DKB, Sparkasse

DKB und Sparkasse: Phishing-Welle mit täuschend echten Mails

Veröffentlicht am: 11.07.2026 um 19:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aktuelle Phishing-Kampagnen zielen auf DKB- und Sparkassen-Kunden ab. Verbraucherschützer warnen vor täuschend echten Mails mit Zeitdruck.

Phishing-Welle: DKB- und Sparkasse-Kunden im Visier von Betrügern
Smartphone mit gefälschter DKB-Loginseite, unscharfe Hände tippen im Hintergrund auf Laptop, Phishing-Betrug. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Betrüger greifen mit täuschend echten Mails DKB- und Sparkasse-Kunden an.

Eine gefährliche Phishing-Kampagne sorgt aktuell für Alarm bei Verbraucherschützern. Kriminelle versenden massenhaft E-Mails, die angeblich von der Deutsche Kreditbank (DKB) stammen. Ziel ist der Diebstahl von Login-Daten für das Online-Banking. Die Verbraucherzentralen warnen eindringlich vor den betrügerischen Nachrichten.

Dringende „Re-Authentifizierung" als Köder

Die aktuellen Betrugs-Mails spielen mit Zeitdruck. Sie tragen oft einen Betreff, der besagt, dass die Registrierung der DKB-App am 15. Juli 2026 auslaufe. Empfänger werden aufgefordert, einen angeblichen „Re-Authentifizierungsprozess" durchzuführen, um den Zugang zu ihren Konten nicht zu verlieren.

Doch wer auf den Link klickt, landet nicht auf der echten DKB-Seite, sondern auf einer täuschend ähnlichen Phishing-Webseite. Gibt man dort seine Zugangsdaten ein, landen sie direkt bei den Betrügern. Die Verbraucherzentrale rät: Keinesfalls auf Links klicken – die E-Mails gehören umgehend in den Spam-Ordner verschoben.

Sparkasse ebenfalls im Visier

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Erst am Vortag, dem 10. Juli 2026, hatte eine ähnliche Warnung die Runde gemacht – diesmal für Kunden der Sparkasse. Die Masche war fast identisch: Angeblich sei ein „kritisches Update" für die S-pushTAN-App erforderlich. Die Mails stammten von unseriösen Absenderadressen, enthielten keine persönliche Anrede und drohten mit der Sperrung des Kontos.

Die aktuellen Fälle sind kein Einzelfall. Branchenzahlen zeigen, dass rund 94 Prozent der Finanzinstitute einen Anstieg von Phishing-Versuchen verzeichnen. Besonders alarmierend: Nur 28 Prozent der aktuellen Zwei-Faktor-Authentifizierungen (MFA) gelten als wirklich phishing-resistent.

Vishing und Passkey-Diebstahl: Neue Gefahren jenseits der E-Mail

Neben klassischen E-Mail-Attacken sind seit April 2026 vermehrt Vishing-Angriffe (Voice-Phishing) aktiv. Eine als O-UNC-066 oder „Pink" bekannte Gruppe hat es auf Microsoft-365-Nutzer abgesehen – unter anderem aus dem Gesundheitswesen, der Luftfahrt und der Technologiebranche.

Die Masche ist perfide: Die Betrüger geben sich am Telefon als IT-Support aus. Sie locken das Opfer auf eine gefälschte Registrierungsseite, um den Passkey-Prozess von Microsoft Entra zu kapern. Gelingt dies, registrieren die Angreifer ihren eigenen Passkey auf dem Konto des Opfers. Das verschafft ihnen dauerhaften Zugriff – selbst ein Zurücksetzen des Passworts hilft dann nicht mehr. Analysten zufolge geht es der Gruppe vor allem um Datenerpressung, oft innerhalb von 72 Stunden nach dem Einbruch.

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KI macht Phishing gefährlicher

Die Behörden schlagen zudem Alarm wegen des Einsatzes Künstlicher Intelligenz. Die niederländische Datenschutzbehörde meldete einen Anstieg von 58 Prozent bei Datenpannen durch Cyberangriffe. Die Zahl der Kontoübernahmen habe sich fast verdreifacht. Grund seien KI-gestützte Phishing-Kits, mit denen sich täuschend echte, grammatikalisch fehlerfreie Nachrichten in mehreren Sprachen erstellen lassen.

Auch Nutzer des Messengerdienstes Signal sind aktuell betroffen. Seit dem 11. Juli 2026 kursieren Kampagnen, bei denen sich Angreifer als Signal-Support ausgeben. Ihr Ziel: Journalisten und Aktivisten zur Herausgabe ihres 64-stelligen Backup-Wiederherstellungsschlüssels zu bewegen. Die Sicherheitsexperten wiederholen ihre Warnung: Seriöse Anbieter werden niemals per E-Mail oder Telefon nach sensiblen Zugangsdaten oder Wiederherstellungscodes fragen.

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