Digital, Detox

Digital Detox: 22% der Sommerurlauber planen bewusste Auszeit

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 12:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bitkom-Studie: 22 Prozent der Sommerurlauber planen digitale Auszeit. Ältere Generationen zeigen höhere Bereitschaft zum Verzicht.

Digital Detox im Trend: So steigern Pausen die Konzentration
Ein hölzerner Schreibtisch mit Notizbuch, Füllfederhalter und Armbanduhr in natürlichem Tageslicht ohne digitale Geräte. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die bewusste Gestaltung der Aufmerksamkeit rückt angesichts einer zunehmend digitalisierten Arbeits- und Lebenswelt verstärkt in den Fokus von Experten und Unternehmen.

Im Rahmen des GDI-Trendtags im August 2026 wurden verschiedene Ansätze diskutiert, wie die individuelle Konzentrationsfähigkeit durch gezielte Unterbrechungen der digitalen Kommunikation und die Rückbesinnung auf analoge Tätigkeiten gestärkt werden kann. Diese sogenannten Fokus-Hacks zielen darauf ab, die mentale Leistungsfähigkeit in einem Umfeld permanenter Erreichbarkeit zu sichern.

Digital Detox als Instrument der Erholung

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategien ist der Verzicht auf digitale Endgeräte, insbesondere während der Urlaubszeit. Aktuelle Daten von Bitkom Research belegen die Relevanz dieses Themas: Laut einer Befragung unter 1.004 Personen, die im Zeitraum zwischen der 17. und 21. Kalenderwoche 2026 durchgeführt wurde, planen 22 Prozent der Sommerurlauber eine bewusste digitale Auszeit.

Die Intensität dieses Verzichts variiert dabei deutlich. Während 13 Prozent der Befragten planen, das Smartphone oder den Laptop für einen einzelnen Tag beiseitezulegen, beabsichtigen 5 Prozent eine mehrtägige Pause.

Nur eine Minderheit plant längere Zeiträume ein: 3 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen eine Woche lang offline bleiben, während lediglich 1 Prozent einen Zeitraum plant, der darüber hinausgeht. Eine Expertin für Digital Detox betont in diesem Zusammenhang, dass bereits kurze, konsequent eingehaltene Zeitfenster ohne digitale Ablenkung die Erholungsqualität signifikant steigern können.

Anzeige

Wer im digitalen Alltag seine Konzentrationsfähigkeit erhalten und Vergesslichkeit vorbeugen möchte, findet in diesem Ratgeber wertvolle Unterstützung. Diese 11 Alltagsübungen halten Ihr Gehirn bis ins hohe Alter fit

Demografische Unterschiede und geschlechtsspezifisches Nutzungsverhalten

Die Bereitschaft zur digitalen Abstinenz unterscheidet sich maßgeblich zwischen den Altersgruppen. Entgegen der Erwartung, dass insbesondere jüngere Generationen eine höhere Affinität zu solchen Maßnahmen zeigen könnten, ergab die Bitkom-Studie ein anderes Bild: Unter den 16- bis 29-Jährigen planen lediglich 17 Prozent eine digitale Auszeit. In der Altersgruppe ab 65 Jahren liegt dieser Anteil mit 32 Prozent deutlich höher.

Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich Nuancen in der Umsetzung. Während 22 Prozent der Männer einen Digital Detox planen und dabei eine durchschnittliche Dauer von drei Tagen anvisieren, liegt der Anteil bei den Frauen mit 23 Prozent geringfügig höher. Allerdings fällt die geplante Dauer bei Frauen mit durchschnittlich zwei Tagen etwas kürzer aus als bei ihren männlichen Mitstreitern.

Analoge Alternativen und institutionelle Angebote

Neben dem reinen Verzicht auf Technologie gewinnen analoge Hobbys als Mittel zur Fokussteigerung an Bedeutung. Berichte über junge Menschen in Würzburg zeigen beispielsweise einen Trend hin zu Tätigkeiten, die ohne Smartphone auskommen, um die Konzentration im Alltag wieder zu schärfen. Diese Entwicklung korrespondiert mit den beim GDI-Trendtag thematisierten Ansätzen zur Förderung der mentalen Präsenz.

Anzeige

Neben digitalen Auszeiten helfen gezielte Methoden dabei, die geistige Fitness und Konzentration nachhaltig zu stärken. Kostenlosen Ratgeber zur Stärkung von Gedächtnis und Konzentration herunterladen

Ergänzend dazu etablieren öffentliche Institutionen Angebote, die den Prozess der Entschleunigung unterstützen. Das Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop bietet beispielsweise ab September 2026 ein monatliches Programm für Kurzmeditationen an. Diese dreißigminütigen Sitzungen finden in einem begrenzten Teilnehmerkreis von maximal 20 Personen statt und werden von einer Kursleiterin angeleitet.

Solche kostenfreien Initiativen verdeutlichen den wachsenden Bedarf an strukturierten Möglichkeiten zur Fokus-Schulung außerhalb der digitalen Sphäre.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69952231 |