Drohnen-Produktion, Ukraine

Drohnen-Produktion: 300-Millionen-Projekt für Ukraine im Großraum München

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 20:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Auterion und Airlogix fertigen in Bayern über 5.000 autonome Drohnen für die Ukraine. Erste Lieferungen sind 2026, Abschluss 2027 vorgesehen.

Auterion und Airlogix starten Drohnenfertigung für die Ukraine
Moderne industrielle Fertigungshalle mit technischer Infrastruktur und Montagebereichen. Illustration mit AI erstellt.

In einem Joint Venture haben die Unternehmen Auterion und Airlogix die Serienfertigung von mehr als 5.000 autonomen Kampfdrohnen für die Ukraine im Großraum München aufgenommen.

Wie aus Branchenberichten von Anfang September hervorgeht, umfasst das Projekt die Produktion von Mittel- und Langstreckensystemen der Typen Anubis und Seth X. Der Auftragswert beläuft sich laut verschiedenen Quellen auf rund 300 Millionen Euro beziehungsweise 300 Millionen US-Dollar.

Technische Spezifikationen und Fertigungszeitraum

Die Kooperation sieht eine klare Aufgabenverteilung zwischen den Partnern vor: Während Auterion die Softwarelösungen bereitstellt, ist Airlogix für die Hardwarekomponenten verantwortlich. Die Drohnen verfügen über eine Reichweite von bis zu 1.500 Kilometern.

Ein wesentliches Merkmal der Systeme ist die KI-gestützte Navigation, die speziell für den Einsatz in Umgebungen mit aktiver elektronischer Kriegsführung entwickelt wurde, um die Zielerreichung auch bei gestörten Signalen sicherzustellen.

Es handelt sich um die erste Produktion dieser Art für das Joint Venture am Standort Deutschland. Ein entsprechender Vertrag wurde mit der deutschen Regierung geschlossen. Die Planung sieht vor, dass die ersten Auslieferungen noch im Jahr 2026 erfolgen sollen. Der Abschluss der gesamten Fertigung ist für Mitte 2027 anberaumt.

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Ausbau autonomer Systeme im maritimen Bereich

Parallel zur Drohnenproduktion im Luftraum verstärken andere Akteure ihre Aktivitäten im Bereich unbemannter Seesysteme (USV). Das Unternehmen STARK und die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FSG) haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Vanta-USV-Familie künftig in größeren Stückzahlen in Flensburg zu fertigen. Ziel dieser Initiative ist die Abwehr hybrider Bedrohungen in der Nord- und Ostsee.

Ergänzend dazu schloss STARK am 1. September 2026 eine Vereinbarung mit OVES Enterprise über die Integration der Nemesis-KI in die VANTA-Systeme ab. In einer ersten Phase soll die künstliche Intelligenz die Hindernisvermeidung, die Navigation ohne globales Satellitennavigationssystem (GNSS) sowie die Interpretation von Sensordaten übernehmen.

Mihai Filip, CEO von OVES, stellte eine langfristige Zusammenarbeit in Aussicht. Während aktuell kein rumänischer Beschaffungsvertrag vorliegt, werden die VANTA-Systeme derzeit für nationale Verteidigungsprogramme geprüft. Bereits im August 2026 übernahm die Bundeswehr mit der „Seetaube“ die erste unbemannte Seedrohne von STARK.

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Internationale Marktentwicklungen und Finanzierungen

Auch international gewinnt die automatisierte Verteidigungstechnologie an Dynamik. Das Unternehmen Seasats hat den Produktionsstart des Quickfish-Interceptor-USV gemeldet. Das Fahrzeug erreicht Geschwindigkeiten von über 40 Knoten, verfügt über einen selbstaufrichtenden Rumpf bis Seegang 10 und kann wochenlange Einsätze absolvieren. Im Zeitraum vom 13. bis 24. Juli 2026 wurde das System bereits bei der Übung Silent Swarm in Michigan getestet.

Weitere Entwicklungen im Überblick:

  • Japan: Die japanische Beschaffungsbehörde ATLA hat einen Massenproduktionsvertrag mit Terra Drone für 3D-gedruckte Interceptor-Drohnen vom Typ Terra B1 geschlossen. Nach erfolgreichen Demonstrationstests im Sommer 2026 soll die Lieferung ab September 2026 beginnen.
  • Finanzierung: INLEAP Photonics sicherte sich eine Seed-Finanzierung in Höhe von rund 20 Millionen Euro für die Entwicklung von Laser-Systemen zur Drohnenabwehr.
  • Marokko: Harmattan AI eröffnete ein Engineering-Zentrum in Rabat mit 50 Ingenieuren, um die Massenproduktion von Drohnen vorzubereiten. Das Unternehmen unterhält seit Juni 2026 eine strategische Partnerschaft mit den marokkanischen Streitkräften.
  • USA: Die US Army validierte im Juli 2026 die erste produktionsreife LRPM-Drohne (Altius-700M), deren Einsatz für 2027 geplant ist. Zudem stattet Hermeus das Mach-3-Flugzeug Quarterhorse Mk2 mit Autonomie-Software von Anduril aus, wobei Flugtests ab 2027 vorgesehen sind.

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