Digitale, Teilhabe

Digitale Teilhabe: 75 Prozent der 65- bis 84-Jährigen in Österreich online

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 23:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WLAN-Lücken erschweren digitale Assistenz in Pflegeeinrichtungen; Beratungsstellen und Bildungsangebote fördern zugleich die digitale Teilhabe älterer Menschen.

Digitale Hilfe im Alter: Pflegeheime und Initiativen im Fokus
Ein helles, ruhiges Zimmer in einer Senioreneinrichtung mit schlichten Holzmöbeln und Blick in einen Garten. Illustration mit AI erstellt.

In vielen Alters- und Pflegeeinrichtungen herrscht weiterhin ein erheblicher Mangel an digitaler Infrastruktur und entsprechendem Problembewusstsein. Wie aus einem aktuellen Fachbeitrag auf der Plattform doebe.li hervorgeht, fehlt es in den Zimmern der Bewohner mitunter bereits an grundlegenden Voraussetzungen wie einem funktionierenden WLAN-Zugang. Dieser infrastrukturelle Rückstand erschwert den Einsatz moderner Hilfsmittel, die den Alltag älterer Menschen erleichtern könnten.

Niedrigschwellige Technik zur Entlastung des Personals

Digitale Assistenzsysteme bieten laut dem Bericht erhebliche Potenziale, um die Selbstständigkeit der Bewohner zu fördern und gleichzeitig das Pflegepersonal zu entlasten. Als Beispiele werden einfache Lösungen wie Sprachassistenten und Nachrüstmodule für Schalter genannt.

So schlage das Gerät SwitchBot mit rund CHF 20 zu Buche, während der dazugehörige Hub rund CHF 50 koste. Technische Details erfordern dabei spezifische Netzwerkeinstellungen: Für den Hub 2 müsse der Port 8883 für MQTT über TLS freigegeben sein.

Dass die Nachfrage nach technischen Alltagshilfen im Alter wächst, zeigen auch kommunale Angebote. Die Stadt Zürich stellt mit der Beratungsstelle „Digitale Alterswohnung“ eine entsprechende Anlaufstelle bereit, um ältere Menschen bei der technischen Ausstattung zu unterstützen.

Initiativen zur Förderung digitaler Kompetenzen

Die Herausforderungen bei der digitalen Teilhabe älterer Generationen beschränken sich nicht auf die technische Infrastruktur in Heimen, sondern betreffen auch den Erwerb von Anwendungskompetenzen.

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Wie die Westerwälder Zeitung für den Raum Altenkirchen und Westerwald berichtete, werden dort Digital-Botschafter gesucht, die ältere Bürger bei der Nutzung moderner Medien unterstützen. Digitale Angebote könnten im Alter die Lebensqualität, Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe maßgeblich stärken.

In Österreich verzeichnet die Internetnutzung unter älteren Bürgern derweil einen spürbaren Anstieg: Laut statistischen Erhebungen nutzen dort 75 % der 65- bis 84-Jährigen das Internet, während dieser Anteil im Jahr 2023 noch bei 69 % lag.

Um diesem Trend Rechnung zu tragen, hat die Digital Austria Servicestelle erneut geöffnet und veranstaltet im Oktober kostenlose Aktionstage für Senioren, die sich der ID Austria sowie digitalen Behördenservices widmen.

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Viele der Termine sind bereits nahezu ausgebucht. Das reguläre Beratungsangebot umfasst zwanzigminütige Servicetermine, zudem ist eine Servicenummer eingerichtet (+43 50 233770), die von Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 16:00 Uhr erreichbar ist.

Begleitend dazu umfasst das sogenannte Digi-Seniorenpaket der Digital Austria Servicestelle kostenlose Workshops im Rahmen der Initiative „Digital Überall“ ab Herbst 2026 sowie ergänzende Peer-Angebote.

Zudem läuft im Jahr 2026 das Pilotprojekt #Gemeinsam Digital mit 13 Schulen in 6 Bundesländern. Bereits im Rahmen einer vorangegangenen Servicetour zur ID Austria organisierte die Servicestelle innerhalb von zwei Monaten 11 Servicetage in Senioreneinrichtungen aller Bundesländer.

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