch bei IBM watsonx eingebunden
Parallel zur Microsoft-Integration ist der D&B Commercial Graph laut einem Bericht von aithority.com auch im Agent Catalog von IBM watsonx Orchestrate verfügbar, ebenfalls über einen MCP-Server. Die dort genannten Anwendungsfälle decken sich mit denen der Microsoft-Anbindung: Vertrieb und Marketing, Risiko und Compliance sowie Finanzen und Kredit.
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Damit positioniert sich Dun & Bradstreet als Datenlieferant für KI-Agenten über mehrere große Plattform-Ökosysteme hinweg, statt sich auf eine einzelne Cloud- oder KI-Umgebung zu beschränken.
Datenqualität als Engpass für KI-Einsatz
Hintergrund der Initiative ist laut aithority.com eine Umfrage von Dun & Bradstreet mit dem Titel "AI Momentum", wonach nur 6 Prozent der Unternehmen ihre eigenen Unternehmensdaten für den großflächigen Einsatz von KI als voll bereit einschätzen.
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Diese Lücke zwischen KI-Ambitionen und der tatsächlichen Datenqualität in Unternehmen dürfte einer der zentralen Gründe sein, warum Dun & Bradstreet seine verifizierten Datenbestände nun direkt in gängige Agenten-Plattformen wie Copilot Studio, Dynamics 365 und watsonx Orchestrate einspeist.
Für Unternehmen, die KI-Agenten für automatisierte Entscheidungsprozesse einsetzen wollen, verspricht die Integration einen direkten Zugriff auf strukturierte, überprüfte Geschäftsinformationen, ohne dass Daten manuell zusammengeführt werden müssen. Ob und wie schnell sich dies in der Praxis auf die von Dun & Bradstreet festgestellte Datenqualitätslücke auswirkt, bleibt abzuwarten.
