Dravet-Syndrom: Lundbeck schließt Phase-3-Studie mit 100+ Patienten ab
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 13:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die klinische Entwicklung neuer Therapieoptionen für schwere neurologische Erkrankungen verzeichnet Fortschritte. Das pharmazeutische Unternehmen Lundbeck hat die Randomisierung für seine globale Phase-3-Studie DEEp SEA vollständig abgeschlossen.
In der Untersuchung wird der Wirkstoff Bexicaserin für die Behandlung des Dravet-Syndroms evaluiert. Mit dem Einschluss des letzten Patienten tritt das klinische Programm in eine entscheidende Phase ein, wie aus einem Bericht vom 15. September 2026 hervorgeht.
Studiendesign und Endpunkte der DEEp-SEA-Untersuchung
Das Dravet-Syndrom zählt zu den schweren, therapieresistenten epileptischen Enzephalopathien, die meist bereits im frühen Kindesalter beginnen und die Betroffenen oft lebenslang begleiten. Die globale Phase-3-Studie DEEp SEA wurde konzipiert, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Bexicaserin systematisch an einer breiten Alterskohorte zu überprüfen.
Insgesamt umfasst die Studie mehr als 100 Teilnehmer in einer Altersspanne von 2 bis 65 Jahren. Ziel der breiten Altersabdeckung ist es, Daten für pädiatrische wie auch für erwachsene Patienten zu gewinnen. Als primärer Endpunkt der DEEp-SEA-Studie ist die Verringerung motorischer Anfälle definiert.
Die DEEp-SEA-Studie mit über 100 Teilnehmern im Alter von 2 bis 65 Jahren hat die Randomisierung abgeschlossen — ein wichtiger Schritt, auch wenn Bexicaserin noch nicht zugelassen ist. Unser kostenloser Leitfaden ordnet die Studienlage ein und gibt Ihnen einen Fragenkatalog an die Hand, mit dem Sie beim nächsten Neurologen-Termin gezielt nachfragen können. Kostenlosen Eltern-Leitfaden anfordern
Dieser Parameter gilt in der klinischen Praxis als maßgeblicher Indikator für den therapeutischen Nutzen eines Antiepileptikums bei dieser Erkrankung, da motorische Anfälle mit erheblichen Risiken für Verletzungen und Folgeschäden einhergehen.
Das Entwicklungsprogramm rund um Bexicaserin
Die Erforschung von Bexicaserin beschränkt sich nicht auf das Dravet-Syndrom. Das klinische Spätphasenprogramm umfasst weitere Untersuchungen bei verwandten Indikationen. Neben DEEp SEA führt Lundbeck eine zweite zentrale Studie unter dem Namen DEEp OCEAN durch. Diese Untersuchung richtet sich unter anderem an Patienten mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom, einer weiteren schweren Verlaufsform der Epilepsie.
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In der DEEp-OCEAN-Studie konnte die Phase der Randomisierung bereits im Juli 2026 abgeschlossen werden. Damit befinden sich beide Zulassungsstudien nun in der Phase der aktiven Nachbeobachtung und Datenerhebung.
Trotz der fortgeschrittenen klinischen Erprobung in den beiden Phase-3-Studien ist Bexicaserin bislang nicht zugelassen. Die künftigen Ergebnisse zur Reduktion der Anfallshäufigkeit und zum Sicherheitsprofil bilden die Grundlage dafür, ob der Wirkstoff künftig den regulatorischen Anforderungen für eine Marktzulassung durch die zuständigen Behörden genügen wird.
