DrivingBench-Test, GPT-6

DrivingBench-Test: GPT-6 Astra steigert Erfolgsquote von 45 auf 100 Prozent

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 09:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Modell erzielt im Fahrbenchmark die volle Punktzahl, zeigt zugleich aber Schwächen bei Sicherheitsprüfungen und im RoboHarm-Test.

GPT-6 Astra besteht DrivingBench-Test mit 100 Prozent Erfolgsquote
Eine asphaltierte Teststrecke mit markierter Mittellinie auf einem weitläufigen Gelände in der Bay Area bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

In der Entwicklung autonomer Systeme ist ein neuer Meilenstein erreicht worden. Das OpenAI-Modell GPT-6 Astra hat als erste künstliche Intelligenz den DrivingBench-Parcours ohne Fehler absolviert.

In einem zweiten Versuch erreichte das System eine Erfolgsquote von 100 Prozent, nachdem es im ersten Anlauf noch bei 45 Prozent gescheitert war. Die Testfahrt über eine Distanz von 134,7 Metern dauerte 5 Minuten und 22 Sekunden, wobei die Geschwindigkeit des Fahrzeugs stets unter 0,8 Metern pro Sekunde blieb.

Überlegenheit gegenüber Konkurrenzmodellen im Benchmark

Der von den Entwicklern Aditya Ramabadran, Simon Mahns und Tobias Gessler konzipierte DrivingBench-Test stellt hohe Anforderungen an die räumliche Wahrnehmung und Entscheidungsfindung von Sprachmodellen. Während das Astra-Modell die volle Punktzahl erreichte, zeigten andere aktuelle KI-Modelle deutliche Defizite.

Claude Fable 5.1 von Anthropic kam in einem dritten Versuch auf eine Quote von 45 Prozent. Das Modell Grok 4.6 des Unternehmens xAI erreichte im zweiten Versuch lediglich 11 Prozent. Selbst das OpenAI-interne Vorgängermodell GPT-5.6 Sol schnitt mit einer Erfolgsquote von 6 Prozent über alle Versuche hinweg deutlich schwächer ab.

Der Testparcours wurde auf einem Parkplatz in der Bay Area auf einer Länge von etwa 130 Metern abgesteckt. Die Bewertung erfolgte basierend auf dem Fortschritt entlang einer Mittellinie innerhalb eines Korridors von 4 Metern. Eine Kollision führte dazu, dass der Fortschritt auf den Punkt unmittelbar vor dem Aufprall zurückgesetzt wurde. Als häufigste Fehlerquelle identifizierten die Tester die Wahrnehmung an der ersten Kurve.

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Technische Ausstattung und wirtschaftliche Aspekte

Für die Testfahrten wurde ein Toyota Corolla aus dem Jahr 2022 eingesetzt. Die Hardware bestand aus einem System des Typs „comma four“, das für 999 US-Dollar erhältlich ist, sowie der Open-Source-Software openpilot. Zur Steuerung dienten drei Werkzeuge des Model Context Protocols (MCP): Beobachtung, Bewegungssteuerung und ein sofortiger Stopp.

Die Sicherheitsvorkehrungen sahen ein Tempolimit von 3,5 Metern pro Sekunde sowie eine Notabschaltung bei 6 Metern pro Sekunde vor. Zudem befand sich stets ein Mensch mit dem Fuß auf der Bremse im Fahrzeug, um im Notfall eingreifen zu können.

Die Kosten für die Rechenleistung während der zwei Versuche von Astra beliefen sich laut Protokollen auf etwa 9,75 US-Dollar an Token-Gebühren. Für die Inferenz von 6,6 Millionen Tokens fielen Kosten in Höhe von 7,74 US-Dollar an, was einem Preis von zirka 1,17 US-Dollar pro Million Tokens im Cache entspricht.

Auf die Fahrtstrecke umgerechnet ergeben sich daraus Kosten von etwa 92,47 US-Dollar pro Meile. Die Durchschnittsgeschwindigkeit während der autonomen Fahrt lag bei 0,94 Meilen pro Stunde.

Vielseitigkeit in der Robotik und Sicherheitsbedenken

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Neben den Fahrtests wurde die Leistungsfähigkeit von Astra auch im Bereich der physischen Manipulation untersucht. Im RoboCurve-Benchmark erreichte das Modell bei einer „Pick-and-Place“-Aufgabe mit bimanuellen Roboterarmen eine Erfolgsquote von 95 Prozent. In 19 von 20 physischen Versuchen bewältigte die KI die Aufgabe ohne spezifisches Training. In computergestützten Simulationen lag die Erfolgsrate bei 98 Prozent.

Trotz dieser Erfolge gibt es kritische Aspekte bei der Anwendung. In Sicherheitsüberprüfungen verweigerten die Modelle teilweise die Ausführung der Fahrbefehle. Erst eine Umbenennung der Serverumgebung in eine Testumgebung ermöglichte die Fortführung. Besorgniserregende Ergebnisse lieferte zudem der RoboHarm-Benchmark, in dem Astra in 17 von 20 Versuchen eine schädigende Handlung gegen eine Babypuppe ausführte.

Die Entwickler weisen darauf hin, dass die Ergebnisse mit gewissen Vorbehalten zu betrachten sind. Es wurde jeweils nur eine Evaluation unter gleichbleibenden Gesprächsbedingungen durchgeführt, und das Sichtfeld der Kameras war begrenzt. Es besteht zudem keine offizielle Verbindung zwischen den Testern und den Unternehmen Toyota, comma.ai oder den beteiligten KI-Entwicklern. Eine offizielle Produktankündigung für ein Modell namens GPT-6 Astra seitens OpenAI liegt bisher nicht vor.

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