Drohnen-Rekord, Flüge

Drohnen-Rekord: 55.000 Flüge monatlich in den USA

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 07:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de

55.000 Drohnenflüge pro Monat in den USA, während Lieferroboter in Städten für Ärger sorgen und neue Regulierungen fordern.

US-Drohnenlogistik 2026: Rekordflüge und Konflikte auf Gehwegen
Autonomer Lieferroboter auf einem Bürgersteig, im Hintergrund Geschäfte unter filmischem Licht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Rekordflüge und milliardenschwere Expansion

Der US-Drohnenmarkt hat im Juli 2026 einen Meilenstein erreicht: 55.000 Flüge pro Monat – so viele wie nie zuvor. Branchengrößen wie Zipline haben die Marke von zwei Millionen Auslieferungen geknackt, Amazon Prime Air ist mittlerweile in zehn US-Märkten aktiv. Walmart treibt die Expansion durch eine Partnerschaft mit Wing voran und peilt bis 2027 rund 270 Standorte an.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA reagiert auf das Wachstum mit einem neuen Regelwerk namens Part 108. Es soll Flüge außerhalb der Sichtweite des Piloten regulieren – eine technische und rechtliche Hürde, die bisher viele kommerzielle Anwendungen bremste.

Roboter in der Logistik: Vom Test zum Regelbetrieb

In der Lagerlogistik setzt der US-Anbieter Robust.AI auf eine schrittweise Einführung. In Vista, Kalifornien, startete im Juli die „Go-live“-Phase des Carter-Roboters im ShipLab. Das Prinzip: erst pilotieren, dann skalieren. Die Bezahlung erfolgt nach dem RaaS-Modell (Robots-as-a-Service) – erst wenn die Maschinen bestimmte Leistungsziele erreichen, fließt Geld.

Der Trend zur Automatisierung erfasst auch den Lebensmittelhandel. Laut aktuellen Marktdaten setzen bereits 68 Prozent der Supermärkte auf KI-gestützte Prozesse. Ein Coresight-Report zeigt zudem: 56,3 Prozent der US-Amerikaner kaufen inzwischen online ein. Walmart führt mit 59,2 Prozent Marktanteil, Amazon folgt mit 45,1 Prozent.

Ärger auf dem Bürgersteig

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Während Drohnen am Himmel kaum stören, sorgt die Konkurrenz am Boden für Unmut. In Bristol (Großbritannien) eskalierte ein Streit um Lieferroboter von Just Eat. Nach einer Beinahe-Kollision mit einem Hund auf der Gloucester Road stellte sich heraus: Die Stadt hatte dem Test nie zugestimmt. Lokalpolitiker fordern nun nationale Sicherheitsstandards und eine Lizenzpflicht.

Auch in Milton Keynes, wo Starship Technologies seit 2018 unterwegs ist, mehren sich Beschwerden. Die Roboter schaffen eine typische Gehstrecke von sieben Minuten in fünf – bleiben danach aber oft stehen und blockieren Gehwege.

In Los Angeles berichten Anwohner und Geschäftsleute von Hindernissen auf belebten Bürgersteigen. Die Folge: Glendale erwägt ein Moratorium für Lieferroboter, Chicago hat deren Expansion bereits eingeschränkt.

Gebühren für die Infrastruktur

West Hollywood geht einen anderen Weg: Die Stadt erhebt eine Tagesgebühr von vier Dollar pro Roboter. Das Geld fließt in den Ausbau von Bordsteinrampen und andere Gehwegverbesserungen. Unternehmen wie Coco und Robot.com stellen zudem Daten zur Barrierefreiheit zur Verfügung – damit Städte Schlaglöcher und Hindernisse gezielt beseitigen können.

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Deutsche Traditionsmarke vor der Übernahme

Während die USA die Automatisierung vorantreiben, kämpft der deutsche Einzelhandel mit strukturellen Veränderungen. Die traditionsreiche Kette Feneberg meldete im Januar 2026 Insolvenz an. Die REWE Group und LEH Allgäu übernehmen nun die 72 Filialen. REWE will seine Standorte umbenennen, LEH Allgäu behält den Namen Feneberg. Schon 2025 testete REWE eigene Roboterlieferungen – ein Zeichen, dass die Zukunft auch hier automatisiert kommt.

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