Dodo, Pizza

Dodo Pizza: Cyberangriff könnte Daten von 68 Millionen Kunden betreffen

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 17:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Zugriff auf Dodo Pizzas IT-Systeme wurde blockiert; eine interne Prüfung soll Umfang und Folgen des möglichen Datenabflusses klären.

Dodo Pizza bestätigt Cyberangriff: Kundendaten könnten betroffen sein
Dunkler Serverraum mit Reihen von Metall-Server-Racks und schwachen blauen Statusleuchten in einer industriellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die internationale Schnellrestaurantkette Dodo Pizza hat einen schwerwiegenden Cyberangriff auf ihre IT-Infrastruktur bestätigt. Wie das Unternehmen mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am 27. September 2026. Nach der Entdeckung des Eindringens sei der unbefugte Zugriff blockiert und die zuständige Aufsichtsbehörde Roskomnadzor über den Vorfall in Kenntnis gesetzt worden.

Umfang des mutmaßlichen Datendiebstahls

Ersten Erkenntnissen zufolge könnten durch den Angriff zahlreiche personenbezogene Daten der Kundschaft kompromittiert worden sein. Dazu zählen Namen, Anschriften, E-Mail-Adressen sowie Telefonnummern, Geburtsdaten und die jeweilige Bestellhistorie. Das Unternehmen betonte jedoch, dass Zahlungsdaten explizit nicht betroffen seien, da diese grundsätzlich nicht in den angegriffenen Systemen gespeichert würden.

Über das tatsächliche Ausmaß des Datenabflusses liegen derzeit unterschiedliche Angaben vor. Hacker behaupten, einen Datensatz von etwa 2 bis 3 TB erbeutet zu haben, der Informationen von rund 68 Millionen Kunden aus allen operativen Ländern, einschließlich Kasachstan, enthalten soll.

Diese Behauptungen konnten bisher nicht unabhängig verifiziert werden. Auch der Telegram-Kanal Baza verbreitete Informationen, wonach Daten von 68 Millionen Kunden sowie die Bestellhistorien der vergangenen 15 Jahre entwendet worden seien.

Sicherheitsmaßnahmen und Unternehmenspräsenz

Als unmittelbare Reaktion auf den Vorfall hat Dodo Pizza eine interne Untersuchung eingeleitet, um die genauen Hintergründe und die Schwere der Sicherheitslücke zu klären. Das Unternehmen warnte seine Nutzer zudem vor möglichen Unregelmäßigkeiten beim Zugriff auf digitale Dienste. Als Schutzmaßnahme könnten Nutzer der Website sowie der zugehörigen App automatisch von ihren Benutzerkonten abgemeldet werden.

Anzeige

Der aktuelle Vorfall zeigt erneut, wie verwundbar persönliche Daten auf mobilen Endgeräten sein können. Dieser kostenlose Ratgeber unterstützt Sie mit 5 einfachen Schritten dabei, Ihr Smartphone effektiv gegen Hacker und Datenmissbrauch abzusichern. 5 Schutzmaßnahmen für Android-Smartphones jetzt entdecken

Dodo Pizza unterhält eine weitreichende internationale Präsenz. Nach Angaben von Dodo.Brands betreibt die Gruppe über 1.300 Pizzerien und Cafés in 26 Ländern. Aktuelle Erhebungen aus dem Herbst 2026 beziffern die Gesamtzahl der Standorte sogar auf mehr als 1.527 Pizzerien in Russland und weiteren 27 Ländern.

Parallelen zu Angriffen auf öffentliche Infrastrukturen

Der Vorfall bei Dodo Pizza reiht sich in eine Serie von Attacken auf digitale Infrastrukturen ein. In Deutschland werden derzeit noch die Folgen eines Angriffs auf das Berliner Landesnetz aus dem August 2026 aufgearbeitet. In diesem Fall kann der Senat laut aktuellen Berichten noch nicht abschließend beziffern, wie viele Personen tatsächlich vom dortigen Datenabfluss betroffen sind.

Anzeige

Angesichts der weltweit steigenden Zahl von Cyberangriffen ist ein proaktiver Schutz für die eigenen digitalen Anwendungen wichtiger denn je. Erfahren Sie in diesem gratis PDF-Ratgeber, wie Sie Ihre Apps wie WhatsApp oder PayPal in wenigen Minuten wirksam vor Zugriffen durch Kriminelle schützen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen

Bisher haben sich mehr als 750 mögliche Betroffene bei den Anlaufstellen des Senats gemeldet, wobei 477 Anfragen auf die Verkehrsverwaltung und 280 auf die Stadtentwicklungsverwaltung entfielen. Digitalstaatssekretär Florian Hauer erklärte dazu, dass das Notfallmanagement in Berlin voraussichtlich bald enden könne und ein Abschlussbericht in Kürze vorgelegt werde.

Während Schadensersatzansprüche im Fall des Landesnetzes als Einzelfälle geprüft werden müssen, sind im Darknet bereits Dokumente aufgetaucht, die sensible Informationen enthalten. Darunter befinden sich Berichten zufolge Unterlagen über Drohnenflüge sowie ein Dokument aus dem November 2025, das Sicherheitsaspekte in geschützten Zonen thematisiert.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70199460 |