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Disney stellt um: GitHub Copilot weicht OpenAI Codex ab August

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 23:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Disney ersetzt GitHub Copilot und Amazon-Tools durch OpenAI Codex. Die Umstellung betrifft zunächst nur US-Standorte, während andere KI-Lösungen im Portfolio bleiben.

Disney setzt künftig auf OpenAI Codex statt GitHub Copilot
Ein moderner Arbeitsplatz mit komplexem Programmcode auf einem Bildschirm und abstrakten KI-Datenvisualisierungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-Unterhaltungskonzern Disney plant eine signifikante Umstellung seiner internen Softwareentwicklungsprozesse. Wie aus internen Nachrichten hervorgeht, wird das Unternehmen den Einsatz von GitHub Copilot sowie mehrerer anderer KI-gestützter Codierungswerkzeuge in den USA im August 2026 einstellen. Stattdessen beabsichtigt der Konzern, künftig auf OpenAI Codex zu setzen. Diese Entscheidung markiert eine strategische Neuausrichtung in der Nutzung künstlicher Intelligenz innerhalb der IT-Infrastruktur des Medienriesen.

Anpassung der Tool-Landschaft in den USA

Die geplanten Änderungen betreffen laut Berichten von Business Insider primär den US-amerikanischen Markt, während internationale Standorte von dieser spezifischen Umstellung zunächst ausgenommen bleiben. Neben GitHub Copilot sollen auch die Amazon-Werkzeuge Kiro und Q ersetzt werden. Disney plant jedoch, weiterhin punktuell auf spezialisierte Lösungen zu setzen: Die Werkzeuge Claude Enterprise von Anthropic sowie der Code-Editor Cursor verbleiben demnach im Portfolio des Unternehmens.

Interne Erhebungen bei Disney gaben offenbar den Ausschlag für diesen Schritt. Mehrere Mitarbeiter gaben an, den bisherigen Standard-Assistenten GitHub Copilot nur selten genutzt zu haben. Bisher liegt keine öffentliche Bestätigung der Umstellung durch Disney, Microsoft, GitHub oder OpenAI vor. Auch Informationen zu Vertragswerten oder detaillierten Zeitplänen wurden bislang nicht offiziell kommuniziert.

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Technologische Basis durch OpenAI

Die Entscheidung Disneys fällt zeitlich mit einer Erweiterung des Funktionsumfangs von OpenAI Codex zusammen. Der KI-Entwickler veröffentlichte Ende Juli 2026 das Codex Security CLI sowie ein entsprechendes TypeScript SDK unter der Apache-2.0-Lizenz. Diese neuen Werkzeuge zielen darauf ab, die Sicherheit in der Softwareentwicklung zu erhöhen, indem Repositories gescannt, Code-Änderungen überprüft und Fehlerkorrekturen verifiziert werden.

Das System lässt sich direkt in Continuous Integration (CI)-Prozesse integrieren, setzt jedoch für den Betrieb Node.js in der Version 22 oder höher sowie Python ab Version 3.10 voraus. Der Zugang zu diesen Funktionen erfordert zudem eine spezifische Autorisierung für Codex Security.

Wachsender Fokus auf Sicherheit in der KI-Entwicklung

Der Wechsel bei Disney vollzieht sich in einem Marktumfeld, das verstärkt auf Sicherheitsmechanismen für KI-generierten Code drängt. Branchenweit werden derzeit Lösungen implementiert, um die Risiken beim Einsatz von Large Language Models (LLM) zu minimieren. So führte der Netzwerkspezialist F5 Ende Juli die sogenannten AI Guardrails ein, die in Zusammenarbeit mit NVIDIA NeMo Guardrails entwickelt wurden. Diese Technologie ermöglicht eine zentralisierte Sicherheitsinspektion von Prompts und den darauf generierten Antworten der KI-Modelle.

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Parallel dazu treibt NVIDIA die Standardisierung im Bereich der KI-Sicherheit voran. Im Juli 2026 initiierte das Unternehmen die Open Secure AI Alliance mit insgesamt 36 Partnern, darunter Schwergewichte wie SAP, Siemens, Microsoft, Adobe und IBM. Anlass für die Gründung war ein Sicherheitsvorfall bei der Plattform Hugging Face, bei dem forensische Untersuchungen durch geschlossene KI-Systeme erschwert wurden. Im Rahmen dieser Allianz wurde das NOOA-Framework als Open Source zur Verfügung gestellt. Bemerkenswert ist dabei, dass führende KI-Entwickler wie OpenAI, Anthropic und Google der Allianz bislang nicht angehören.

Die Konsolidierung der KI-Werkzeuge bei Disney verdeutlicht den trend in Großunternehmen, die Effizienz ihrer Entwicklerteams durch gezielte Auswahl spezialisierter Plattformen zu steigern und gleichzeitig die technologische Abhängigkeit von einzelnen Anbietern neu zu bewerten.

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