DigUp für macOS: Dateien per natürlicher Sprache lokal durchsuchen
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 09:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Dateien auf dem Computer über einfache Inhaltsbeschreibungen statt über starre Dateinamen aufzuspüren, soll auf dem Mac künftig ohne Cloud-Anbindung funktionieren. Mit DigUp steht eine kostenlose Open-Source-Anwendung für macOS bereit, die eine semantische Suche über natürliche Sprache direkt auf dem Gerät ausführt.
Wie aus Berichten von digitaltrends.com und weiteren Fachmedien von Mitte Oktober 2026 hervorgeht, setzt das Programm dafür auf Googles multimodales Modell EmbeddingGemma 2, das mit 740 Millionen Parametern arbeitet und eine Modellgröße von rund 865 Megabyte aufweist.
Multimodale Erfassung unterschiedlicher Dateitypen
Herkömmliche Suchfunktionen stoßen oft an Grenzen, wenn exakte Begriffe oder Dateinamen nicht mehr präsent sind. DigUp kombiniert die klassische, exakte Wortsuche mit semantischen Verfahren. Laut Medienberichten durchsucht die Anwendung Fotos, Dokumente, PDF-Dateien, Audio- und Videoformate sowie optional auch Quellcode. Auch Screenshots und Podcasts lassen sich indizieren.
Der semantische Ansatz erlaubt es Nutzern, Suchanfragen frei zu formulieren. So kann beispielsweise eine Anfrage nach Abschnitten, in denen über Schlaf gesprochen wird, direkt zur entsprechenden Textstelle innerhalb einer Podcast-Aufnahme führen. Nach Angaben aus Berichten vom 12. Oktober 2026 schneidet das System bei solchen inhaltsbasierten Abfragen spürbar präziser ab als die integrierte Spotlight-Suche von macOS.
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Technisch realisiert wird dies durch die Architektur von EmbeddingGemma 2. Wie Veröffentlichungen vom 13. Oktober 2026 festhalten, führt das Modell alle unterstützten Modalitäten in einem einheitlichen Vektorraum zusammen. Da es sich um ein Open-Source-Projekt handelt, steht es Entwicklern frei, die zugrundeliegende Pipeline für die Erstellung der Vektoreinbettungen einzusehen und an eigene Anforderungen anzupassen.
Lokale Verarbeitung ohne Cloud-Zwang und Telemetrie
Ein zentraler Schwerpunkt der Anwendung liegt auf dem Datenschutz und der Offline-Nutzung. Die Software wird als Menüleisten-App bereitgestellt und arbeitet vollständig autark auf dem Rechner. Es werden keine Daten auf externe Cloud-Server übertragen, was das Programm auch bei fehlender oder instabiler Internetverbindung nutzbar macht. Wie bomo.news am 14. Oktober 2026 berichtete, indexiert DigUp ausschließlich Texte und Medien in explizit ausgewählten Ordnern.
Zudem verzichtet das Werkzeug auf Nutzerkonten oder integrierte Telemetrie. Der öffentlich einsehbare Quellcode ermöglicht es Dritten, die Anwendung auf unerwünschte Tracking-Routinen hin zu überprüfen.
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Als technische Voraussetzung für den Einsatz gelten Rechner mit Apple-Silicon-Prozessoren sowie mindestens das Betriebssystem macOS 14. Anwender müssen bei der ersten Einrichtung allerdings etwas Geduld mitbringen: Die lokale Indexierung umfangreicher Medienbibliotheken kann je nach Datenmenge einige Zeit in Anspruch nehmen.
