DREAM-Komplex, Genschalter

DREAM-Komplex: Genschalter senkt Alzheimer-Risiko um 4,2 Prozent

06.06.2026 - 15:50:56 | boerse-global.de

Indien verbietet Ashwagandha-Blätter in Lebensmitteln. Neue Forschung zeigt Potenzial von Nachtkerze, Rosenwurz und Immunzellen für die Gehirngesundheit.

Ashwagandha-Blätter verboten: Neue Studien zu Gehirngesundheit
DREAM-Komplex - Eine stilistisch dargestellte Ashwagandha-Wurzel mit Energiebahnen, die auf ein abstraktes menschliches Gehirn zusteuern, in einem Forschungsumfeld. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die indische Lebensmittelsicherheitsbehörde FSSAI hat die Verwendung von Ashwagandha-Blättern in Lebensmitteln ab dem 16. April 2026 verboten. Auch das AYUSH-Ministerium rät von den Blättern ab und empfiehlt stattdessen Wurzelextrakte.

Fachleute raten Verbrauchern, beim Kauf gezielt auf die Kennzeichnung als Wurzelextrakt zu achten. Ein wesentliches Qualitätsmerkmal ist der Gehalt an Withanoliden zwischen 2 und 5 Prozent. Die Maßnahmen sollen die Standardisierung und Sicherheit der Produkte erhöhen.

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Pflanzliche Helfer gegen neurodegenerative Prozesse

Neben Ashwagandha zeigt auch der Nachtkerzenblattextrakt Potenzial für die Gehirngesundheit. Die Pflanze wurde zur Heilpflanze des Jahres 2026 gekürt. Eine südkoreanische Studie im Fachjournal Food Science and Biotechnology (April 2026) zeigte: Die orale Gabe des Extrakts verbesserte kognitive Funktionen bei Versuchsmodellen. Forscher beobachteten eine Reduktion von Amyloid-beta-Plaques und Entzündungsprozessen im Hippocampus.

Ebenfalls 2026 identifizierte eine Studie der Juntendo University Rosenwurz (Rhodiola rosea) als natürliches Senolytikum. Die in iScience veröffentlichten Daten deuten darauf hin, dass die Pflanze seneszente Zellen reduziert und die körperliche Leistungsfähigkeit sowie Schlaf-Wach-Zyklen positiv beeinflusst.

Genschalter und Immunzellen: Neue Erkenntnisse zur Alzheimer-Forschung

Anfang Juni 2026 erreichte die Forschung zu Alterungsprozessen im Gehirn einen Meilenstein. Forscher der University of California San Diego identifizierten den DREAM-Komplex als Genschalter, der Lebensspanne und Alzheimer-Risiko verknüpft. Eine niedrige Aktivität dieses Komplexes korreliert laut der Studie in Nature Aging mit längerer Lebensspanne und Schutz vor schwerer Neuropathologie. Das Ausschalten des DREAM-Gens reduzierte Punktmutationen im Gehirn um 4,2 Prozent.

Eine Studie der Universität Heidelberg Mannheim und des DKFZ (Anfang Mai 2026) lieferte neue Einblicke ins Immunsystem: Killer-T-Zellen sammeln sich gezielt an Amyloid-Plaques im Gehirn. In späten Krankheitsphasen übernehmen diese T-Zellen die Steuerung von den Mikrogliazellen – ein Ansatzpunkt für Immuntherapien. Parallel wurde das STING-Protein als zentrale Schaltstelle für chronische Entzündungen identifiziert. Die Blockade dieses Proteins erhielt in Mausmodellen die Stabilität der Synapsen.

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Digitaler Detox: Zehn Jahre jüngeres Gehirn

Eine Studie in PNAS aus dem Jahr 2026 untersuchte die Auswirkungen eines zweiwöchigen Verzichts auf mobiles Internet. Bei 467 Teilnehmenden zeigte sich: Die Reduktion der täglichen Online-Zeit führte bei 91 Prozent zu einer signifikanten Verbesserung der Aufmerksamkeit.

Die Forscher verglichen diesen Effekt mit einer Verjüngung von etwa zehn Jahren. Zudem beobachtete das Team eine Abnahme depressiver Symptome – vergleichbar mit den Effekten einer kognitiven Verhaltenstherapie. Der Schutz alternder Gehirne erfordert offenbar die Kombination aus hochwertigen Supplementen, gezielter medizinischer Intervention und bewusster Lebensstilgestaltung.

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