Double Diabetes: Warum ein einzelner Labortest zur Diagnose fehlt
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 06:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Phänomen des sogenannten Double Diabetes rückt in der Diabetologie zunehmend in das Blickfeld. Wie Fachberichte vom 13. Oktober 2026 ausführen, beschreibt der Begriff keine eigenständige, neue Diabetesform. Vielmehr handelt es sich um das Zusammentreffen eines bestehenden Typ-1-Diabetes mit einer Insulinresistenz, die typischerweise das Kennzeichen eines Typ-2-Diabetes darstellt.
Dr. Aarti Ullal, Diabetologin am Gleneagles Hospital Parel, legte dar, dass dieses Zusammenspiel dazu führt, dass die Körperzellen weniger empfindlich auf das Hormon reagieren und der Organismus folglich deutlich mehr Insulin benötigt.
Ursachen und oft unauffällige Warnsignale
Die Entstehung einer Insulinresistenz bei Menschen mit Typ-1-Diabetes basiert auf mehreren Faktoren. Neben einer Gewichtszunahme und Bewegungsmangel spielen auch die genetische Veranlagung sowie komplexe metabolische Prozesse eine entscheidende Rolle.
Problematisch ist, dass die Anzeichen des Double Diabetes häufig schleichend auftreten und im Alltag leicht übersehen werden können. Zu den zentralen Warnsignalen zählen ein spürbar steigender Insulinbedarf und eine unerklärte beziehungsweise unerwartete Gewichtszunahme.
Zudem lässt sich der Blutzuckerspiegel bei Betroffenen oft nur noch schwer kontrollieren und stabil einstellen. Körperliche Veränderungen wie ein vergrößerter Taillenumfang sowie das Auftreten von Bluthochdruck gelten ebenfalls als wichtige Indikatoren für das Vorliegen einer zusätzlichen Resistenz.
Wer seinen Blutzuckerspiegel auf natürlichem Weg unterstützen möchte, findet in diesem Ratgeber sieben einfache Übungen mit Sofortwirkung. Ein ehemaliger Betroffener zeigt, wie sich die Werte durch kurze Bewegungseinheiten im Alltag spürbar verbessern lassen. 7 einfache 3-Minuten-Übungen kostenlos herunterladen
Risikogruppen und die Herausforderung der Diagnose
Als Risikogruppe gelten vor allem Typ-1-Diabetiker, die unter Übergewicht leiden oder vermehrt abdominales Fett aufweisen. Zusätzliche Risiken entstehen durch eine familiäre Vorbelastung mit Typ-2-Diabetes, eine ungesunde Ernährung sowie einen Lebensstil mit zu wenig körperlicher Bewegung.
Da es keinen einzelnen, spezifischen Labortest zur Bestätigung von Double Diabetes gibt, erfordert die medizinische Feststellung eine ganzheitliche Betrachtung. Nach Angaben der Diabetologin erfolgt die Diagnose über eine eingehende Bewertung der Diabeteshistorie und des bisherigen Insulinbedarfs.
Ergänzend werden Körpergewicht, Taillenumfang und Blutdruck erfasst. Zusammen mit metabolischen Markern sowie laborchemischen Glukose- und Lipidwerten ergibt sich so ein Gesamtbild des Stoffwechsels.
Da die Diagnose oft eine komplexe Bewertung verschiedener Laborwerte erfordert, hilft dieser Leitfaden dabei, die eigenen Ergebnisse besser einzuordnen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche Vitalstoff- und Blutwerte für Ihre Gesundheit wirklich entscheidend sind. Kostenlosen Laborwerte-Selbstcheck jetzt sichern
Risiken für Folgeerkrankungen und Behandlungsstrategien
Double Diabetes birgt erhebliche gesundheitliche Gefahren, da das Risiko für kardiovaskuläre und metabolische Begleiterkrankungen signifikant ansteigt. Zu den drohenden Komplikationen zählen neben dauerhaftem Bluthochdruck auch Fettstoffwechselstörungen, schweres Übergewicht sowie die Entwicklung einer Fettleber.
In der Therapie bleibt die Verabreichung von Insulin weiterhin lebensnotwendig und unverzichtbar. Um der Insulinresistenz entgegenzuwirken, müssen jedoch ergänzende Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehören ein gezieltes Gewichtsmanagement, regelmäßige körperliche Aktivität und bei Bedarf der Einsatz weiterer Medikamente.
Zur Senkung des Risikos und zur Vorbeugung sind ein gesundes Körpergewicht, eine ausgewogene Ernährung sowie die konsequente Kontrolle der Zielwerte für Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin ausschlaggebend.
