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Digital School Wien: Neue IT-HTL mit 600 Plätzen ab 2029

16.06.2026 - 21:25:02 | boerse-global.de

Wien unterzeichnet Zukunftspakt mit Fokus auf KI, Robotik und Bildung. Eine neue IT-HTL und ein Rechenzentrum sind geplant.

Wien Zukunftspakt: Digital School und KI-Offensive
Digital - Ein modernes Robotiklabor mit Studierenden und Forschenden, die an fortschrittlichen Robotersystemen arbeiten, symbolisiert technologische Innovation in Wien. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck haben heute einen umfassenden Zukunftspakt unterzeichnet. Das Abkommen soll die Donaumetropole als führenden Technologiestandort positionieren – mit klarem Fokus auf Künstliche Intelligenz, Robotik und Spezialbildung.

Die Wiener Digitalschule: Bildungsoffensive für die Zukunft

Ein Kernstück des Abkommens ist die Gründung der Vienna Digital School. Die neue technische Lehranstalt (IT-HTL) am Wienerberg soll zum Schuljahr 2029/30 ihren Betrieb aufnehmen. Geplant ist Platz für bis zu 600 Schüler, die jährlich rund 100 Absolventen hervorbringen wird.

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Der Lehrplan setzt auf Zukunftsbranchen: KI, Data Science, IT-Sicherheit, Robotik und Green IT stehen auf dem Programm. Parallel dazu entsteht ein 1.000 Quadratmeter großes Robotiklabor – gedacht als Zentrum für praktische Anwendung und Forschung.

Datenzentrum und Wirtschaftsanalyse

Um die digitale Infrastruktur zu sichern, prüfen Stadt und Wirtschaftskammer den Bau eines eigenen Großrechenzentrums. Besonders relevant: Sollten erwartete EU-Fördermittel ausbleiben, dient das Zentrum als Plan B für die digitale Souveränität der Stadt.

Ein „AI Economy Report" soll künftig Wiens Position als Technologiestandort analysieren und dokumentieren. Die regelmäßige Bestandsaufnahme schafft Transparenz für Investoren und Unternehmen.

Über die Stadtgrenzen hinaus: Regionale Zusammenarbeit

Die Initiative denkt großräumig: Geplant ist eine Kooperation mit Budapest, Bratislava, Prag und Ljubljana. Ziel ist es, den gesamten mitteleuropäischen Raum im globalen Wettbewerb zu stärken.

Stadtmanagement und Nachhaltigkeit

Der Pakt umfasst mehrere Projekte für ein smarteres Wien:
- Eine Datenbank für Leerstandsmanagement zur Optimierung von Gewerbeflächen
- Die Initiative „Zero Emission Transport" für emissionsfreie Mobilität
- Ein Begrünungs- und Beschattungsprogramm gegen urbane Hitzeinseln
- Verstärkte Förderung von Unternehmensgründern und Lehrlingsausbildung

Milliardenschwere Wissenschaftsoffensive

Parallel zum Technologiepakt legt die Stadt bei Forschung und Wissenschaft nach. Noch heute betonte Ludwig im Gemeinderat: Investitionen in Wissenschaft seien Investitionen in die Zukunftsfähigkeit Wiens.

Die Zahlen sprechen für sich: 11,7 Millionen Euro jährlich fließen in den Wiener Wissenschafts- und Technologiefonds (WWTF). 170 Millionen Euro sind für das Life Science Center in Neu Marx vorgesehen – ein Schwerpunkt für Präzisionsmedizin. Weitere Mittel gehen an das Quantum Technology Center Vienna und den Complexity Science Hub, der jährlich 550.000 Euro erhält.

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Auch die Fachhochschulen profitieren: 3,7 Millionen Euro sind 2026 für 72 Projekte an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften reserviert.

Warnung vor Sparkurs

Ludwig nutzte die Gelegenheit für eine deutliche Warnung an die Bundesregierung: Kürzungen bei Bildung und Forschung seien kontraproduktiv. „Wer heute am Wissen spart, zahlt morgen doppelt", so der Bürgermeister. Die langfristigen Kosten für die Gesellschaft überstiegen die kurzfristigen Einsparungen bei weitem.

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